Bericht: Neuer Mac mini kurz vor Ankündigung

26. Sep 2014 11:00 Uhr - sw

Die seit langem erwartete und mehr als überfällige Aktualisierung der beliebten Mac-mini-Baureihe steht offenbar kurz bevor: Nach Informationen von MacRumors soll im kommenden Monat ein neuer Mac mini vorgestellt werden.

Die Ankündigung werde wahrscheinlich zeitgleich mit der Präsentation verbesserter iPads und der Markteinführung von OS X Yosemite erfolgen, schreibt die Web-Site. Der aktuelle Mac mini, erhältlich seit Oktober 2012, ist technisch veraltet. Er basiert auf der "Ivy Bridge"-Prozessorarchitektur – aktuell sind "Haswell"-Chips, die wiederum in den kommenden Monaten von der "Broadwell"-Architektur abgelöst werden.

Mac Mini

Mac mini: Neue Generation soll im Oktober vorgestellt werden.
Foto: Apple.



Welche Prozessorarchitektur im nächsten Mac mini zum Einsatz kommen wird, dazu liegen MacRumors keine Informationen vor. "Haswell"-Chips haben den Vorteil, sofort verfügbar und günstiger zu sein als ihre "Broadwell"-Nachfolger. Ein "Broadwell"-basierter Mac mini könnte hingegen erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt kommen, selbst wenn er im Oktober angekündigt wird. Denn Intel führt die neuen Prozessoren schrittweise bis in die erste Jahreshälfte 2015 ein.

In puncto Rechenleistung gibt es im Vergleich von "Ivy Bridge" zu "Haswell" und "Broadwell" nur geringe Verbesserungen – sie legt je Generation bei gleicher Taktrate (und gleichem Prozessormodell) um bis zu zehn Prozent zu. Entscheidende Fortschritte hat Intel hingegen bei der Grafikleistung erzielt – sie steigt je Generation um bis zu 100 Prozent. "Broadwell"-Prozessoren benötigen durch die Umstellung vom 22-Nanometer- auf das 14-Nanometer-Produktionsverfahren zudem weniger Strom.

Als weitere Neuerungen für den nächsten Mac mini sind Unterstützung für die Schnittstellen 802.11ac und Thunderbolt 2, PCI-Express-basierte SSD-Laufwerke und ein überarbeitetes Gehäusedesign denkbar. Der FireWire-Anschluss dürfte wahrscheinlich wegfallen.

Kommentare

Jetzt heißt es Daumendrücken, dass an dem Gerücht auch was dran ist. Ich würde mich riesig freuen und einen neuen Mac mini sofort kaufen. Ein geniales Gerät: als Arbeitsstation, als Server, als Medien-Zentrale und und und. Mein 2009er Mac mini läuft zwar noch einwandfrei, aber ich hätte gerne zeitgemäße Technik und vor allem mehr Power. :-))

Sicher wird FireWire bei Wegfall adaptiert werden können, aber das bedeutet einen Wegfall einer anderen Schnittstelle. Gerade Musiker, eine nicht ganz unwichtige Klientel, sind auf FireWire abonniert und werden das nicht gut finden, falls es sich bewahrheitet.

Ich habe hier den letzten Mac mini von 2012, und ich muss sagen, dass die Rechenleistung mit 4 x 2,6 GHz i7 sehr gut ist, lediglich die Grafikleistung, die ich allerdings selten brauche, ist mittelmäßig. Aber auch als Desktoprechner macht er wirklich eine gute Figur. Als Medienserver habe ich die Vorgängerversion, die dafür aber auch wirklich total ausreichend ist.

Insgesamt gefällt mir der Mac mini in seiner Konzeption sehr gut, da er selbst als Desktoprechner in den meisten Fällen schon ausreicht.

...was die Optik von OS X 10.10 mit der Leistungsfähigkeit eines neuen Mac mini zu tun hat?

[quote=Hannes]...was die Optik von OS X 10.10 mit der Leistungsfähigkeit eines neuen Mac mini zu tun hat?[/quote] http://www.apple.com/de/osx/preview/
...vollgepropft mit Dingen, die Recourcen brauchen, zum ernsthaften Arbeiten nur hinderlich sind. Bei mir dauert es schon bei 10.9 jeden Tag einige Zeit, bis ich das Spielkonsolenfeeling verdrängt habe, und dann stolpere ich doch wieder in Fallen wie Mitteilungsdings rechts, Lesezeichenspalte Safari links, plötzlich ist der Schreibtisch weg wegen Spacedings und keine dieser Sachen habe ich bestellt, noch kann ich sie vernünftig abschalten. Dafür braucht's bei Safari jetzt eine gaaanze Sekunde, bis ein Popup aufgeht und Ajax-Tabs frieren gern ein, und um Midifiles oder Flashvideos zu checken wieder QT Pro starten, anstatt den Kram, wie früher, kurz mit Quicklook anzutesten.
Eigentlich denke ich gern „Jedem das Seine“, aber nicht iOS Zwang für Computer, die einfach nur als Workstation gebraucht werden.

Gruß Uli

[quote=mac4ever]Gerade Musiker, eine nicht ganz unwichtige Klientel, sind auf FireWire abonniert und werden das nicht gut finden, falls es sich bewahrheitet.
[/quote]

Firewire läßt sich aber bei entsprechendem Thunderbolt Anschluß leicht kompensieren - sollte Apple hier aber nur einen Port anbieten, dürfte es in der Tat für die Musik Fraktion ein Rückschritt sein, wobei da inzwischen auch andere Lösungen Einzug halten (neuester Trend ist ja Ethernet bei den Audiointerfaces).

Ich befürchte nur, dass Apple beim neuen Mac Mini Design dem Mac Pro folgt und eine Cola Büchse draus macht, so dass ich keine zweite Platte/SSD intern unterbringe. Damit stünde wieder alles extern herum, was ich nicht so toll fände.
Momentan habe ich noch einen Mac Mini Server von 2011, nur fand ich den für den Studioeinsatz nicht geeignet, da der unter Last arg laut wurde (hatte den in einem Sonnet Rack). Das wiederum sollte gegen die Cola Dose sprechen, denn mit großem, ruhigem Lüfter wäre dann vermutlich nichts mehr.

>Firewire läßt sich aber bei entsprechendem Thunderbolt Anschluß leicht kompensieren

Klar lässt es sich das, es ist ja auch relativ einfach Produktionskosten für eine 1 Dollar Schnittstelle auf die Benutzer auszulagern.
Die kaufen ja dann im besten Fall im gleichen Haus einen hässlichen "Adapter" für 99 Dollar :)

Schlau ist das, wenn man die überflüssigen Sauerstoffatmer im Vorstand fett füttern muss.

Fraglich ist halt - wird denn die Software auch genau so über den Adapter laufen oder wird gleich erst mal das nächsten kostenpflichtige Update fällig, bevor man dann weiterarbeiten darf..

>nur einen Port anbieten, dürfte es in der Tat für die Musik Fraktion ein Rückschritt sein,

Das Kastrieren von Desktop Computern ist immer ein Rückschritt.
Ich weiß nicht wer die Sinclair und Commodore Zeiten erlebt hat..

Apple ist auf den besten Weg dahin zurück wovon alle anderen Abstand genommen haben.
Für jeden beliebigen Mist ein Adapter der hinten am Rechner raus hängt und dann auch noch den Tisch verschandelt..

Wie vor 30 Jahren.
Willkommen 1984..

>wobei da inzwischen auch andere Lösungen Einzug halten (neuester Trend ist ja Ethernet bei den Audiointerfaces).

Das ist aber immer vom Hersteller abhängig.
Wer wirft schon seine bezahlte Musik-Hardware weg nur weil es was neues mit Netzwerk-Schnittstelle gibt.
Oder anders, nur weil Apple der Meinung ist das diese Schnittstelle nicht mehr benötigt wird.

>Damit stünde wieder alles extern herum, was ich nicht so toll fände.

Eben..

[quote=Stargate]
Fraglich ist halt - wird denn die Software auch genau so über den Adapter laufen oder wird gleich erst mal das nächsten kostenpflichtige Update fällig, bevor man dann weiterarbeiten darf..
[/quote]

Das sollte der Software eigentlich egal sein - die Umsetzung erfolgt ja im OS bzw. auf Treiberebene und so ein Adapter liegt bei 29 Euro. Klar wäre es schön, einen dedizierten Firewire 800 Port zu haben, aber man wird sich wohl auch in der Audiobranche langsam eingestehen müssen, dass Firewire keine zukunftsträchtige Schnittstelle sein dürfte. Nicht, dass ich deswegen mein Fireface 800 wegschmeißen würde, aber bei einer Neuinvestition würde ich vorrangig auf alternative Schnittstellen setzen (USB ist ja inzwischen auch recht verbreitet, selbst bei RME, wobei ich persönlich die Ehternetlösungen am elegantesten finde, leider aber noch recht teuer).

[quote=Stargate]
Apple ist auf den besten Weg dahin zurück wovon alle anderen Abstand genommen haben.
Für jeden beliebigen Mist ein Adapter der hinten am Rechner raus hängt und dann auch noch den Tisch verschandelt..
[/quote]

Ja, das empfinde ich auch nicht unbedingt als elegant, wobei man sich in der heutigen Zeit wohl damit abfinden muß. Die TB Philosophie ging ja genau in die Richtung, möglichst viel abdecken zu können und grundsätzlich finde ich das auch nicht schlimm. Schlimmer finde ich allerdings Apples Strategie, die Rechner möglichst unantastbar zu machen, so dass man keine Modifikationen mehr selbst durchführen kann. Das fängt bei verlötetem Ram und verklebten Akkus an und hört bei wegrationalisierten Erweiterungssteckplätzen im Mac Pro auf.

Ich werde den Oktober noch abwarten, was Mac seitig da evtl. kommt. Es ist halt das OS, an das ich mich über die Jahre gewöhnt habe und das mich noch im Mac Lager hält (Hackintosh sehe ich für mich nicht als Alternative). Dennoch habe ich bereits einige Tests mit einem Windows System absolviert und sollte da nichts brauchbares mehr kommen, tendiere ich fast zu einem Wechsel zurück in´s Windows Lager - zumindest für den Audiopart. Für 1k Euro bekomme ich da auch ein stabiles Xeon System mit ordentlich power, was man entsprechend seiner Anforderungen auch konfigurieren kann und vor allem racktauglich ist.

Der einzige Haken ist wirklich das OS, denn eigentlich mag ich Windows nicht wirklich, aber das ist reine Gewöhnung. Bei OS X werden die Dinge ja in den letzten Jahren auch immer fragwürdiger - ich bin bis vor ein paar Monaten noch bei 10.6 auf dem Mac Pro gewesen, was für mich das beste OS war.

[quote=Uli][quote=Hannes]...was die Optik von OS X 10.10 mit der Leistungsfähigkeit eines neuen Mac mini zu tun hat?[/quote] http://www.apple.com/de/osx/preview/
...vollgepropft mit Dingen, die Recourcen brauchen, zum ernsthaften Arbeiten nur hinderlich sind. Bei mir dauert es schon bei 10.9 jeden Tag einige Zeit, bis ich das Spielkonsolenfeeling verdrängt habe, und dann stolpere ich doch wieder in Fallen wie Mitteilungsdings rechts, Lesezeichenspalte Safari links, plötzlich ist der Schreibtisch weg wegen Spacedings und keine dieser Sachen habe ich bestellt, noch kann ich sie vernünftig abschalten. Dafür braucht's bei Safari jetzt eine gaaanze Sekunde, bis ein Popup aufgeht und Ajax-Tabs frieren gern ein, und um Midifiles oder Flashvideos zu checken wieder QT Pro starten, anstatt den Kram, wie früher, kurz mit Quicklook anzutesten.
Eigentlich denke ich gern „Jedem das Seine“, aber nicht iOS Zwang für Computer, die einfach nur als Workstation gebraucht werden.

Gruß Uli[/quote]

Ich bin garantiert niemand, der alles von Apple hochjubelt. Jeder, der meine regelmäßigen Kommentare hier liest, weiß das. Ich bin definitiv kein Freund davon, jedes x-beliebige iOS-Feature auch auf OS X einzuführen.

Allerdings gibts halt Sachen, die - jedenfalls für mich - wirklich sinnvoll sind. Beispiel Mitteilungszentrale. Ich finde die wunderbar. Informiert nach z. B. nach Abschluss eines Up- oder Downloads in Transmit, beim Start eines neuen Songs in iTunes (Titel/Interpret), neue RSS-Einträge in Vienna oder wenn jemand in Adium online geht. Wenn du das nicht willst, kein Problem, schalte doch die Mitteilungszentrale einfach in den "Nicht stören" Modus.

Mit der Bookmarkverwaltung in der Safari-Seitenleiste habe ich auch kein Problem - ich mache einfach die Seitenleiste größer, wenn ich die Bookmarks bearbeiten will. Was aber wirklich stört, ist die Wartezeit beim Öffnen eines neuen Fensters via Link.

OS X Yosemite: Ich sehe da keine großartigen Effekte, die groß Ressourcen benötigen. Das neue OS ist schon vier Monate im Betatest und über mangelnde Performance hat sich IMHO bisher niemand beschwert. Transparenzeffekte etc. gabs ja vorher schon. Über das Design kann man natürlich immer streiten.

Die Baustellen liegen IMHO u. a. bei SMB, gemischten Netzwerken, OS X Server und allgemein die Softwarequalität. Das muss einfach besser werden. Es dauert zum Teil einfach zu lange, bis schwere Bugs behoben werden. Das Betatestprogramm ist diesbezüglich schon mal ein gutes Zeichen.

Ich freue mich einerseits auf einen neuen Mini, befürchte jedoch andererseits auch Schlimmes. Entsprechend dem Trend bei den Macbooks und dem Pro rechne ich mit nicht mehr nachträglich so leicht selber tauschbaren RAMs und Festplatten. Wahrscheinlich hat das kleinste Modell (verlötete) 4GB RAM, 8GB für 200 Euro Aufpreis. Ebenso wahrscheinlich kommt jetzt auch eine SSD in Spezialgröße rein. Serienmäßig 128GB, größere gg. fette Aufpreise.

Mein Mini 2012 ist mit internem FusionDrive 128/1000GB und nachträglich 8GB Rausgestattet. So eine Aufrüstung kostet aktuell nicht mal 130 Euro.

[quote=Hannes]...was die Optik von OS X 10.10 mit der Leistungsfähigkeit eines neuen Mac mini zu tun hat?[/quote]
…enough said.

... ist immer noch ein Hit.Okay, wenn man eine schnelle Grafik braucht vielleicht veraltet, aber ansonsten immer noch superflott und zuverlässig. Der wird hier noch eine ganze Weile stehen.

Habe 3 mini's aus der late-2012-Produktion, zwar nur die i5er, weil für meine Text-Arbeiten völlig ausreichen, aber es wird - zumindes für mich - keinen besseren geben. Gefühlsmäßig dürfte der Neue dann wohl auch der letzte dieses Modell-Reihe sein.
Die lange Wartezeit zeugt nicht gerade von Euphorie, in gewohntem Abstand neuere Modelle zu präsentieren, eher ein quälendes 'muss ja wohl'.
Wenn der jetzige i7 richtig 'bestückt' ist, läßt er keine Wünsche offen, da reichen in den meisten Fällen 10 GB Speicher völlig aus.
Aber da steht noch die kritische Frage mit der System-Kompatibilität des Künftigen im Raum. Ich habe noch bei keiner System-Version soviel 'downgrader' gesehen, die mit Mavericks unzufrieden sind zu Mountain Lion zurückkehren.
Das geht gerade noch so, bei Yosemite wird's kein zurück mehr geben.
Nostradamus sagt einen gigantischen Run auf gebrauchte late-2012-mini's voraus.

Horris

[quote=horrister]
Das geht gerade noch so, bei Yosemite wird's kein zurück mehr geben.
Nostradamus sagt einen gigantischen Run auf gebrauchte late-2012-mini's voraus.
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Nämlich den auf Rechner, die noch mit 10.6 laufen, wobei das beim Macmini schlecht ist, weil das noch Core 2 Duo Geräte sind. Aber evtl. noch einen Run auf 2011-er, weil da 10.7 läuft, immer noch weniger übel als alles danach.
Wenn ich da an mich denke: was mache ich, wenn mein 2011-er die Grätsche macht? Einen neuen, mit 10.10, 10.11? Ne, echt nicht! Dann schaue ich nach 2011-ern mit i7 oder wegen mir iMacs, wobei dann der Rechner allerdings stört, weil ich den internen Moni nicht benutze.