Gerücht: Neuer Apple-Bildschirm mit 5K-Auflösung und integrierter Grafikkarte?

02. Juni 2016 00:01 Uhr - sw

Eineinhalb Wochen vor Beginn der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2016 in San Francisco herrscht in der Gerüchteküche Hochbetrieb. Nachdem zuletzt hauptsächlich über neue Versionen von OS X und iOS diskutiert wurde, rückt nun Apples Thunderbolt Display in den Fokus der Spekulationen. Neuesten Gerüchten zufolge arbeitet Apple an einem Nachfolgemodell, das nicht nur eine Auflösung von 5K, sondern außerdem eine integrierte Grafikkarte bietet.

Wie 9to5Mac unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, soll das Panel des aktuellen 27-Zoll-Retina-iMacs in dem neuen Bildschirm zum Einsatz kommen. Es ist nur 1,4 Millimeter dünn, bietet eine Auflösung von 5120 mal 2880 Bildpunkten und kann 1,07 Milliarden Farben darstellen (zehn Bit Farbtiefe pro Farbkanal).

Die Besonderheit an dem neuen Apple-Display soll eine integrierte Grafikkarte sein. Apple wolle damit sicherherstellen, dass der Monitor an möglichst vielen Macs genutzt werden könne, so 9to5Mac. Der Grund sei die enorme Pixelzahl von 14,7 Millionen, für die ein leistungsstarker Grafikprozessor benötigt werde.

Neue iMac-Modellreihe

iMacs: Das Panel des 27-Zoll-Modells soll die Basis für einen neuen Apple-Bildschirm liefern.
Foto: Apple.



Apple setzt bekanntlich in den meisten Mac-Modellen auf die Grafikchips von Intel-Prozessoren. Diese machten zwar in den letzten Jahren deutliche Sprünge in puncto Performance, sind mit 5K-Displays jedoch weiterhin überfordert. Ein Monitor mit integrierter Grafikkarte – vermutlich von AMD oder Nvidia – würde diese Problematik elegant umschiffen.

Softwareseitig soll eine künftige OS-X-Version die Unterstützung für ein 5K-Apple-Display mit Grafikkarte liefern. Dabei soll das Betriebssystem automatisch je nach Anwendungsbedarf entscheiden, ob der Grafikprozessor des Macs (sofern leistungsstark genug) oder des Bildschirms zum Einsatz kommt. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass sich die beiden Grafikprozessoren zur Erhöhung der Gesamtleistung zusammenschalten lassen.

Bleibt die Frage der Schnittstelle. Während 9to5Mac über eine Anbindung via Thunderbolt 3 spekuliert (was neue, noch nicht erhältliche Macs mit Thunderbolt 3 erfordern würde), geht der in der Apple-Welt bestens vernetzte Blogger John Gruber davon aus, dass sich das neue Display dank der integrierten Grafikkarte mit den meisten bestehenden Thunderbolt-2-Macs verwenden lassen wird.

Ob die Gerüchte zutreffen und ob Apple den neuen Bildschirm bereits in der übernächsten Woche auf der WWDC 2016 zeigen wird (vielleicht zusammen mit einem runderneuerten Mac Pro), bleibt abzuwarten. Zumindest eines steht fest: in die Diskussion um künftige Macs ist zuletzt ordentlich Bewegung gekommen.