MagSafe für das neue MacBook Pro: Snapnator vor Auslieferung

02. Jan. 2017 17:00 Uhr - sw

Das im Herbst angekündigte, per Crowdfunding-Kampagne erfolgreich finanzierte Projekt Snapnator steht kurz vor dem Start. Snapnator ist ein zweiteiliger, magnetischer USB-C-Ladestecker, der eine MagSafe-ähnliche Funktionalität bereitstellt. Das Produkt kompensiert das Fehlen des magnetischen MagSafe-Ladeanschlusses bei der neuen MacBook-Pro-Generation sowie beim 2015er und 2016er MacBook.




Die Macher von Snapnator wollten via Kickstarter 25.000 US-Dollar für die Produktion einsammeln. Dieses Ziel wurde weit übertroffen – im Rahmen von Vorbestellungen kamen 378.000 US-Dollar zusammen. Nachdem im Dezember ein erster Fertigungstestlauf mit 1000 Einheiten vorgenommen und umfangreiche Tests durchgeführt wurden, soll die Serienproduktion in diesem Monat beginnen.

Die Lösung besteht aus zwei Komponenten: einem magnetischen Adapter für USB-C, der 4,8 Millimeter lang ist, und einem magnetischen Verbindungsstück mit 21 Millimetern Länge, an den das USB-C-Ladekabel angeschlossen wird. Das bewährte System: bei stärkerem Ziehen am Ladekabel wird die Verbindung zum Mobilmac gelöst – die Gefahr, dass das Notebook herunterfällt und beschädigt wird, wird so gebannt.

Beide Teile werden aus Aluminium gefertigt und sind in den Farben Spacegrau, Silber, Gold und Roségold erhältlich. Snapnator kostet 30 US-Dollar inklusive kostenfreiem, weltweitem Versand. Vorbesteller werden ab Januar beliefert, Neubestellungen will der Hersteller ab Februar ausführen. Einen USB-C-Hub mit USB-A- und micro-USB-Schnittstelle sowie SD-Speicherkartenleser gibt es für zehn US-Dollar.



Ein ähnliches Produkt namens BreakSafe Magnetic (Amazon-Partnerlink) hat der Zubehörhersteller Griffin Technology bereits seit Frühjahr 2016 im Angebot. Es hat gegenüber Snapnator jedoch den Nachteil, dass es nur für maximal 60 Watt ausgelegt ist und das neue 15,4-Zoll-MacBook-Pro mit seinem 87-Watt-Netzteil nicht vollständig unterstützt. Snapnator unterstützt hingegen neben dem Zwölf-Zoll-MacBook der Baureihen 2015 und 2016 sämtliche Modelle der aktuellen MacBook-Pro-Generation.

Kommentare

Es bleibt für mich dennoch die Frage, warum Apple so ein geniales feature einfach weg rationalisiert - das ist für mich ein klarer Rückschritt.

Echt traurig, was die da gerade mit ihren einstigen Innovationen treiben - irgendwie wird jedes Produkt verschlimmbessert und man merkt, dass ihnen irgendwie die Ideen ausgehen und nur noch shareholder value regiert. Vielleicht besinnen sie sich ja irgendwann wieder (und bieten auch ein 13´er mit Quadcore an) - bis dahin werde ich allerdings kein neues Notebook kaufen (mir fehlt auch der leuchtende Apfel, wobei ich das noch verschmerzen könnte).