Umfrage: Wünschen Sie sich jedes Jahr eine neue OS-X-Version?

25. Aug. 2015 11:30 Uhr - Redaktion

Jedes Jahr eine neue OS-X-Version – zu diesem Schritt hat sich Apple 2011 entschlossen, um Anwendern neue Funktionen schneller zur Verfügung stellen zu können. Dies klingt erst einmal verlockend und spannend und wird einem Hersteller, der Innovation auf seine Fahnen geschrieben hat, nur gerecht. Doch andererseits kann ein jährlicher Veröffentlichungszyklus auch negative Begleiterscheinungen haben.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Softwarequalität von OS X in den letzten Jahren gelitten hat. Zwölf Monate sind in der Betriebssystementwicklung – es geht schließlich um eine hochkomplexe Software mit mehreren Millionen Zeilen von Quellcode - ein relativ kurzer Zeitraum. Durch einen jährlichen Release-Zyklus bleibt häufig nicht genügend Zeit, um die Neuerungen ausgiebig zu testen, Fehler zu korrigieren und Ecken und Kanten zu glätten.

OS X El Capitan

Jedes Jahr eine neue OS-X-Version - El Capitan kommt im Herbst.
Bild: Apple.



Das Ergebnis sind zum Teil gravierende Fehler bei der Einführung neuer OS-X-Versionen. Beispielsweise gab es bei OS X Mavericks zu Beginn erhebliche Probleme mit Apple Mail, während bei OS X Yosemite das WLAN-Desaster erst mit der Version 10.10.4 endgültig behoben wurde. Das Resultat: verärgerte und frustrierte Anwender, negative Schlagzeilen für Apple. Doch damit nicht genug. Jedes Jahr eine neue OS-X-Version zieht ständige Anpassungen bestehender Software seitens der Entwickler – nicht selten als kostenpflichtige Upgrades - und ständige Umlernprozesse seitens der User (Änderungen am Workflow infolge neuer, geänderter oder weggefallener Funktionen) nach sich.

Wie sehen unsere Leserinnen und Leser diese Frage? Möchten Sie möglichst frühzeitig in den Genuss neuer Funktionen kommen oder sind Sie der Ansicht, dass sich Apple bei der Entwicklung künftiger OS-X-Versionen mehr Zeit lassen sollte? Dazu unsere neue Umfrage: Wünschen Sie sich jedes Jahr eine neue OS-X-Version?

Kommentare

Das Aufrüsten auf eine neue OS-Version gleich nach Veröffentlichung ist mir zu riskant. Die im Artikel angegebene Beispiele sind Beleg dafür. Ich rüste zwar auch alle Jahre auf, aber immer erst kurz vor Veröffentlichung der nächsten Version. Da sind die Bugs eliminiert. So hinke ich halt immer ein Jahr hinterher. Aber dafür bin ich auf der sicheren Seite. – Wenn ich allerdings einen neuen Mac brauche, dann komme ich normalerweise nicht um das neuste OS herum, weil die Hardware nur durch dieses unterstützt wird.

Ich persönlich bezweifle, ob sich Apple mit der jetzigen Strategie wirklich einen Gefallen tut. Natürlich: Marketingler brauchen ständig irgendeine Neuerung, die sie aktiv bewerben können, auch bei Apple. Apple generiert dadurch außerdem Schlagzeilen und Releases im Herbst vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft sind gut für den Umsatz.

Aber Hand aufs Herz: Mavericks und Yosemite kamen beide verfrüht auf den Markt und waren verbuggt. Es war schlichtweg ein Desaster, wenn man die negativen User-Berichte und Pressemeldungen zugunde legt. In Mavericks gab es monatelang Probleme mit Mail und bei Yosemite waren die Konnektivitätsprobleme mit WLAN ein Super-GAU. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Gimmicks, sondern von elementarsten OS-Features, die einfach funktionieren MÜSSEN. Hier hat Apple versagt. Der Spruch "Neues MacOS? Wartet erst drei, vier Updates ab" ist doch inzwischen Usus in der Gemeinde.

Alle 24 Monate ein neues OS X reicht völlig aus. Zwischendrin, d. h. nach 12 Monaten, könnte Apple ja ein kleines Feature-Update mit zwei, drei Neuerungen bringen, um der Innovation gerecht werden. Achja die Innovation: Quantensprünge sind bei Desktop-Betriebssystemen nach 30 Jahren Entwicklung kaum mehr zu erwarten. Das, was OS X 10.11 bietet, rechtfertigt eigentlich kaum einen neuen Namen, sondern ist vielmehr eine Art überfälliger Service Pack für Yosemite. Aber da sind wir wieder beim Thema Marketing.

Ich glaube Anwender und Entwickler auf der einen und die Marketingler und Vertriebsleute auf der anderen Seite bewerten die Geschichte völlig anders. Aber da ich Anwender bin sage ich ganz klar: Ich will und brauche nicht jedes Jahr eine neue OS X Version. Ich will ein stabiles, zuverlässiges OS auf ausgereifter Hardware, um damit in Ruhe effektiv arbeiten zu können!

fand ich gut: Anstelle eines "neuen" OS eine verbesserte version der bestehenden - mit ein wenig Zückerchen obendrauf.
So, wie das jetzt wohl wieder mit dem Capitän geplant ist.

Ich hätte auch nichts dagegen, wenn nur alle drei Jahre eine "ganz neue" Version erscheinen würde, dann halt mit zwei "Verfeinerungsstufen" (die gern auch neue Features mitbringen dürfen - aber eben die Arbeitsabläufe nicht verändern).

Warum jedes Jahr "alles neu" dranstehen muss, erschließt sich mir eh nicht - ein "Funktioniert einwandfrei" würde mir besser gefallen

Nein. Sondern die Entwicklung von soliden Betriebssystem, die belastungsstabil sind und nicht mit heißer Nadel mit dem Blick auf Konkurrenz geklöppelt worden sind.

Seit OS 10.9 hab ich immer wiederkehrende, unerklärlichiche Problem mit dem Mac.

Das neueste ist das Anzeigen von PDF-Dateien im Apple-Mailprogramm als Fragezeichen, worauf AppleCare bei Nachfrage erklärte, man möge mal da OS 10.11 abwarten.

Weniger Killefitt sondern mehr Solidität.

Es ist ein absoluter Quatsch was Apple da macht. Jedesmal 250 neue Features, aber 500 neue Bugs.

Das ständige Umkrempeln von System Ressourcen. Drucker/Scanner Treiber die neu gemacht werden müssen weil sonnst nicht mehr geht. Server Anbindungen die nicht mehr sauber laufen (SMB & FTP). Dies demotiviert viele Hersteller von Drittprodukten und mann sieht das viele gar nicht mehr interessiert sind für Apple etwas zu programmieren. Die Lösung von Apple ist auch nicht hilfreich, weil dies ist nur für den Consumer-User interessant. Es nervt das ständig Teile von das BSD Unix entfernt werden und dass mann diese nichtmal mehr über den CLI konfigurieren kann.

All den neuen Snicksnack braucht niemand ausser die Marketing Leute die wieder ihre Target holen müssen.

Was ich schade finde ist das wir als User nicht klar informiert werden über die langfristige Ziele von Apple. Am liebsten wurde ich von Tim Cook das er am liebsten keine Business User mehr bedienen möchte und nur noch Barbie Spielzeug erstellen möchte. Wenn ich zurückblicke auf was die letzt 4 Jahre passiert ist kann ich nur folgendes feststellen.
1) Möglichst weg von Seriöse Lösungen für Business User
2) Viel kosmetischer Änderungen die niemand fragt und für viele Benutzer eher eine Verabscheuung sind.

Gern wurde ich sehen das es mal ein Käufer-Boykot geben wird damit die Leute mal abgestraft werden für diese unsinnige Verschlechterungen. Leider gibt es wenig alternative; das Windows 10 ist ein No-Go und ein Ubuntu ist nicht Consumer-Reif

Gérard

[quote=Gerard_Dirks]Ich möchte zurück zu der Qualität von 10.6.8[/quote]Wahrscheinlich schreien die Leute in drei Jahren nach einem OS - Release in der Qualität vom 10.9.
Ich habe letzte Woche noch einen Installer dafür geschnorrt, weil ich bei den Betriebsystemen weiterhin schwarz sehe.

Gruß Uli

...Apple: ein Update-Cycle von 2 oder auch 3 Jahren ist völlig ausreichend! Alle User, die ich in den letzten eineinhalb Jahrzehnten geworben habe (und das sind einige, ganz freiwillig ohne Provision!) sind umgestiegen, weil sie weniger Probleme haben wollten, und nidht wegen irgendwelcher neuen Features.

Ich habe zu Hause 5 Macs täglich unter 9.2.2., 10.6.8, 2x10.8.5 und 10.10.3 zu laufen. Ich brauche weder Handoff noch vollständige Synchronisation aller Daten. Mir reicht die Funktionalität von 10.6.8 immer noch, und 10.10.4 habe ich nur, weil es darunter am neuen Mac Pro nicht geht.

Aber ich möchte ein OS OHNE NERVENDE BUGS!

KAPIERT ES ENDLICH!

Mac-User seit 1999

Ich bin Mac User seit 1992 und seit dem es die Updates jährlich gibt kann man wirklich sagen dass die Qualität entscheidend darunter leidet.
Es währe völlig ausreichend wenn man alle 2 Jahre ein "großes" Update bekommt. Es braucht ja auch seine Zeit um sich mit all den neuen Funktionen vertraut zu machen.

Alle zwei Jahre ein neues OS reicht vollkommen aus. Und so wie die Umfrage läuft, sind wir in der deutlichen Mehrheit.

Die schlechte Publicity wegen unausgereiften OS-Versionen hat sich Apple selbst eingebrockt. Aber leider ist Apple da in guter Gesellschaft. Die meisten neuen Betriebssysteme, Anwendungen und auch Spiele erscheinen als unfertige Produkte, die noch etliche Updates brauchen, bis sie wirklich einsatzbereit bzw. spielbar sind.

Apple sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen und wieder Qualität vor Release-Terminen stellen. Was nützt jedes Jahr ein neues OS, wenn es wegen Bugs wütende User und negative Schlagzeilen in der Presse gibt?

OS X Yosemite wurde erst mit dem Update auf OS X 10.10.4 halbwegs ausgereift - neun (!!) Monate nach der Markteinführung. Das wirft kein gutes Licht auf Apple und das Unternehmen sollte seine Strategie diesbezüglich dringend überdenken.

Nicht nur mir fehlen noch einige Funktionen und Verbesserungen, die mit Zusatzprogrammen ausgeglichen werden müssen, die Kosten und ab und an Kompatibilitätsprobleme verursachen. Da wäre eine Lösung von Apple besser. Je länger man auf eine Verbesserung des Betriebssystems warten muss, desto schlechter. Apple hätte genug Geld, das noch besser im jährlichen Rhythmus umzusetzen. Es ist wahrscheinlich, wenn dieser Mindestabstand vergrößert würde, dass dann noch mehr Fehler eingebaut würden und die Konkurrenz Vorteile durch eigene schnellere Updates im Markt hätte.

Ich bin Apple User seit 1979 und Mac User seit 1985 und es geht mit furchtbar auf den Keks das es jedesmal mehr Verschlechterungen als Verbesserungen gibt.

Auf Test Rechner habe ich immer die aktuellste Beta Versionen aber meine Arbeitspferde arbeiten noch immer mit 10.8.5 und 10.9.5. Mein Haupt Server ist noch immer auf 10.6.8 (alle andere Server 10.8, 10.9, 10.10 & und 10.11) sind alles kastrierte server. fairer weisse darf ich 10.11 nicht in die Bewertungen mitnehmen aber ich habe noch nichts von versprochene Verbesserungen bemerkt.

Was mich an meisten stört ist das der Workgroupmanager seit 10.10 liquidiert worden ist. Apple vertröstet und mit den Profile-Manager aber dies ist ein Spielzeug für iOS devices und kaum durch ein Business User zu verwenden.

Bravo Apple, geh nur weiter so, in 5 Jahre habt ihr nur noch Home User als Kunde!

Ich kann mich allen meinen Vorkommentatoren nur anschließen: 10.6.8 war das letzte OS, das zuverlässig und vorhersehbar funktionierte.

Ich kämpfe seit 10.7 bis heute mit nicht vorhersehbarem Verhalten von OS X Server - alles scheint mal zu gehen und dann mal nicht.
Mein privates Arbeitspferd unter 10.10.x hängt sich spätestens nach einer Woche auf oder wenn ich sehr viele Netzwerkverbindungen öffne - was als Admin von ca. 40 OS X Servern schon mal vorkommt.

Alles was File-Sharing angeht - AFP als auch SMB - ist seit 10.7 nur noch auf "Kindergarten"-Niveau. Es treten reihenweise Fehler mit Zugriffsrechten auf, teilweise werden die Shares nicht gefunden, etc. - aber alles zufällig. Wenn man einen Server beim Kunden konfiguriert hat, kann man sich nicht sicher sein, dass alles wie geplant auch morgen noch funktioniert. Seit 10.7 lassen wir Server spätestens nach 1 Monat autmatisch neustarten - sonst gibt es Probleme - unter 10.6 war das nicht nötig - 150-200 Tage Uptime war da keine Seltenheit.

Bugreports über Server-Probleme werden von Apple nach !!6 Monaten!! mit der Meldung beantwortet man solle mal 10.11Beta 7 versuchen. Wenn man Klingeltöne nicht auf iPhone laden kann, gibt es nach 8 Tagen ein iOS Update. Man sieht also wo die Prioritäten liegen.

Wer sein OS X 10.7 bis 10.10 immer Abends ausschaltet und "nur" die Standard-Büroarbeit macht - merkt von den oben genannten Problemen eigentlich nichts. Die Oberfläche von Yosemite gefällt mir sehr gut, aber leider sind zu viele Fehler unter der Oberfläche.

Ich kann nur noch einmal betonen: 10.6.8 war extrem stabil und zuverlässig - alles danach war nur noch Müll und zur Fehlerbehebung war keine Zeit, da man ja die neuen Features für das nächste OS programmieren musste.

Apple hat die Geschäftskunden vollständig aus dem Fokus verloren.

Mein Vorschlag: Wenn Apple es nicht lassen kann, dann jedes Jahr ein OS Update (als Spielwiese) aber jedes dritte OS Update wird ein Langzeit-Support-OS, also Fehlerbehebung und Sicherheitsupdates für mindestens 4-5 Jahre. So können Profis immer von einem seriösen OS auf das nächste Updaten.

Keine Firma braucht jedes Jahr ein neues OS X mit irgendwelchen Spielereien. In Unternehmen müssen Macs als Arbeitspferde zuverlässig, stabil und jederzeit verfügbar laufen. Alle drei bis vier Jahre ein neues OS X mit Langzeitsupport für Firmen (nur Sicherheitsupdates und kritisches Fixes), das wärs!

Es gibt in der Tat Hoffnung:

1) Ist aus Entwicklerkreisen zu hören, dass sich Apple seit einiger Zeit verstärkt um Bug-Fixes kümmert.

2) IBM. Man mag es kaum glauben, aber IBM ist für mich DIE große Hoffnung, dass Apple dem Thema "Mac im Business" wieder mehr Aufmerksamkeit schenkt. IBM will selbst bis zu 200.000 Macs pro Jahr anschaffen und anderen Unternehmen bei der Integration von Macs in bestehende Infrastrukturen helfen. Da stehen die Themen Netzwerkprotokolle, Datenaustausch und Server ganz oben auf der Liste. Meine Hoffnung ist, dass wenn IBM diesbezüglich auf Probleme in OS X stößt, dann mit Nachdruck bei Apple auf Fixes drängen wird. Und ich denke wenn IBM einen Fehlerbericht bei Apple abgibt, dann hat das ein ganz anderes Gewicht als ein Bug-Report einer Einzelperson.

Neue Betriebssystemversionen werden von Softwareanbietern gern genutzt, auch neue Versionen herauszubringen, die dann jedesmal wieder Geld kosten. Deshalb bleibe ich solange wie möglich beim ältest möglichen Betriebsystem.
Alle drei Jahre eine neue Version würde reichen, oder vielleicht wie jetzt Windows 10: keine neuen Versionen mehr, sondern laufende Verbesserungen und Featureerweiterungen.