Bericht: Michael Fassbender soll Steve Jobs spielen

25. Nov. 2014 13:30 Uhr - sw

Neue Entwicklungen bei der Verfilmung der offiziellen Steve-Jobs-Biografie: Nach Informationen des Online-Magazins Variety hat Universal Studios das Projekt übernommen. Jobs soll in dem Film nun vom deutsch-irischen Schauspieler Michael Fassbender verkörpert werden. Ursprünglich wollte Sony Pictures die Verfilmung vornehmen, mit Christian Bale in der Hauptrolle.


Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

Die Verfilmung der Steve-Jobs-Biografie soll Anfang 2015 anlaufen.
Bild: Bertelsmann-Verlag.



Doch Bale sagte Anfang November ab, kurze Zeit später verkündete Sony Pictures ohne Angaben von Gründen den Ausstieg aus dem Projekt. Zwischenzeitlich war auch Leonardo DiCaprio für die Hauptrolle im Gespräch. Nun wird die Verfilmung von Universal Studios vorgenommen, die Dreharbeiten sollen Anfang nächsten Jahres beginnen. Für die Rolle von Steve Wozniak ist Seth Rogen im Gespräch.

Der Film basiert auf der offiziellen, im Jahr 2011 veröffentlichten Steve-Jobs-Biografie von Walter Isaacson. "Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers" ist beispielsweise bei Amazon (Partnerlink) als Taschenbuch für 12,99 Euro oder im iBooks-Store (Partnerlink) für 9,99 Euro erhältlich.

Kommentare

... nicht nooooooch eine Jobs-Verfilmung!
Das erste Dutzend Filme rund um Apple war ja noch ganz interessant.
Aber so langsam?!

Es ist eigentlich alles bekannt, es wurde alles darüber geschrieben und alles darüber gesagt. Welchen Erkenntnisgewinn soll der Film bringen?

Aber so ist halt Hollywood... Was gut ist, kommt wieder (wird neu aufgelegt).

...insofern freue ich mich auf den Film. :)

Hoffentlich wirds auch eine deutsche Synchronisation geben, Englisch kann ich zwar passabel lesen, aber verstehen ist noch mal eine andere Sache.

[quote=Klausi]...insofern freue ich mich auf den Film. :)

[/quote]

Falls du nicht so lange warten willst: Anfang dieses Jahres ist schon ein Film "Jobs - Die Erfolgsstory des Steve Jobs" mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle auf Deutsch erschienen.

Ich glaube, der Film-Versuch mit Ashton Kutcher (habe ihn nicht gesehen) hat ein eher gemischtes Echo ausglöst.
Jetzt also ein weiterer Versuch mit Michael Fassbender, der eher eine kühle Ausstrahlung hat (vielleicht hängt dieser Eindruck auch damit zusammen, dass ich ihn zuletzt als Android in Ridley Scotts "Prometheus" gesehen habe).
Nun also basierend auf dem Buch von Walter Isaacson, das ich kenne.
Und das ja nicht nur schmeichelhaft ist.

Wenn der Film der Versuchung, nach dem Motto "De mortuis nil nisi bene" Schönfärberei und Heldenverehrung zu betreiben, widersteht, dann könnte etwas Sehenswertes daraus werden.

Mal abwarten.

Seth Rogen als Steve Wozniak, liest man im Ursprungs-Beitrag.
Dann wäre die Frage, wer John Scully spielt oder Bill Gates (falls der überhaupt eine Rolle spielt). Und wer seine erste Freundin, der Mutter seiner Tochter Lisa, verkörpert (die (die Mutter) ja mittlerweile auch ihre Jobs-Erinnerungen veröffentlicht hat, in der der "Despot" durchaus auch im Zwilicht steht). Etc. etc..
Aber mehr noch als auf die treffende Besetzung der Handlungsträger kommt es wohl auf ein stimmiges Drehbuch an. WAS aus Isaacsons Buch, das ja eher eine chronologische Aneinanderreihung von Fakten und späteren Gesprächen ist, soll herausgestellt und zu einer glaubwürdigen Geschichte verarbeitet werden?

Eine schwieriges Vorhaben, dieser eigenwilligen Persönlichkeit filmisch gerecht zu werden.
Der Einzelkämpfer, Erneuerer und Weltbeglücker mit den "great products". Derjenige, der sich mit dem User-freundlichen Würfel-Mac und dem legendären "1984"-Spot von Ridley Scott dem gesichtslosen Giganten IBM in den Weg stellte und derjenige, der nach dem Rausschmiss aus der eigenen Firma Jahre später mit Unix im Gepäck Mac OS (9) rundum-erneuerte und nach Einführung des iPod die Mac Gadgets aus der Taufe hob und natürlich auch derjenige, der das Kunststück schaffte, die Napster-traumatisierten Chefs der grossen Musikfirmen für sein Online-Bezahl- und Download-Modell iTunes zu gewinnen! Ein visionärer Kraftakt und eine bewundernswerte Leistung!

Und dann eben auch derjenige mit dem oft zitierten "Reality Distortion Field", der von seinen Mitarbeitern das Unmögliche verlangte und zu Wutausbrüchen neigte, wenn er es nicht bekam. Und der sich schliesslich darin verstieg, gegen den Rat der Ärzte seinen Bauchspeichedrüsenkrebs nicht operieren zu lassen, sondern nach eigener Methode mit Fruchtsäften zu behandeln. So sehr man Steve Jobs auch die Schlagzeile "Steve Jobs durch Fruchtsafttherapie geheilt - Apple stellt Patentantrag" gegönnt hätte, so sehr unterschied sich doch der triste Fortgang von dieser Wunschvorstellung: Gerade noch rechtzeitige Lebertransplantation zur Lebensverlängerung, aber nicht Todesverhinderung, da der Krebs gestreut hat.
So ist er dann gestorben wie er gelebt hat: Eigensinnig, sich selber treu geblieben und eigentlich erstaunlich still ohne grosses Abschieds-Tamtam. Am Abend nach der grossen Apple-Präsentation von iPhone 4S ("for Siri" oder "for Steve"?) war es dann vorbei.
Hoffentlich gilt das nicht für Apples zukünftigen Erfindergeist und Mut, neue Wege zu gehen (und dabei trotz all der tollen Gadgets die traditionellen "Applianer" und ihre Wüsche nach FUNKTIONELLEN Desktop-PCs & OSs nicht ganz aus den Augen zu verlieren)!

Ich habe mich hier kürzlich über ein Sprachdetail in einem anderen Beitrag ausgelassen, was sonst nicht unbedingt meine Art ist.
Aber für dieses Mal will ich meinen eigenen Schreibversuch nicht ausklammern.

Insbesondere an EINEM Satz wurde so lange herumgebastelt, bis gar nichts mehr stimmte:

Statt:
Und wer seine erste Freundin, der Mutter seiner Tochter Lisa, verkörpert (die (die Mutter) ja mittlerweile auch ihre Jobs-Erinnerungen veröffentlicht hat, in der der "Despot" durchaus auch im Zwilicht steht).

muss es heissen:
Und wer seine erste Freundin, die Mutter seiner Tochter Lisa, verkörpert (die (= die Mutter) ja mittlerweile ebenfalls ihre Jobs-Erinnerungen veröffentlicht hat, in denen der "Despot" durchaus auch im Zwilicht steht).

Es gäbe noch weitere Kleinigkeiten, aber so kleinlich will ich wirklich nicht sein ;-)

[quote=X-Rayer]Ich glaube, der Film-Versuch mit Ashton Kutcher (habe ihn nicht gesehen) hat ein eher gemischtes Echo ausglöst.

Wenn der Film der Versuchung, nach dem Motto "De mortuis nil nisi bene" Schönfärberei und Heldenverehrung zu betreiben, widersteht, dann könnte etwas Sehenswertes daraus werden.
[/quote]

Was - anderes - hätte ein Film über eine umstrittene, polarisierende Persönlichkeit denn auslösen sollen? ;-)

Ich habe ihn gesehen, und Kutcher – den ich eigentlich nicht mag und den ich eigentlich für überfordert mit der Rolle gehalten hatte – hat einen ziemlich guten Job(s) gemacht.

Schönfärberei hat schon der Kutcher-Film nicht betrieben. Er hat Jobs cholerisch, despotisch, egozentrisch, egoistisch und rücksichtslos dargestellt. Die einzige Bewunderung, die mir bleib, war die für seine unglaubliche Willensstärke und Durchsetzungskraft, verbunden mit dem Gespür für die richtigen Produkte zur fast richtigen Zeit.