Smartphone-Markt: Chinesische Anbieter machen Druck auf Apple und Samsung

03. Aug. 2017 14:30 Uhr - Redaktion

Die beiden führenden Smartphone-Hersteller Samsung und Apple geraten immer mehr durch die chinesischen Anbieter Huawei, Oppo und Xiaomi unter Druck. Dies geht aus einer neuen Studie von IDC hervor. Demnach verzeichneten die drei Hersteller im vergangenen Quartal starke Absatzzuwächse, während Samsung und Apple nur leicht zulegen konnten. Huawei verringerte den Abstand zu Apple dabei deutlich.

Laut IDC war Samsung im zweiten Quartal dieses Jahres mit einem Absatz von 79,8 Millionen Smartphones (plus 1,4 Prozent) und einem Anteil von 23,3 Prozent Marktführer, gefolgt von Apple mit 41 Millionen iPhones (plus 1,5 Prozent) und zwölf Prozent Anteil. Huawei steigerte den Smartphone-Absatz um 19,6 Prozent auf 38,5 Millionen Geräte und liegt beim Marktanteil nur noch knapp hinter Apple (11,3 Prozent). Oppo verzeichnete ein Absatzplus von 22,4 Prozent (auf 27,8 Millionen Stück; Anteil 8,1 Prozent), Xiaomi legte um 58,9 Prozent zu (auf 21,2 Millionen Smartphones; Anteil 6,2 Prozent).

IDC: Smartphone-Marktanteile zweites Quartal 2017

Smartphones: Leichter Marktanteilsgewinn für Apple.
Bild: IDC.



Huawei, Oppo und Xiaomi sind schon länger nicht mehr nur auf China beschränkt, sondern expandieren international. Die drei Hersteller fahren vor allem durch preisgünstige Geräte Marktanteile ein, Apple macht dies hauptsächlich in Märkten wie China zu schaffen. Der gesamte Smartphone-Markt ist hingegen rückläufig – der globale Absatz ging um 1,3 Prozent auf 341,6 Millionen Stück zurück. Für das Jahresendgeschäft wird eine Belebung erwartet, da mehrere Hersteller, darunter Apple, die Markteinführung neuer Modelle vorbereiten.

In Deutschland sollen laut einer Prognose des Digitalverbands Bitkom heuer etwa 24,1 Millionen Smartphones verkauft werden und damit etwas weniger als im Vorjahr (24,2 Millionen). Der Umsatz soll hingegen um vier Prozent auf 9,8 Milliarden Euro zulegen. Der Grund dafür sei die wachsende Nachfrage nach Smartphones mit größeren Displays, die entsprechend teurer sind.

In den vergangenen zehn Jahren wurden nach Berechnungen des Bitkom insgesamt 180 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Aktuell nutzen rund 54 Millionen Bundesbürger ein Smartphone, das entspricht einem Anteil von 78 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren.