Tablet-Markt weiter in der Krise, iPad-Marktanteil erneut gesunken

30. Juli 2015 13:00 Uhr - sw

Der weltweite Tablet-Absatz ist vorläufigen Zahlen der Marktforschungsfirma IDC zufolge im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 44,7 Millionen Geräte gesunken. Damit steckt der Tablet-Markt weiterhin in der Krise – die Verkaufszahlen sind bereits seit drei Quartalen in Folge rückläufig. Die Experten von IDC führen dies auf längere Nutzungszyklen, verstärkte Konkurrenz durch große Smartphones und ultrakompakte Notebooks sowie den Umstand, dass auch ältere Geräte noch mit Updates versorgt werden, zurück.


Tablet-Marktanteile, zweites Quartal 2015, IDC

Weltweiter Tablet-Absatz erneut rückläufig.
Bild: IDC.



Auch Marktführer Apple hat mit diesen Problemen zu kämpfen. Bereits seit sechs Quartalen sinkt der iPad-Absatz. Im vergangenen Quartal ging er um 17,9 Prozent von 13,3 auf 10,9 Millionen Stück zurück. Apples Marktanteil sank laut IDC von 27,7 auf 24,5 Prozent. Samsungs Tablet-Absatz fiel von 8,6 auf 7,6 Millionen Geräte, der Marktanteil von 18 auf 17 Prozent. Marktanteilsgewinne verzeichneten hingegen Lenovo (von 4,9 auf 5,7 Prozent), Huawei (von 1,7 auf 3,7 Prozent) und LG (von ein auf 1,6 Prozent).

Für den Herbst werden verbesserte iPads erwartet, auch über ein Modell mit 12,9-Zoll-Display wird spekuliert. Als Neuerungen sind schnellere Prozessoren, die Force-Touch-Technik und ein dünneres und leichteres Design beim iPad mini im Gespräch.

Kommentare

Es wäre schön, wenn man die Weiterverwendung von älteren Geräten auch mal unter "Nachhaltigkeit" zusammenfassen und unterstützen würde, statt ewig mit Absatzzahlen um die Gunst der Aktionäre und Vodoo-Analysten zu buhlen. Apples Produktpolitik geht gerade eindeutig in die falsche Richtung: Auf der einen Seite ach-so-umweltfreundlich, auf der anderen Seite Gerät wegschmeissen wegen RAM-Upgrade.

Finde ich nicht! Gerade durch die lang erhältlichen Updates kann man die Geräte länger nutzen. Nur wenn man das Gefühl hat, es würde langsam werden, kann man ein neues kaufen. Somit ist die Langlebigkeit doch gegeben.

Ich habe immer noch das iPad zwei - gekauft, als der nachfolger erschien.

Das ärgert zwar die Aktionäre, mich aber freut es, dass das Gerät immer noch alles kann - wie am ersten Tag.
Spannend wäre es, wenn der Anteil der Geräte in Betrieb erfasst würde evtl auch mit Nutzungsdauer - dann würde imho der Anteil des iPad eher steigen ...

aber das will ja wieder keiner wissen auf dem "markt"

Die Bauqualität der iPads ist erstaunlich. Alle meine alten iPads laufen nach wie vor ohne Probleme. Mein iPad 1 bei meiner Tante, mein iPad 2 bei meinem Schwiegervater, mein iPad Air bei mir. Den einser hatte ich nur ersetzt weil ich die Kamera wollte, den zweier weil mein Schwiegervater einen wollte.

Ich muss immer lachen, wenn ich Begriffe wie nachhaltig oder umweltfreundlich in Zusammenhang mit Produkten lese. Umweltfreundliche Produkte gibt es nicht. Selbst für einen Holzstuhl muss ein Baum gefällt werden. Und nachhaltig könnte ein Produkt allerhöchstens dann sein, wenn seine Nutzungsdauer der Entstehungsdauer seiner Rohstoffe entspräche. Beim erwähnten Holzstuhl müssten das - je nach Holzart - 30 bis 100 Jahre sein, bei einem Elektroprodukt müsste die Nutzungsdauer etliche Millionen Jahre betragen.

Davon ab: Ich fahre mit der Auslaufmodellstrategie bei Handys, Computern, Autos und Klamotten preislich und leistungsmäßig sehr gut. Heutige Nachfolgemodelle werden doch eher - ausgehend von einem hohen technischen Niveau - marginal verbessert.