Nach enttäuschender Apple-Prognose: Icahn investiert erneut in AAPL

29. Jan. 2014 14:00 Uhr - sw

Mit dem Ausblick auf das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2014 hat Apple die Finanzwelt enttäuscht. Das Unternehmen rechnet lediglich mit einem Umsatz zwischen 42 bis 44 Milliarden Dollar. Damit schließt Apple einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum (43,6 Milliarden Dollar) nicht aus und enttäuschte zugleich die Börsianer, deren durchschnittliche Umsatzprognose bei 46,05 Milliarden Dollar lag.

Die Reaktion der Anleger erfolgte prompt und heftig: An der New Yorker Börse sank der Kurs der Apple-Aktie am Dienstag um 44 Dollar oder 7,99 Prozent auf 506,5 Dollar. Der Großinvestor Carl Icahn beurteilt die Lage offenbar anders – er nutzte den niedrigeren Kurs, um sein Aktienpaket weiter aufzustocken. Nach eigenen Angaben hat er gestern Apple-Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar erworben. Inzwischen besitzt Icahn fast ein Prozent von Apple, sein Aktienpaket hat einen Wert von mehr als vier Milliarden Dollar.

Icahn fordert von Apple eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms zur Stützung des Kurses und wird dies auf der Aktionärsversammlung im Februar mit einem Antrag thematisieren. Apple lehnt das Vorhaben ab und hält das laufende Aktienrückkaufprogramm, das im April 2013 von zehn auf 60 Milliarden Dollar erhöht wurde, für ausreichend.

Kommentare

ist recht eindeutig. Er wird oft auch als Corporate Raider (Unternehmensplünderer) betitelt, über den Wikipedia sagt:

... Alternativ zu einer vollen Übernahme des Unternehmens besteht die Strategie des Investors auch oft darin, nach dem Erwerb einer Minderheitsbeteiligung öffentlichen Druck auf das Management auszuüben. Dies kann dann zum Abtreten der Führungsriege oder zu der, zumindest teilweisen, Umsetzung der geforderten Unternehmensstrategie führen.

Letzteres ist das, was wir gerade mitbeobachten dürfen.