Delock stellt optische Thunderbolt-Kabel vor

28. Jan. 2013 18:00 Uhr - sw

Delock hat heute drei optische Thunderbolt-Kabel angekündigt. Sie haben eine Länge von zehn, 20 und 30 Metern und kommen Ende Februar in den Handel. Die optischen Thunderbolt-Kabel haben gegenüber den bisher erhältlichen elektronischen Thunderbolt-Kabeln den Vorteil, dass auch über längere Distanzen die volle Datenübertragungsrate von zehn Gbit pro Sekunde gewährleistet werden kann.

"Die neu entwickelten optischen Kabel ermöglichen eine stabile Geschwindigkeit und eine Datenübertragung über eine Strecke von bis zu 30 Metern, da sie keiner Beeinflussung durch elektromagnetische Signale unterliegen. Die Kabel selbst haben dabei denselben Durchmesser wie seine Vorgänger und sind darüber hinaus extrem robust - sie erlauben einen Biegeradius von bis zu 180 Grad.

Erhältlich in den Längen 10m (DL-83257), 20m (DL-83258) und 30m (DL-83259), ist das optische Thunderbolt Kabel in verschiedenen Anwendungsbereichen einsetzbar, so zum Beispiel bei Programmen zur Audio-/Video-/Bildbearbeitung, die eine schnelle Datenübertragung auf lange Distanz benötigen oder aber für die Nutzung von Fileservern, die von der Geschwindigkeit und der variablen Länge der Kabel profitieren, da große Datenmengen schnell gesichtet und bereitgestellt werden können", teilte Delock mit.

Die Preise der optischen Thunderbolt-Kabel stehen noch nicht fest. Erst vor kurzem kündigte Delock ein 2,5-Zoll-Laufwerksgehäuse mit Thunderbolt-Anschluss an (MacGadget berichtete).

Kommentare

Ich muss mal blöd fragen: sind die Stecker an den Macs überhaupt in der Lage die zu verwenden? Ich dachte die wären nur elektrisch.

"Die optischen Kabel sind aktive Kabel, sprich im Stecker wird das Signal jeweils wieder gewandelt, sodass die Kabel definitiv verwendet werden können."

[quote=brainray]Ich muss mal blöd fragen: sind die Stecker an den Macs überhaupt in der Lage die zu verwenden? Ich dachte die wären nur elektrisch.[/quote] Bei Thunderbolt sitzt der Anschluss-Chip sozusagen im Stecker und nicht auf dem Bord. Daher wird das Signal elektrisch auf den Stecker übertragen, dort von einer Elektronik in ein optisches Thunderbolt-Signal gewandelt, per Glasfaser zum anderen Ende der Leitung transportiert, im dortigen Stecker wieder in ein elektrisches Signal zurück verwandelt, und schließlich am Stecker wieder elektrisch ausgegeben.

Dieses Verfahren ist verhindert zwar sehr billige Kabel, hat aber den großen Vorteil, dass jede Signalübertragungsart, die es heute gibt, oder die in Zukunft noch erfunden wird, verwendet werden kann. Denn der Schnittstellen-Chip sitzt im Stecker. Und es hat noch einen Vorteil, die Kabelanpassung sitzt auch immer im Stecker des entsprechenden Kabels: Früher mussten die Kabelanpassungen im Chipsatz erfolgen, was dazu führte, dass einige Kabel gut angepasst waren, andere nicht. Denn der Chipsatz weiß ja nicht was für ein Kabel der Benutzer da reinsteckt. Ist der Chipsatz aber im Stecker, dann ist er optimal an das Kabel, mit dem er fest verbunden ist, angepasst.