Krita: Kostenlose Malsoftware erhält Retusche-Werkzeug

17. Aug. 2017 15:30 Uhr - Redaktion

Das Open-Source-Malprogramm Krita liegt seit heute in der Version 3.2 vor. Die wichtigste Neuerung ist ein Retusche-Werkzeug, mit dem Objekte oder Personen von Bildern entfernt werden können – inklusive inhaltsbasierendem Füllen des freiwerdenden Bereichs.

Zusätzliche Pinselvorgaben, kleinere Verbesserungen an der Benutzeroberfläche sowie Stabilitätsoptimierungen und Fehlerkorrekturen runden das Update ab. Krita 3.2 setzt OS X Mavericks oder neuer voraus. Da die Software die Mac-Sicherheitsfunktion Gatekeeper nicht unterstützt, muss sie erstmalig über den Finder-Kontextmenübefehl "Öffnen" gestartet werden.



Das Projekt wurde einst von der KDE-Community unter Linux gestartet, im Laufe der Zeit wurde daraus eine plattformübergreifende Anwendung, die auch für Mac und Windows verfügbar ist. Um die Weiterentwicklung des Programms zu fördern, führt die Krita Foundation regelmäßig Crowdfunding-Kampagnen durch. Die eingesammelten Gelder werden zur Schaffung von Vollzeitstellen für Programmierer verwendet.

Wegen des plattformübergreifenden Ansatzes entspricht die Benutzeroberfläche nicht den Apple-Richtlinien. Zwar findet man sich in Krita aufgrund der übersichtlichen Gestaltung schnell zurecht, auf die Integration mit Systemdiensten müssen Nutzer allerdings verzichten. Trotz dieser Einschränkungen ist Krita für alle am Malen interessierten Mac-Nutzer definitiv einen Blick wert. Der Funktionsumfang ist reichhaltig und umfasst neben Standard-Werkzeugen eine Ebenenverwaltung, Pinselstabilisierung, Farbmanagement mit breiter Farbraumunterstützung (bis zu 32 Bit), Öffnen und Speichern von Photoshop-Dateien, HDR-Unterstützung, Erstellung von Animationen und eine Ressourcenverwaltung.