Smartphones: Jeder Zweite kauft sich immer neuestes Modell

22. Feb 2018 12:15 Uhr - Redaktion

Smartphones haben weiterhin einen kurzen Nutzungszyklus. Jeder zweite Nutzer (51 Prozent) gibt an, sich immer das neueste Smartphone-Modell zu kaufen. Sechs von zehn (61 Prozent) Smartphone-Besitzern haben ein Gerät, das maximal ein Jahr alt ist. 22 Prozent besitzen eines im Alter von 13 bis 24 Monaten. Nur jeder Achte (13 Prozent) hat sein Smartphone länger als zwei Jahre.

Das hat eine in Deutschland durchgeführte repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Bei neuen Geräten wünschen sich die Verbraucher demnach vor allem einen besseren Akku - dies erklärten 53 Prozent der Befragten. Gut vier von zehn (45 Prozent) legen Wert auf mehr Speicherplatz, jeder Vierte (25 Prozent) möchte eine bessere Kamera. Weniger wichtig sind neue Funktionen wie 3D-Fähigkeit (13 Prozent), Wasserdichtigkeit (acht Prozent) oder ein Einschub für eine zweite SIM-Karte (sechs Prozent).

Kaum eine Bedeutung haben Fingerabdrucksensor (fünf Prozent), Gesichtserkennung (drei Prozent) und NFC (zwei Prozent). Der Trend zu größeren und nahezu randlosen Displays gehört nur für wenige zu den Top-Kaufanreizen: Acht Prozent wünschen sich ein größeres Display, sechs Prozent eine bessere Display-Qualität und drei Prozent einen geschwungenen oder biegsamen Bildschirm. Die Nutzer konnten bei der Befragung maximal drei Wünsche angeben.

 
Smartphones in Deutschland: Ein Milliarden-Geschäft
 
Smartphones in Deutschland: Ein Milliarden-Geschäft.
Bild: Bitkom.

 

Acht von zehn Menschen ab 14 Jahren in Deutschland (81 Prozent) nutzen ein Smartphone. Das entspricht 57 Millionen Nutzern. Wachstumspotenzial gibt es vor allem noch in der Gruppe der Senioren. Vier von zehn Menschen im Alter ab 65 Jahren (41 Prozent) nutzen ein Smartphone. Vor einem Jahr waren es 39 Prozent, vor zwei Jahren 28 Prozent.

Für die überwiegende Mehrheit sind Smartphones aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Neun von zehn Nutzern (88 Prozent) sehen in den mobilen Geräten eine große Erleichterung im Alltag. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) fühlt sich durch Smartphones anderen Menschen näher. Allerdings sind auch sieben von zehn Nutzern (69 Prozent) der Meinung, dass die zunehmende Smartphone-Nutzung dazu führt, dass die Menschen immer weniger miteinander reden.

Rund um das Smartphone hat sich ein Multi-Milliarden-Markt entwickelt. 2018 summiert sich das Geschäft mit Endgeräten, Daten- und Sprachdiensten, Anwendungen und Infrastruktur in Deutschland laut Bitkom auf 33,3 Milliarden Euro. Knapp 60 Prozent der Umsätze (19,7 Milliarden Euro) entfallen auf Daten- und Sprachdienste. Mit Smartphone-Endgeräten werden 10,1 Milliarden Euro umgesetzt. In die Netzinfrastruktur für mobiles Internet fließen zwei Milliarden Euro, der App-Markt beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro.