Fast jeder zweite Bundesbürger nutzt Gesundheits-Apps

05. Mai 2017 13:30 Uhr - Redaktion

Gesundheits-Apps sind für viele User Ansporn sich mehr zu bewegen, unterstützen bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten sowie der Therapietreue und liefern nützliche Informationen, etwa zu Fitness- oder Ernährungsthemen. Fast jeder zweite Smartphone-Nutzer (45 Prozent) verwendet bereits Gesundheits-Apps.

Ebenso viele (45 Prozent) können sich vorstellen, dies künftig zu tun. Lediglich jeder Zehnte (zehn Prozent) ist der Meinung, solche Apps künftig eher nicht oder auf gar keinen Fall nutzen zu wollen. Diese Zahlen hat der Digitalverband Bitkom unter Berufung auf eine repräsentative Befragung mitgeteilt.

"Gesundheits-Apps helfen uns, länger gesund zu bleiben, und, wenn wir krank sind, schneller gesund zu werden", so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Apps motivieren beim Sport, helfen Trainingspläne zu erstellen und warnen, wenn die Vitalwerte nicht mehr im Normbereich liegen und ein Arztbesuch nötig ist."

Am beliebtesten sind Apps, die ausschließlich Körper- und Fitnessdaten, wie zum Beispiel Herzfrequenz, Blutdruck oder gegangene Schritte, aufzeichnen. Ein Viertel aller Smartphone-Nutzer (27 Prozent) setzt diese digitalen Gesundheitshelfer bereits ein. Ein weiteres Viertel (26 Prozent) kann sich vorstellen, sie künftig zu nutzen. Apps, die lediglich informieren – etwa über Gesundheits-, Fitness-, Gewichts- oder Ernährungsthemen – verwendet jeder Fünfte (20 Prozent), ein weiteres Drittel (29 Prozent) kann sich dies für die Zukunft vorstellen.

Fast jeder zweite Bundesbürger nutzt Gesundheits-Apps

Fast jeder zweite Bundesbürger nutzt Gesundheits-Apps.
Bild: Bitkom.



Geringer ist das Interesse für Anwendungen, die auf der Grundlage der aufgezeichneten Körper- und Fitnessdaten Motivations- oder Verhaltensratschläge geben: elf Prozent nutzen sie, 18 Prozent können sich dies vorstellen. Apps, die an Impfungen oder an die Einnahme von Medikamenten erinnern, haben derzeit erst zwei Prozent im Gebrauch, ein weiteres Viertel (23 Prozent) kann sich dies für die Zukunft vorstellen. Drei von vier Befragten (74 Prozent) geben an, solche Apps zu nutzen, um ihre Gesundheit generell zu verbessern.

Mehr als der Hälfte (51 Prozent) macht es schlicht Spaß, die eigenen Körper- und Fitnessdaten regelmäßig zu überprüfen. Ebenfalls jeder Zweite (48 Prozent) gibt an, generell mehr über seinen Gesundheitszustand wissen zu wollen. Weitere Beweggründe für die Nutzung sind, das Training zu verbessern (42 Prozent), sich mehr zu bewegen (39 Prozent), sich gesünder zu ernähren (26 Prozent) und die Genesung einer Krankheit zu fördern (17 Prozent). Datenschutzgründe, wie die Angst, dass die Gesundheitsdaten in die falschen Hände gelangen, sind für ein Viertel der Nichtnutzer (25 Prozent) ein Beweggrund, Gesundheits-Apps nicht zu verwenden.

Für individuelle Gesundheitshinweise und Analysen kann laut Bitkom die Weitergabe von Daten sinnvoll oder sogar notwendig sein. Bei der Verarbeitung der besonders sensiblen Gesundheitsdaten müssten dabei stets die höchsten Standards für Datenschutz und technische Sicherheit der Geräte gelten und eingehalten werden. "Die Speicherung und Auswertung der Daten für den Nutzer sollte so transparent wie möglich erfolgen und Daten nur nach Einwilligung an Dritte weitergegeben werden", sagte Rohleder. Um zwischen guten und schlechten Angeboten zu unterscheiden, könne oft auch ein Blick auf den Hersteller helfen. Empfehlungen gebe es oft auch von Krankenkassen und Ärzten.

Kommentare

Naja die Überschrift ist ja ziemlich irreführend und auch falsch. Nicht jeder zweite Bundesbürger sondern jeder zweite der befragten Smartphone Nutzern nutzt diese Apps. Es wurden 695 Nutzer ab 14 Jahren befragt, es geht aber nicht aus der Statistik hervor wo (vor der Schulhof, in der Fussgängerzone, In einer Großstadt, auf dem Lande?). Außerdem ist der Begriff Gesundheits-Apps auch ein sehr weit gefasster Begriff.

„Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“ (Winston Churchill)