Web-Browser Firefox in Version 46 erschienen – Unterstützung für alte OS-X-Versionen eingestellt (Update)

26. Apr. 2016 17:00 Uhr - Redaktion

Die Mozilla Corporation hat heute den Web-Browser Firefox in der Version 46 (87 MB, Deutsch) veröffentlicht. Wichtigste Änderung: die Unterstützung für die Betriebssysteme OS X Snow Leopard, OS X Lion und OS X Mountain Lion wurde eingestellt. Firefox 46 setzt mindestens OS X Mavericks voraus.

Der Hersteller begründet den Schritt unter anderem mit der geringen Verbreitung dieser Betriebssysteme unter Firefox-Nutzern. Zudem habe man nicht die Ressourcen, um Firefox für die alten Mac-Betriebssysteme ausgiebig zu testen.

Firefox

Firefox: Version 46 steht zum Download bereit.
Bild: Mozilla Corporation.



Zu den weiteren Neuerungen in Firefox 46 gehören Behebung mehrerer Sicherheitslücken (darunter einige als kritisch eingestufte Schwachstellen), erweiterte Unterstützung für Web-Standards wie HTML, CSS, JavaScript, WebRTC sowie WebGL, Stabilitätsoptimierungen, verbesserte Sicherheit bei der JavaScript-Ausführung, Fehlerkorrekturen sowie diverse Verbesserungen für die Entwicklerwerkzeuge. Die neue Version ist auch über die in dem Programm integrierte Aktualisierungsfunktion (Menü "Firefox" => "Über Firefox") erhältlich.

Die für die Langzeitnutzung konzipierte, ab OS X Snow Leopard lauffähige Version 45 ESR soll noch bis Jahresende mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten Nutzer von OS X Snow Leopard, OS X Lion und OS X Mountain Lion einen Umstieg auf eine neuere Betriebssystemversion in Erwägung ziehen, da auch der Google-Browser Chrome inzwischen mindestens OS X Mavericks voraussetzt und Apple keine Sicherheitsupdates mehr für OS X Snow Leopard, OS X Lion und OS X Mountain Lion bereitstellt.

Nachtrag (28. April): Entgegen der ursprünglichen Ankündigung von Mozilla lässt sich Firefox 46 unter OS X Snow Leopard, OS X Lion und OS X Mountain Lion einsetzen. Die Entscheidung, die Unterstützung für ältere OS-X-Versionen einzustellen, sei zwar getroffen worden, werde jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt, teilte das Unternehmen auf Anfrage von MacGadget mit.

Kommentare

Ich hatte schon befürchtet, dass sich die Entwicklergemeinschaft nun der gängigen Praxis der großen Konzerne anschliesst, um Investitionsdruck aufzubauen. Dann wäre es wohl ein Fall für TenFourFox geworden... denn viele möchten sich dem Diktat der Industrie nicht unterwerfen, nur um deren Shareholder noch reicher zu machen. Aus sehr guten Gründen sehe ich keine Veranlassung für viele, ein "Running System" und einen funktionierenden Workflow zu ändern, um dazu noch massiv in neue Hard- und Software investieren zu müssen.

Dann lese ich die Zahlen der Quartals-Bilanz von Apple und bin schockiert: da können sich wohl einige nicht mehr den fünften Bentley leisten ;-)

Andere stoßen ihr gesamtes Paket ab und verdienen daran nach eigenen Aussagen 2 Milliarden $: wenn die Sogwirkung ihren Effekt geleistet hat, steigen sie wieder ein und verdienen auch daran. Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor, wenn wirtschaftliche Interessen vor der eigentlichen Leistung eines Unternehmens wie Apple rangieren, nämlich Produkte zu kreieren, die einen Mehrwert für den Benutzer ergeben. Sollte dann tatsächlich die aktuelle Führung des Konzerns den in die Grütze reiten, wäre wie vor zwei Jahrzehnten die Chance gegeben, diesen neu auszurichten, hoffentlich dann in eine Richtung, die Steve Jobs gefallen hätte.

Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall...