macOS High Sierra auf nicht unterstützten Macs installieren

05. Okt. 2017 11:30 Uhr - Redaktion

Apples Updateversorgung für Macs ist vorbildlich. Das aktuelle Betriebssystem macOS High Sierra lässt sich auf bis zu acht Jahre alten Systemen installieren, für ältere Rechner gibt es noch weitere zwei Jahre Sicherheits- und Safari-Updates (für OS X El Capitan und macOS Sierra). Doch damit ist nicht die ganze Geschichte erzählt: Auch auf älteren Macs lässt sich macOS High Sierra installieren. Ein Patch macht es möglich.

Offiziell läuft macOS High Sierra auf folgenden Macs:

- iMac (Ende 2009 oder neuer)
- MacBook (Ende 2009 oder neuer)
- MacBook Air (Ende 2010 oder neuer)
- MacBook Pro (Mitte 2010 oder neuer)
- Mac mini (Mitte 2010 oder neuer)
- Mac Pro (Mitte 2010 oder neuer)

 
macOS High Sierra
 
macOS High Sierra: Mit Patch auch auf nicht unterstützten Systemen installieren.
Bild: Apple.

 

Dank des "macOS High Sierra Patcher Tool" lässt sich das aktuelle Betriebssystem auch auf folgenden Rechnern installieren:

- iMac (Anfang 2008, Anfang 2009)
- MacBook Pro (Anfang 2008, Ende 2008, Anfang 2009, Mitte 2009)
- MacBook Air (Ende 2008, Mitte 2009)
- MacBook (Ende 2008; nur Modell mit Aluminiumgehäuse)
- MacBook (Anfang 2009; weißes Gehäuse)
- Mac mini (Anfang 2009, Ende 2009)
- Mac Pro (Anfang 2008, Anfang 2009)
- Xserve (Anfang 2008, Anfang 2009)

Allerdings gibt es einige Einschränkungen: Erstens muss die Sicherheitsfunktion "System Integrity Protection" dauerhaft ausgeschaltet werden (über das Terminal via Wiederherstellungsmodus). Zweitens: Auf ganz alten Systemen lässt sich WLAN nicht nutzen, diese müssen per Ethernet an einen Router angebunden werden.

Die Installation von macOS High Sierra auf offiziell nicht unterstützten Macs mittels des Patchers erfordert mehrere Arbeitsschritte, die der Entwickler auf seiner Web-Seite sowie im Video (eingebettet in diesem Artikel) dokumentiert hat (beides jeweils auf Englisch). Wer die Prozedur angeht, sollte vorher eine vollständige Datensicherung des Macs anlegen. Übrigens lässt sich auch das neue Dateisystem APFS auf offiziell nicht unterstützten Macs nutzen.

 

 

Der Patcher ist eine gute Möglichkeit, um älteren Macs neues Leben einzuhauchen. Dringend zu empfehlen ist die Verwendung einer SSD als schnelles Bootlaufwerk. Im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten werden einem Mac damit sprichwörtlich Flügel verliehen. Uneingeschränkt zu empfehlen sind SSDs der Reihe 850 Evo von Samsung (Amazon-Partnerlink). Sie sind bewährt, bieten fünf Jahre Garantie und erreichen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von über 500 MB pro Sekunde. Die 250-GB-Variante kostet ungefähr 95 Euro, das 500-GB-Modell knapp 160 Euro und die 1000-GB-Ausführung knapp 320 Euro. Die Samsung-SSD ist zum Einbau in ältere Macs geeignet.

Wer eine SSD in seinen Mac eingebaut hat, sollte den TRIM-Befehl aktivieren. Er verhindert, dass es zu Geschwindigkeitseinbußen bei Schreibzugriffen kommt, wenn ein SSD-Laufwerk über einen langen Zeitraum genutzt wird. Zur Aktivierung des TRIM-Befehls muss ein Benutzeraccount mit Admin-Rechten genutzt werden. Öffnen Sie das Programm Terminal (zu finden im Ordner "Dienstprogramme", der im Verzeichnis "Programme" liegt) und geben Sie folgenden Befehl ein

sudo trimforce enable

gefolgt von der Eingabe des Passworts Ihres Admin-Accounts und Drücken der Eingabetaste (Enter). Nach Drücken der Taste Y und Bestätigung via Enter sowie erneuten Drücken von Y und Enter wird TRIM aktiviert und der Mac neugestartet (dies kann bis zu 30 Sekunden dauern). Der Befehl sudo trimforce disable deaktiviert den TRIM-Befehl wieder.