Apple-Aktie wieder über 100-Dollar-Marke

27. Mai 2016 12:15 Uhr - Redaktion

Nachdem Apple Ende April die neuesten Quartalszahlen veröffentlichte, ging die Aktie des Unternehmens auf Talfahrt. Apple enttäuschte die Anleger nicht nur wegen des ersten Umsatzrückgangs seit 13 Jahren, sondern auch mit der Prognose für das laufende Quartal, für das ein weiteres Umsatzminus erwartet wird. Die Reaktion der Börse erfolgte prompt: der Kurs von AAPL brach ein und näherte sich zwischenzeitlich der 90-Dollar-Marke.

In den vergangenen Tagen erholte sich AAPL jedoch deutlich und schaffte gestern wieder den Sprung über die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke (Schlusskurs an der US-Börse: 100,41 Dollar). Für den jüngsten Aufschwung gibt es mehrere Gründe. So wurde Mitte Mai bekannt, dass die vom Investor Warren Buffett geführte Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway im großen Stil in Apple investiert und fast zehn Millionen Unternehmensaktien erworben hat. Der Milliardär George Soros hat ebenfalls Apple-Aktien gekauft, wenn auch in einem wesentlich kleineren Rahmen. Zudem hat der Investor David Einhorn seine Beteiligung an Apple aufgestockt.

Kursentwicklung AAPL

Die Kursentwicklung der Apple-Aktie in den letzten zwölf Monaten.
Bild: apple.com.



Für Anleger haben diese Nachrichten Signalwirkung, da die Investitionen als Vertrauensbeweis in Apple gewertet werden. Auch Gerüchte über neue Apple-Produkte im Vorfeld der Entwicklerkonferenz WWDC 2016 in San Francisco stützen den Aktienkurs. Neben dem für September erwarteten iPhone 7 wird über eine komplett neu entwickelte MacBook-Pro-Produktreihe spekuliert, die den Absatz deutlich ankurbeln könnte.

Apple-Chef Tim Cook hatte den starken Einbruch des Aktienkurses als krasse Überreaktion des Marktes bezeichnet. Die Ankündigung des Großinvestors Carl Icahn, sein komplettes Paket an Apple-Aktien zu verkaufen, verstärkte den Abwärtstrend von AAPL. Icahn begründete dies mit der schwierigen Situation in China. Die chinesische Regierung könne einschreiten und es für Apple sehr schwierig machen, dort Produkte zu verkaufen, sagte Icahn dem US-Nachrichtensender CNBC. Dass diese Sorge nicht unbegründet ist, zeigt ein Vorfall in der jüngsten Vergangenheit. Im April wurde Apple in China der E-Book- und Filmverkauf untersagt.