Macs im Aufwind: Absatz und Marktanteil legen erneut zu

12. Jan 2018 13:00 Uhr - Redaktion

Seit mehreren Quartalen verzeichnet Apples Mac-Sparte Zuwächse bei Verkaufszahlen und Umsätzen. Dieser Trend hat sich im Jahresendgeschäft 2017 laut einer neuen Studie fortgesetzt. Wie IDC mitteilte, wurden im vierten Quartal des letzten Jahres weltweit 5,77 Millionen Macs verkauft, dies entspricht einem Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der globale Mac-Marktanteil legte von 7,7 auf 8,2 Prozent zu.

Der gesamte Computermarkt kehrte nach Angaben von IDC in den Wachstumsbereich zurück, der Absatz stieg um 0,7 Prozent auf 70,58 Millionen Geräte. Marktführer ist HP mit einem Marktanteil von 23,5 Prozent (Vorjahresquartal: 21,8 Prozent), gefolgt von Lenovo mit 22,2 Prozent (22,4 Prozent), Dell mit 15,7 Prozent (unverändert), Apple, Asus mit 6,4 Prozent (7,3 Prozent) und Acer mit 6,4 Prozent (sieben Prozent).

 
IDC: Computer-Marktanteile viertes Quartal 2017
 
IDC: Mac-Sparte weiter auf Wachstumskurs.
Bild: IDC.

 

Es handelt sich dabei um vorläufige Zahlen basierend auf Datenmaterial und Prognosen von IDC. Die Einschätzungen der Marktforscher stellten sich in der Vergangenheit jedoch häufig als sehr genau heraus, dementsprechend wird ihnen in der Branche eine hohe Bedeutung zugemessen. Die Angaben beziehen sich auf Desktops und Notebooks, Media-Tablets wie das iPad sind darin nicht enthalten.

Apple verzeichnete bis Mitte 2015 kontinuierlich steigende Mac-Verkaufszahlen, ab Herbst 2015 gab es jedoch vier Quartale in Folge mit sinkenden Absätzen. Die Ende 2016 vorgestellte MacBook-Pro-Generation stoppte den Abwärtstrend und ließ die Mac-Sparte wieder in den Wachstumsbereich zurückkehren. Mit den im Juni 2017 vorgestellten Macs verstärkte sich der Aufwärtstrend.

Apple wird die Mac-Verkaufszahlen des letzten Quartals am 01. Februar im Rahmen der Veröffentlichung des nächsten Quartalsberichts bekanntgeben. Im vierten Quartal 2017 haben die Kalifornier mit der Auslieferung der High-End-Workstation iMac Pro begonnen.

Nachtrag (16:15 Uhr): Im gesamten Jahr 2017 hat Apple weltweit 19,66 Millionen Macs verkauft, ein Jahr zuvor waren es 18,56 Millionen. Dies entspricht einem Plus von 5,9 Prozent.

Kommentare

Die Plattform wächst - trotz aller (zum Teil überzogener, zum Teil berechtigter) Kritik. Ein gutes Signal. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis die Installierte Basis die 100 Mio. Marke knackt. So viele Mac User gabs noch nie!

Jetzt bitte bei Mac Pro und Mac mini nachlegen und zusätzliche Leute fürs Bug-Fixing in macOS abstellen! 

... ist ja vergleichsweise wesentlich höher, weil Macs ja einen deutlich längeren Lebenszyklus haben.

Ich habe allerdings auch die Software Qualität zu beanstanden. Besonders Xcode ist ja ein derartiger Müllhaufen geworden... 

Macs in einem Jahr verkauft. Jetzt nehme ich einen lächerlichen Durchschnittspreis von 1000€ an, dann wäre das ein Umsatz von 5,7 Milliarden, realistisch wäre eher 10 Milliarden. Könnten wir uns in diesem Forum vielleicht darauf einigen, dass zumindest in den nächsten 5 Jahren keine unterirdischen Posts mehr kommen in der Art: "Beendet Apple die ProLinie?" oder so was in der Art? Das lese ich in den anderen 53 Foren auch ständig. OK, das Leben ist kein Wunschkonzert, also werde ich diese Posts auch weiter lesen und einfach milde lächelnd ignorieren.

Dass die Firma mit iOS Geräten NOCH mehr verdient ändert die Voraussetzung keinesfalls. Denn wenn Edeka mit Hundefutter 10 mal so viel verdient wie mit Kochsalz nehmen die das Salz deswegen nicht aus dem Angebot.

korrigiert: 5770 im Quartal, nicht im Jahr, also rund 4x so viel im Jahr

Ich denke, an der Zukunftsfähigkeit des Macs gibt es nicht den allergeringsten Zweifel. Trotz der vielen Böcke, die Apple in den letzten Jahren geschossen hat: Die Plattform ist sehr lebendig, sie wächst und das Softwareangebot steigt. Der Erfolg des iPhones färbt weiterhin auf den Mac ab: Für iPhone-User ist der Schritt zum Mac nicht weit.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Hardware-Upgrades!

Den Mac wird es in 20 Jahren auch noch geben, da bin ich mir sehr sehr sicher. Es gibt schließlich Arbeit, die erledigt werden will. Und mit einer Smartwatch kann man das schlecht. ;-)