Erweiterung für Fotos-App ermöglicht Übergabe von Bildern an externe Editoren

06. Mai 2016 11:45 Uhr - sw

Zu den größten Kritikpunkten an der Fotos-App von OS X gehört die fehlende Anbindung an externe Editoren. Ganz im Gegensatz zum Vorgänger iPhoto, der Bilder zur Bearbeitung an andere Anwendungen übergeben kann. Eine kostengünstige Erweiterung ergänzt das Feature in der Fotos-App.




"External Editors For Photos" (Mac-App-Store-Partnerlink) ermöglicht die Übergabe von Fotos an beliebige Anwendungen. In anderen Bildbearbeitungsprogrammen vorgenommene Änderungen werden automatisch in der Fotos-Mediathek gespeichert – unter Beibehaltung aller Metadaten. Eine Rückkehr zur Originalversion ist nach Angaben des Entwicklers Karsten Bruns jederzeit möglich.

Die Erweiterung kann Fotos vor der Übergabe auf Wunsch in die Formate TIFF oder JPEG konvertieren. "External Editors For Photos" kostet 0,99 Euro und setzt OS X El Capitan voraus. Der Zugriff auf die Funktion erfolgt über den Bearbeitungsmodus der Fotos-App unter dem Menüpunkt "Erweiterungen".

Kommentare

... für mich als durch die Fotos-App genervten Adobe Photoshop Elements Anwender (mit iPhoto), der plötzlich sein Programm nicht mehr verwenden konnte, weil Apple den Aufruf von externen Editoren (per rechter Maustaste) wegrationalisiert hatte (die Dumpfbacken, sorry).

Jetzt sind es ein paar Klicks mehr, aber es geht wieder und das extern bearbeitete Foto wird dann wieder passend in der Fotos App abgelegt.

Für den, der mit den in der Fotos App gebotenen Möglichkeiten nicht zurecht kommt, sehr zu empfehlen.

Schöne Grüße aus München, der kleinen, gemütlichen Großstadt.

Mit "Fotos" hat Apple auch die Schnittstelle als Plugin etabliert, die ich sehr gut finde.
Während kleinere Software-Schmieden auch in der Lage sind diese bereits zu nutzen, wie z.B. Affinity, etc. verpennen gerade die großen Anbieter wie Adobe diese Systemintegration.
Sicher ist die alte Methode von iPhoto unabhängiger vom Dritt-Programmen, ist dafür aber destruktiv ausgelegt, während der neue Weg hier immer auch den Rücksprung zum Original erlaubt.

Per Öffnen-Speichern-Dialog oder auch per drag'n'drop hat man immer noch die Möglichkeit Bilder aus der Fotos Bibliothek in externen Programmen zu bearbeiten und diese als neue Bildversion später wieder in Fotos zu importieren.
Das hat den Vorteil, dass ich mit dem Drittprogramm die nativen Dateien außerhalb bearbeiten, während ich die jeweilige finale Version dann in Fotos betrachten, verteilen oder auch weiter bearbeiten kann.

Wie gesagt, es liegt letztendlich jetzt an den Herstellern der Software die neue Plugin-Schnittstelle auch zu nutzen.
Bei Adobe habe ich speziell wenig Hoffnung, da sie immer ihr eigenes Ding machen wollen (was sie bei der Marktmacht halt auch können).
Innovationen und schnelle Adaption neuer Funktionen findet man jedoch eher bei den kleinen, feinen Software-Entwicklungen.

vg.

Die anfangs noch fehlende Möglichkeit zum Bearbeiten in externen Bildbearbeitungsprogrammen hat Apple längst nachgeliefert, und Programme wie das Creative Kit von MacPhun oder Affinity Photo nutzen sie schon seit langem. Das Geniale an dieser Schnittstelle ist, dass die Editoren ihre Änderungen nur als Datenbankeintrag in Fotos.app speichern, sodass man nach Änderungen auch wieder zum Original zurückkehren kann. — Wenn Karsten Bruns' App diese Fähigkeit auch anderen Bildbearbeitungsprogramme zur Verfügung stellt, dann ziehe ich anerkennend den Hut.