Cyberduck 6.0 mit Verschlüsselungsfunktion steht zum Download bereit

09. Mai 2017 12:15 Uhr - Redaktion

Der Schweizer Softwarehersteller iterate hat heute die zu Jahresbeginn angekündigte Version 6.0 des beliebten Dateitransfermanagers Cyberduck veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung ist eine Verschlüsselungsfunktion.

Sie basiert auf der Open-Source-Software Cryptomator und ermöglicht das Verschlüsseln von Dateien vor dem Upload zu Servern oder Cloud-Speicherdiensten. Mit Cyberduck 6.0 lassen sich verschlüsselte Tresore erzeugen, die per Passwort geschützt sind und in die beliebige Dateien und Ordner abgelegt werden können.

Cyberduck

Screenshot von Cyberduck.
Bild: iterate.



Dabei wird jede Datei einzeln verschlüsselt. Die Tresore werden von Cyberduck 6.0 direkt auf einem Server bzw. bei einem Online-Speicherdienst angelegt. Up- und Downloads werden automatisch ver- bzw. entschlüsselt. Die Lösung zeichnet sich durch plattformübergreifende Unterstützung aus. Tresore, die mit Cyberduck angelegt wurden, können mit den Cryptomator-Clients für Mac, iOS, Linux, Android und Windows geöffnet und bearbeitet werden.

"Cryptomator bietet transparente, lokal auf Ihrem eigenen Gerät stattfindende Verschlüsselung für Ihre Cloud. [...] Cryptomator verschlüsselt Dateiinhalte und -namen unter Anwendung von AES. Ihr Passwort wird durch scrypt gegen Angriffe geschützt. Pfadstrukturen werden verschleiert", erläutert der in Sankt Augustin ansässige Cryptomator-Entwickler Skymatic.

Cyberduck 6.0

Cyberduck 6.0 bietet eine Verschlüsselungsfunktion.
Bild: iterate.



Ebenfalls neu in Cyberduck 6.0 ist die Unterstützung von Microsofts Online-Speicherdienst OneDrive. Das ab OS X Lion lauffähige Cyberduck ist kostenlos und kann Verbindungen zu FTP-, SFTP- und WebDAV-Servern sowie zu Online-Speicherdiensten wie Dropbox, Amazon S3, Backblaze, Google Cloud Storage, Google Drive und Azure Storage herstellen und bietet viele Funktionen für die Dateiverwaltung (Up- und Download, Anlegen von Ordnern, Synchronisation, Umbenennen, Server-zu-Server-Transfers, Verschieben von Dateien und Verzeichnissen...).

Zum weiteren Funktionsumfang gehören Anbindung an Texteditoren, eine Bandbreitenbeschränkung, Wiederaufnahme abgebrochener Up- und Downloads, Protokollierung, Notifikationen, Terminal-Anbindung, Unterstützung gängiger Sicherheitsstandards sowie Import von Bookmarks aus anderen FTP-Clients.