Studie: Nachfrage nach vernetzten Geräten steigt stark

18. Juli 2013 14:00 Uhr - sw

Neben Desktops, Notebooks, Tablets und Smartphones lassen sich immer mehr Fernseher, Blu-ray-Player und Musikanlagen in das heimische Netzwerk integrieren. Die Nachfrage nach solchen Geräten wächst deutlich, wie eine vom Hightech-Verband Bitkom beim Marktforschungsinstitut GfK in Auftrag gegebene Studie zeigt. Demnach wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 23,7 Milliarden Euro mit vernetzbarer (d. h. internetfähiger) Unterhaltungselektronik, Computern und Mobilgeräten umgesetzt.

Im Jahr 2011 betrug der Umsatz erst 20,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 16 Prozent. "Der Trend zu vernetzten Produkten hat 2012 nochmals an Fahrt aufgenommen", sagt Michael Schidlack, Bitkom-Experte für Unterhaltungselektronik. "Immer mehr Menschen streamen Videos und Musik aus dem Internet oder tauschen Fotos zwischen Tablet und Fernseher aus. Der veränderte Medienkonsum treibt die Nachfrage nach vernetzbaren Geräten an. Klassische Unterhaltungselektronik ohne Internet-Verbindung wird immer mehr an den Rand gedrängt." Vernetzbare Geräte trugen 2012 fast drei Viertel (72 Prozent) zum Umsatz von Unterhaltungselektronik und privat genutzten Computern und Mobilgeräten bei. 2011 waren es erst 65 Prozent.

Mit 29 Prozent haben Smartphones den größten Anteil am Markt für vernetzbare Geräte. Es folgen Laptops mit 23 Prozent, Smart-TVs mit 18 Prozent sowie Desktops mit 17 Prozent. Tablets tragen acht Prozent bei, andere vernetzbare Geräte wie Blu-ray-Player fünf Prozent. Generell sind Mobilgeräte für den Markt für vernetzbare Geräte wichtiger geworden. So konnten Smartphones ihren Anteil im Vergleich zu 2011 um vier Prozentpunkte erhöhen. Tablets und Smart-TVs steigerten sich um jeweils zwei Prozentpunkte. Schidlack: "Mobilgeräte spielen beim Trend zur Heimvernetzung eine entscheidende Rolle und werden daher besonders stark nachgefragt."