iMac Pro mit 18 Prozessorkernen: Erste Benchmarks

02. Feb 2018 13:30 Uhr - Redaktion

18 Xeon-Prozessorkerne, 36 Threads - das iMac-Pro-Spitzenmodell ist ein wahres Rechenbiest. Zur Wochenmitte hat Apple mit der Auslieferung des Geräts begonnen, inzwischen liegen erste Benchmarks vor. Im Multi-Core-Test mit der Software Geekbench erreicht der iMac Pro mit 18 Kernen einen Wert von fast 49.000 Punkten und ist damit der bislang schnellste Mac aller Zeiten.

Zum Vergleich: Der Mac Pro mit zwölf Kernen kommt auf knapp 26.000, der aktuelle 5K-iMac mit 4,2 GHz auf ca. 19.500 Punkte. Der iMac Pro mit acht Kernen, den es im Handel inzwischen für unter 5000 Euro gibt, erzielt 30.500 Punkte. Beim MacBook Pro ist momentan bei einer Multi-Core-Leistung von rund 15.500 Punkten Schluss.

Eine Render-Aufgabe in Cinema 4D erledigte die 18-Kern-Workstation in vier Minuten. Der Zehnkerner benötigte dafür 48 Sekunden mehr, das Achtkernmodell werkelte zwei Minuten länger. Einen Workflow in Final Cut Pro X - 8K-Ausgangsmaterial, Bearbeitung, Export - arbeitete der iMac Pro mit 18 Kernen ebenfalls spürbar schneller ab als die schwächeren Konfigurationen.

 

 

 

Den iMac Pro mit 18 Kernen gibt es bei Apple zu Preisen ab 8379 Euro, wobei im Fachhandel deutliche Rabatte gewährt werden dürften, sobald eine breite Verfügbarkeit des Geräts gegeben ist. Für Einsatzgebiete, in denen täglich viele umfangreiche Projekte berechnet werden müssen, kann sich die Anschaffung der High-End-Konfiguration durchaus lohnen, Stichwort Zeitersparnis, vor allem wenn eine Nutzungszeit von mehreren Jahren angenommen wird.

Spannend ist die Frage, ob der für dieses Jahr erwartete neue Mac Pro in puncto Leistung noch eins draufsetzen wird. Intel bietet die bisher von Apple im Mac Pro verwendeten Xeon-E5-Prozessoren inzwischen mit bis zu 22 Kernen an. Allerdings hat Apple bislang keine technischen Details zum kommenden Mac Pro genannt. Bislang ist nur bekannt, dass der neue Mac Pro über ein "modulares und upgrade-fähiges Design" verfügen wird.

Kommentare

So übel ist das gar nicht. Hatte es mir höher vorgestellt. Als ich mit Macs anfing, gab es Kisten für über 20.000 DM. Die lohnten sich auch, obwohl der Monatslohn deutlich niedriger war als heute. 18 Kerner dürften sich auch heute für Leute, die damit ihr Geld verdienen in kurzer Zeit lohnen.

hallo? natürlich wird der mac pro schneller..

high end wäre ein dual 28-core xeon systen @ 3.8ghz = 56 cores, lässt sich als windows pc für ±30k € heute bestellen.

der imac pro ist so gesehen nicht mal im mittelfeld von dem was heute möglich ist. 

spannend wird eher, was in zukunft mit macos möglich sein wird, und wie nachhaltig apples "modularer" mac "pro" sein wird.

bei investitionen über 5k finde ich es essentiell, dass standard komponenten verbaut und selbst ersetzt werden können. alles andere ist teuer und verursacht nur geräte die schon beim kauf veraltet sind und keinen anschluss an aktuelle technische möglichkeiten erlauben. (siehe mac pro 2013)

 

Beim nächsten Mac Pro wirds vor allem wichtig sein, dass man Brecher-Grafikkarten wie die Nvidia Titan oder Tesla reinbauen kann. Das ist nochmal eine andere Liga als die Radeon Vega (die nicht schlecht ist).

Bei macOS gibts nur eins: Bug Fixing, Bug Fixing und nochmals Bug Fixing. Schön wäre auch, wenn es einen von Apple unterstützten Nachfolger für macOS Server eines (oder mehrerer) Dritthersteller gäbe. Es ist momentan viel Unruhe drin wegen der de facto Aufgabe von macOS Server.

> Beim nächsten Mac Pro wirds vor allem wichtig sein, dass man Brecher-Grafikkarten wie die Nvidia Titan oder Tesla reinbauen kann. Das ist nochmal eine andere Liga als die Radeon Vega (die nicht schlecht ist).

falsch. NVidia-Karten sind furchtbar lahm unter macOS. Da sind die Vega-Karten deutlich schneller.

 

falsch. NVidia-Karten sind furchtbar lahm unter macOS. Da sind die Vega-Karten deutlich schneller. 

nur weil apple von ati den grösseren rabatt erhält? extrem viele GPU applikationen brauchen halt einfach CUDA, apple soll den nutzern doch einfach die wahl lassen eine GPU nach wahl einzubauen !

 

Fällt das dann nicht unters Kriegswaffenkontrollgesetz? ;-)

ist eine Einbahnsraße oder totes Gleis, wie die Urne! Entwicklung geführt von Buchhaltern (sagte Herr Cock damals nicht so etwas wie: Wenn Trump Präsident wird, verläßt Apple die USA?) Also Rolle rückwärts, weil die Steuergeschenke so geil sind, Controller eben - die wahre Pest, können nix, wissen alles! Macintosh hat Feierabend - iPhone/Pad Auslaufmodelle. Apple Pay - the new big cash cow!

Gruß Wolfi

MBP 17" matt 2.3 GHz /dead after upgrade highSierra - New ipad 10.5 pro

umso interessanter wird nun was sie beim Mac Pro bringen...

seh ich hier commitment bleib ich auf macos, ansonsten wird es halt windows + linux.

ps. commitment heisst: zahlbar, erweiterbar, nicht-proprietär, vernünftig, ohne unnütze teure neue erfindungen

... hat Apple ein Versprechen eingelöst. Die Performance stimmt offensichtlich, über den Preis kann man vortrefflich streiten. Wer ohne sinnvolle interne Erweiterbarkeit auskommt oder über die externen Gehäuse auf seinem Schreibtisch hinwegsieht und ein gut gefülltes Bankkonto hat, sollte den iMac Pro in Erwägung ziehen... wie die kommende Preisgestaltung bei einem angekündigten modularen Mac Pro aussieht, kann man sich glaube ich mit ein wenig Marketing-Wissen selbst zusammen zimmern... günstig wird das Teil nicht, bestenfalls preiswert.

Und dieses ganze Geschwurbel rund um die Anzahl der Kerne erinnert mich stark an die Zeit, als Intel das Konsortium rund um Motorola und IBM mit immer höheren MHz an die Wand drücken wollte, was sie letztlich zwar geschafft haben, allerdings zu einem enorm hohen Preis für alle User, egal ob Mac oder Windows.

Daher die Frage an die professionellen User: wieviele Kerne lastet ihr in eurer täglichen Arbeit aus? Inzwischen ist doch eher der User der Flaschenhals... verbessert es (abgesehen vielleicht von wissenschaftlichen Berechnungen oder höchsten Anforderungen bei Rendering etc. pp.) euren Output tatsächlich? Seid ihr immer noch in der Lage, schneller als euer Rechner zu arbeiten? Oder froh darüber, ein paar Sekunden durchschnaufen zu dürfen...