Apple Music: Probeabos in mehreren Ländern nicht mehr kostenlos

22. Mai 2017 11:30 Uhr - Redaktion

Apples Musikstreaming-Dienst konnte bislang grundsätzlich ein bis drei kostenlos Monate probegehört werden. Von dieser Strategie rückt das kalifornische Unternehmen nun langsam ab. Seit dem Wochenende sind die Apple-Music-Probeabos in mehreren Ländern nicht mehr gratis.

In der Schweiz kostet die dreimonatige Testphase nun einen Franken, in Spanien 0,99 Euro und in Australien 0,99 Dollar. In Deutschland, in Österreich und allen anderen Ländern gibt es bislang keine Änderung, dort können die kostenlosen Probeabos weiterhin gebucht werden. Eine Begründung für die Einführung einer Gebühr für die Apple-Music-Testphase nannte der Mac- und iPhone-Hersteller nicht.

Apple-Music-Probeabo in der Schweiz nicht mehr kostenlos

Apple-Music-Probeabo in der Schweiz nicht mehr kostenlos.
Bild: apple.com.



Allerdings hatte sich Apple-Music-Chef Jimmy Iovine in der vergangenen Woche kritisch gegenüber kostenlosen Streaming-Angeboten geäußert, wie sie beispielsweise der Marktführer Spotify anbietet. Sie würden das Wachstum von bezahlten Angeboten hemmen. Laut Iovine sollten sie eingeschränkt und gleichzeitig kostenpflichtige Dienste verbessert werden. Würde Apple Music eine kostenfrei Variante anbieten, hätte man bereits 400 Millionen User, behauptet Iovine.

In den meisten Ländern lässt sich Apple Music drei Monate kostenlos probehören, in wenigen Staaten wie Irland oder den Niederlanden ist es lediglich ein Monat. Sofern der Anwender keine Kündigung vornimmt, erfolgt automatisch eine Umwandlung in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, die 9,99 Euro pro Monat (14,99 Euro für Familien) kostet. Vergünstigte Jahresabos gibt es beispielsweise in Apple-Ladengeschäften oder bei PayPal.

Apple Music hat 20 Millionen zahlende Nutzer, Spotify kommt auf 50 Millionen. Insgesamt wird Spotify von über 100 Millionen Menschen genutzt. Spotify lässt sich im Gegensatz zu Apple Music dauerhaft kostenlos hören – allerdings mit diversen Einschränkungen und Werbeeinblendungen.