Apple-Quartalszahlen: Erster Umsatzrückgang seit 13 Jahren erwartet

26. Apr. 2016 12:15 Uhr - Redaktion

Mit Spannung blicken Anleger, Journalisten und Finanzexperten am heutigen Abend auf Apple. Der kalifornische Computerpionier wird um 22:30 Uhr MESZ die Zahlen des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2016 veröffentlichen und voraussichtlich den ersten Umsatzrückgang seit rund 13 Jahren bekannt geben. Daneben wird mit einem Minus bei Gewinn und iPhone-Absatz - dem ersten überhaupt in der Geschichte des Smartphones - gerechnet.


iPhone 6s und iPhone 6s Plus

Der iPhone-Absatz soll erstmals in der Geschichte des Smartphones zurückgehen.
Foto: Apple.



Die Analysten gehen im Durchschnitt von einem Umsatz in Höhe von 51,97 Milliarden Dollar, einem Gewinn von zwei Dollar je Aktie und etwa 51 Millionen verkauften iPhones aus. Der Mac-Absatz ist laut einer Prognose der Marktforschungsfirma Gartner leicht von 4,56 auf 4,61 Millionen Geräte gestiegen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 erwirtschaftete Apple Einnahmen von 58 Milliarden Dollar und einen Profit von 2,33 Dollar pro Anteilsschein. Damals wurden 61,1 Millionen iPhones und 12,6 Millionen iPads verkauft. Beim iPad wird ein erneuter Rückgang der Verkaufszahlen erwartet.

Weitere Details zum Geschäftsverlauf im letzten Quartal wird Apple in einer telefonischen Bilanzpressekonferenz mit Analysten und Journalisten erläutern, die ab 23:00 Uhr MESZ als Audio-Livestream ausgestrahlt wird. Apples Geschäftsjahr weicht traditionell vom Kalenderjahr ab. Das zweite Quartal des Apple-Geschäftsjahres 2016 begann am 27. Dezember und wurde Ende März abgeschlossen. MacGadget wird heute ab 22:30 Uhr MESZ über die neuesten Apple-Quartalszahlen berichten.

Kommentare

Fürchte aber, das wird ein sehr langer quälender Abschied für Apple, bis sie sich zum hippen Auto- und Flugzeugkonzern umgekrempelt haben.

Mac OS X wird dann hoffentlich noch rechtzeitig Open Source ...

Ich bin mit dir einer Meinung, dass Apple zu wenig für Macs tut - und das seit Jahren.

Vielleicht wäre die Auslagerung der Mac-Sparte in eine eigenständige Apple-Tochterfirma die Lösung? Mit den richtigen Leuten an der Spitze, die technischen Sachverstand besitzen und ein Ohr für die Wünsche der Kunden haben, wäre das meiner Meinung nach durchaus ein kluges Konzept für die Zukunft. Apple ist ein Gigant und Tim Cook kann sich nicht mehr um alles kümmern. Es scheint mir ohnehin so als ob Cook sich momentan mehr um sozialpolitische Themen, Umweltschutz, "iCar" etc. als um die Kernprodukte kümmert.

[quote=Hannes]
Vielleicht wäre die Auslagerung der Mac-Sparte in eine eigenständige Apple-Tochterfirma die Lösung?[/quote]

Ja das wäre eine gute Idee! Aber scheinbar glaubt Apple tatsächlich noch, dass sie alles richtig machen ... In Wirklichkeit haben sie aber bereits den Überblick verloren. Denn ihr Herzblut stecken sie in Produkte, die überhaupt nichts mehr mit dem Mac zu tun haben!

Gerade der Mac bietet doch gehöriges Wachstumspotential. Der Mac hat nur 7% Marktanteil, während 90% der Kisten noch mit Windows laufen. Warum Apple vor diesem Hintergrund nicht aggressiver beim Mac agiert, ist mir rätselhaft. Es muss häufiger Hardware-Aktualisierungen geben. Es müssen Innovationen her. Neue Schnittstellen und Prozessoren schneller integriert werden. Features wie SIM-Kartenslot und Touch ID auch für den Mac angeboten werden. Und es muss endlich wieder mehr für den Einsatz des Macs im geschäftlichen Umfeld / in Unternehmen getan werden. Stichwort Server. Sichtwort Langzeitsupport für OS X Versionen. Stichwort erweiterbare Macs.