Microsoft verlängert Support für Office 2011

27. Juli 2015 12:00 Uhr - sw

Microsoft hat den Support für die Bürosoftware Office 2011 deutlich verlängert. Ursprünglich wollte das Unternehmen nur bis Januar 2016 Updates für Office 2011 bereitstellen. Nun wurde der Supportzeitraum um eineinhalb Jahre ausgedehnt.

Nach Angaben von Microsoft sollen noch bis zum Oktober 2017 Updates für die Software erscheinen. Danach kann Office 2011 zwar uneingeschränkt weitergenutzt werden, es werden jedoch keine Fehler und Sicherheitslücken mehr beseitigt, was besonders beim Einsatz der Software in Unternehmen ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.



Mit Office 2016 ist seit diesem Monat der Nachfolger von Office 2011 erhältlich. Derzeit kann Office 2016 nur gemietet werden, eine Kaufversion folgt laut Microsoft im September. Office 2016 bietet eine überarbeitete, an die Windows-Version angelehnte Benutzeroberfläche, die für das aktuelle Mac-Betriebssystem optimiert ist. Word, Excel und PowerPoint wurden auf das Cocoa-Framework umgestellt und unterstützen den 64-Bit-Betrieb (Outlook bietet bereits seit längerer Zeit 64-Bit-Unterstützung), Multi-Touch-Gesten sowie hochauflösende Retina-Displays. Daneben gibt es zahlreiche weitere Neuerungen.

Kommentare

... den muss es ja echt dreckig gehen, wenn sie von sich aus den Support verlängern, um einer Abwanderung vorzubeugen - und dann auch noch eine Kaufoption für die neue Version im Herbst anbieten wollen. Diesbezüglich würde ich mir wünschen, dass Adobe in eine vergleichbare Situation gerät. Früher hat man über Quark und Microsoft geflucht (zu Recht), heute könnte man das genauso über Adobe und Apple (und viele andere Unternehmen, ebenfalls zu Recht). Den User in die Cloud und Mietmodelle zu ZWINGEN, wird sich hoffentlich bald als Sackgasse erweisen, auch wenn die Shareholder das sicherlich nicht gerne sehen werden.
Wenn der Kaufanreiz durch Mietmodelle von echten Innovationen oder Verbesserungen entkoppelt wird, sinkt auch der Elan, diese zu implementieren. In meiner Branche erlebe ich es vielfach, dass sich professionelle User dagegen stemmen, im Halbjahrestakt Soft- und/oder Hardware zu aktualisieren, nur um die Kassen der bestimmenden Firmen zu füllen. Das ist für die natürlich kontraproduktiv, weswegen sie sich lieber an die Consumer (kein Schimpfwort) wenden... daher bin ich schon gespannt, ob Apple mit El Capitan etwas geschnallt hat. Ich hoffe es inständig!

Microsofts Office 365 wird auch gut angenommen. Wenn der Preis stimmt - auch kein Wunder. Firmen, die damit täglich Geld verdienen, sind eher bereit, dafür zu zahlen wie Private und Freelancer.
Man zahlt monatlich Telefongebühren - warum soll das Abomodell nicht auch auf Software übertragbar sein.
Die Cloud/Abo-Modelle machen wiederum die "kleinen" Anbieter attraktiv, wie z.B. das obengenannte Affinity, iDraw, Pixelmator etc.

Es findet sich immer jemand, der die Lücken füllt.

Hallo Zone4

Ich bin es voll mit dir eins. Die versuchen ein US Marketing-Modell hier in Europa zu etablieren. Das geht voll in die Hose, das hier die Leute etwas anders ticken als die Amis. Ich hoffe das alle auf die Nase fallen mit deren Clouds.

Immer die neuste Software software auf das Gerät ist der reinste Horror. Ich verkaufe gern meine Stunden um Kunden zu helfen bei Update, aber leider sind die Erneuerungen meisten Verschlechterung und ist mann nur Troubleshouting am machen.

Office setzt Yosemite voraus. (Das Vista von Apple ;-). Aber wenn man sich beschwert wird man nicht für voll angesehen.

Ich sehe nicht ein das ich nur 1 Pfennig ausgeben muss an eine Firma die es nicht fertig bringt um die Deutsche Rechtschreibung & Grammatik-Korrektur in deren Mac Software zu implementieren.

Wenn ich sehe wie tadellos dies für die Europäische Sprachen unter Office für Windows funktioniert fragen ich mich wieso M$ dies für die Apple Software seit Office 1998 nicht fertig bringt.

Dazu kommen noch diverse Rechte Problemen in ein AFP Umfeld. Alles spricht gegen M$!

Ich setzte voll auf NeoOffice mit den Duden als Extension.

[quote=Waldknoblauch]Microsofts Office 365 wird auch gut angenommen. Wenn der Preis stimmt - auch kein Wunder. Firmen, die damit täglich Geld verdienen, sind eher bereit, dafür zu zahlen wie Private und Freelancer.
Man zahlt monatlich Telefongebühren - warum soll das Abomodell nicht auch auf Software übertragbar sein.
Die Cloud/Abo-Modelle machen wiederum die "kleinen" Anbieter attraktiv, wie z.B. das obengenannte Affinity, iDraw, Pixelmator etc.

Es findet sich immer jemand, der die Lücken füllt.[/quote]

... dass Microsoft dann eine Kaufoption in Erwägung zieht. Wenn der Absatz flutschen würde und MS Office ansatzweise so alternativlos wie die CC Suite von Adobe wäre, dann würden sie darüber nicht nachdenken, sondern den User zur Miete zwingen. Wenn sich dann erst genügend Leute in die Abhängigkeit bewegt haben, wird an der Stellschraube des Preises gedreht... versuchen Sie mal ein Downgrade, wenn Ihre Dateien im Zweifelsfall nicht abwärtskompatibel sind. Ein schönes Beispiel ist die Firma Quark, die ihre Quasi-Alleinstellung über Jahrzehnte missbraucht hat, und nun um das Überleben kämpft. Daher hoffe ich, dass ich zukünftig wieder alleine entscheiden kann, ob ich miete oder kaufe. Oder wollen Sie ein Auto auch nur mieten können?