Underpass: Schlanker Chat-Client für den Mac ermöglicht P2P-Direktkommunikation

20. Jan. 2017 18:15 Uhr - Redaktion

Der langjährige Mac-Entwickler Jeff Johnson, der unter anderem an der Musikstreaming-Software Airfoil und am RSS-Newsreader Vienna mitgearbeitet hat, präsentiert mit Underpass ein neues Projekt. Es handelt sich dabei um ein schlankes Chat-Programm für den Mac, das die direkte Kommunikation zwischen zwei Nutzern ermöglicht (P2P; Peer-to-Peer).

Damit unterscheidet sich Underpass von den Clients gängiger Instant-Messaging-Dienste, bei denen der Datenverkehr über die Server des jeweiligen Anbieters läuft. Zwar geschieht dies inzwischen nahezu überall verschlüsselt, doch viele Dienste setzen für die Dienste eine Registrierung per Telefonnummer voraus, zudem fallen häufig viele Metadaten an.

Underpass

Underpass: Schlanker P2P-Chat-Client für Macs.
Bild: Jeff Johnson.



Underpass kann durch den P2P-Ansatz mit einem Plus an Privatsphäre punkten – jedoch unter Verzicht auf Komfort. Die Nutzer müssen vor Chats ihre IP-Adressen austauschen, außerdem muss der zuvor gewählte Port im Router freigeschaltet werden. Ferner sind keine Gruppenchats möglich.

Die Anwendung läuft ab OS X El Capitan, verschlüsselt die Kommunikation mit dem AES-Algorithmus (128-Bit-Schlüssel) und ist derzeit zum Einführungspreis von 0,99 Euro im Mac-App-Store (Partnerlink) erhältlich. Zum weiteren Funktionsumfang gehören Dateitransfers, Unterstützung für Unicode-Text und Emoji sowie Darstellung von Bildern inklusive animierter GIFs.

Eine iOS-Version befindet sich in der Entwicklung, einen Erscheinungstermin dafür hat Johnson noch nicht genannt. Die Dokumentation zu Underpass inklusive FAQ ist auf dieser Web-Seite zu finden.