Chrome: Google will Verwendung von Flash stark einschränken

18. Mai 2016 13:00 Uhr - sw

Obwohl in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Weiterentwicklung offener Web-Standards wie HTML 5, JavaScript, WebGL oder WebRTC erzielt wurden, ist Adobes proprietäre Flash-Technologie noch immer häufig im Netz anzutreffen, beispielsweise bei Streaming-Angeboten, Werbung und Spielen. Doch nun deutet sich eine Änderung der Lage an: Google will Flash im hauseigenen Web-Browser Chrome künftig standardmäßig deaktivieren.


Chrome

Web-Browser Chrome: Flash soll künftig standardmäßig deaktiviert sein.
Bild: Google.



Die Änderung soll im vierten Quartal dieses Jahres umgesetzt werden. Wird dann eine Web-Site besucht, die Flash einsetzt, sollen Chrome-Anwender mit einem Hinweis darauf aufmerksam gemacht werden und erhalten die Möglichkeit, den Flash Player für diese Site zu aktivieren. Nur auf den zehn meistgenutzten Web-Angeboten der Erde, darunter YouTube, Facebook, Yahoo und Amazon, soll der Flash Player für eine Übergangsfrist von einem Jahr standardmäßig eingeschaltet bleiben.

Google begründet die Maßnahme mit der besseren Performance und den geringeren Ressourcenverbrauch von HTML 5 im Vergleich mit Flash. Außerdem steht der Flash Player wegen regelmäßig auftretender Sicherheitslücken regelmäßig in der Kritik. Allein mit dem aktuellen Flash-Player-Update, das in der vergangenen Woche erschienen ist, wurden 25 Schwachstellen geschlossen. Der Ankündigung von Google kommt große Bedeutung zu, denn laut Net Applications ist Chrome der weltweit meistgenutzte Web-Browser.

Bereits seit Herbst 2015 werden in Chrome automatisch Flash-Inhalte, die nicht von zentraler Bedeutung für eine Web-Seite sind, automatisch pausiert.