Bericht: Sprachassistent Siri kommt auf den Mac

24. Febr. 2016 18:30 Uhr - sw

Im Jahr 2011 hat Apple zusammen mit dem iPhone 4s den Sprachassistenten Siri eingeführt. Seitdem gab es immer wieder Spekulationen über eine Integration von Siri in OS X. Neuesten Gerüchten zufolge soll es in diesem Jahr endlich soweit sein.

Das berichtet die Web-Site 9to5Mac, die in der Vergangenheit mehrfach mit zuverlässigen Informationen über künftige Apple-Produkte aufwartete. Demnach soll die nächste Generation des Mac-Betriebssystems, OS X 10.12, mit dem Sprachassistenten ausgerüstet sein. Die Ankündigung von OS X 10.12 wird für die diesjährige Apple-Entwicklerkonferenz im Juni erwartet.

Siri

Sprachassistent Siri wird Gerüchten zufolge auf dem Mac Einzug halten.
Bild: Apple.com.



Siri werde sich wahlweise über ein Symbol in der Menüleiste, ein frei definierbares Tastaturkürzel oder über den von iOS-Hardware bekannten Sprachbefehl "Hey Siri" aktivieren lassen, so 9to5Mac. Dem Bericht zufolge wird nach der Aktivierung in der rechten oberen Displayecke die Siri-Oberfläche eingeblendet, die durch eine Wellenformanzeige eine laufende Spracherkennung signalisiert. Die Konfiguration von Siri soll über die Systemeinstellungen erfolgen. Welche Funktionen bzw. Befehle der Sprachassistent unter OS X unterstützen wird, dazu machte die Web-Site keine Angaben.

OS X 10.12 läuft bei Apple angeblich unter dem Codenamen "Fuji" und soll außerdem Leistungsverbesserungen und kleinere Optimierungen an der Benutzeroberfläche bieten. Mit der Finalversion des neuen Mac-Betriebssystems rechnet 9to5Mac für den Herbst. Bislang ist OS X lediglich mit einer Diktatfunktion ausgestattet. Siri ist derzeit auf iPhone, iPad, iPod touch, der neuen Apple-TV-Generation und Apple Watch verfügbar.

Kommentare

Siri für OS X fände ich eine ziemlich sinnvolle Ergänzung. Ich nutze bereits die Diktierfunktion von OS X sehr häufig. Wenn ich nun auch am Mac - wie schon am iPhone - Siri mit Befehlen und Abfragen beauftragen könnte, wäre das eine feine Sache. Und davon würden vielleicht auch Menschen mit Behinderungen profitieren!

Schade, Uli, dass du inzwischen fast jede Neuerung, die Apple einführt als negativ erachtest. Es ist wahrlich nicht alles Gold bei Apple was glänzt, aber wenn OS X für dich inzwischen ein "No Go" ist, dann solltest du einen Wechsel der Plattform in Erwägung ziehen. Mit einer "Bin gegen alles" Einstellung kommt man nicht weiter.

[quote=Jim]Schade, Uli, dass du inzwischen fast jede Neuerung, die Apple einführt als negativ erachtest. Es ist wahrlich nicht alles Gold bei Apple was glänzt, aber wenn OS X für dich inzwischen ein "No Go" ist, dann solltest du einen Wechsel der Plattform in Erwägung ziehen. Mit einer "Bin gegen alles" Einstellung kommt man nicht weiter.[/quote]Vielen Dank für Deine konstruktve Kritik.

Tatsächlich ist es so, das die meisten Neuerungen, die von Apple eingeführt wurden, mich kalt lassen, weil ich einfach ein solides, logisch zu administrierendes Betriebsystem für nur eine Hand voll Programme brauche. Diese sogenannten Innovationen lassen die Performance erlahmen, und deren Systemroutinen erzeugen mitunter viele Querschläger. Ich habe seit 10.6.8 noch keinen neuen Reisser für meine Aktivitäten, aber sehr viele Effizienzbremsen von Apple geliefert bekommen.
Ich habe nichts gegen Neuerungen, welche die User erfreuen und ihre Arbeit effizienter und angenehmer gestalten lassen !!!
Ich bin nur dagegen, wen alle User an diesen sogenannten Innovationen teilhaben müssen, die einiges an Stabilität und Recourcen fordern, und man als Nichtbenutzer nicht den geringsten Nutzen davon hat. Deswegen vertrete ich immer den Standpunkt, das diese Funktionen löschbar, deaktivierbar oder wie auch immer konstruiert werden, damit man als einfacher Workstation-User nicht von diesen Zusatzfunktionen ausgebremst oder anders beeinträchtigt wird.

Wechsel der Plattform ist eine Super Idee von Dir, da denke ich schon seit Jahren intensiv drüber nach. Windows ist keine Alternative, die arbeiten ähnlich, und das für eine andere Zielgruppe. Ich nutze Logic, ProTools, CS5 und einigen anderen Kleinkram, hast Du einen guten Vorschlag? Von dem Kleinkram gibt es schon einiges für Linux, aber sonst ... Das ist der Grund, warum ich hier bin, und meinen Wunsch äussere, Apple möge diese "neue Funktion" so gestalten, dass sie "löschbar" ist - also nicht zwingend im System notwendig vorhanden. Siri aus dem OS nicht loswerden zu können wäre schon megaheftig in meinen Augen.
Meine "Bin gegen alles" Einstellung, wie Du es nennst, hat mich schon vor viel Schaden und Ärger bewahrt, dazu kann man hier in Forum regelmäßig die Anfragen nachlesen.
Ich hoffe, Dir meine kritische Einstellung gegenüber Neuerungen etwas erläutert zu haben, und das wir in Zukunft weiterhin sachlich diskutieren :-)

Gruß Uli

... genauer: An meinem festen Arbeitsplatz, daheim im "Einzelbüro", da kann ich mir Siri als nützliche Weiterung durchaus vorstellen. Sehr gut sogar.

Ganz im Gegensatz zum Telefon in der Öffentlichkeit: Hier hört mir (ausser Siri) niemand zu, und weiß, was ich grad suche oder beauftrage.

Also, gute Sache

aber in der Öffentlichkeit finde ich es immer bescheuert wenn die Leute mit ihren Handys oder Computer reden!

Ih sehe es ähnlich wie Uli. Ich brauche ein System mit einem soldien Kern, der zuverlässig funktioniert. Das war ja lange das, was man über Apple-Produkte (Hard- und Software) immer sagen konnte: it just works.

Bei den neuen Versionen unterscheide ich daher zwischen tatsächlich innovativen neuen Funktionen, die es vorher nicht gab, und Extras, die das Erledigen von bestimmten Aufgaben, wie z.B. die Kommunikation mit dem Gerät, auf anderem Wege ermöglichen aber an sich nichts Neues liefern. Ich kann - wie Uli wohl - mit Tastatur, Maus und Trackpad schon sehr effektiv mit meinem MacBookPro kommunizieren. Siri ist für mich - auch auf dem iPhone - keine wirklich neue Funktion. Wer es mag, kann es haben, aber ich hoffe - wie Uli - das mein System nicht verlangsamt wird.

Meine Kommunikation mit anderen Menschen erfolgt hauptsächlich _nicht_ digital: Nichts kann das persönliche Gespräch - auch am Telefon - ersetzen, wobei Email & Co schon gut unterstüzen können. Eine Wirkliche Begegnung muss sein - auch im beruflichen Kontext. Ich will mit Menschen reden, aber nicht mit Geräten.

Just my two cents...