Trotz ausbleibender Hardware-Upgrades: Apple startet Werbekampagne für den Mac

15. Juni 2018 15:00 Uhr - Redaktion

Kann man einen Mac heutzutage noch guten Gewissens empfehlen? Diese Frage stellt aktuell der Softwarehersteller Rogue Amoeba Software, Mac-Nutzern unter anderem durch Programme wie Airfoil und Audio Hijack bekannt. Anlass sind die zuletzt ausgebliebenen Upgrades bei nahezu allen Mac-Baureihen. Apple verkündete zwar zur WWDC 2018, dass der Mac "Herz und Seele" des Unternehmens sei, Hardware-Ankündigungen gab es jedoch nicht. Indes startete Apple eine Werbekampagne für die – mit Ausnahme des iMac Pro – veraltete Hardware.

Sie trägt den Namen "Behind the Mac" und stellt kreative Köpfe, die den Mac für ihre Arbeit nutzen, in den Mittelpunkt. Vier Werbespots mit einer Länge von rund einer Minute lässt Apple in Web und Fernsehen ausstrahlen. Sie zeigen den Fotografen Bruce Hall, die Musikerin Grimes und den Softwareentwickler Peter Kariuki mit mobilen Macs – Desktops sind hingegen nicht zu sehen. Die Kampagne wird auf der Hauptseite von apple.com prominent beworben. Vermutlich werden in den kommenden Wochen und Monaten weitere Werbefilme hinzukommen.

 

 

Alle Mac-Produktlinien mit Ausnahme des iMac Pro sind veraltet, besonders krass ist die Situation beim Mac Pro und beim Mac mini, deren Technik bereits über fünf Jahre auf dem Buckel hat. Einen neuen, modularen Mac Pro hat Apple für das Jahr 2019 versprochen. Zum Mac mini sagte der Firmenchef Tim Cook vor fast einem Jahr, dass dieser ein "wichtiger Bestandteil unseres künftigen Produktangebots" sei. Passiert ist seitdem jedoch nichts.

Für Verunsicherung sorgen auch anhaltende und sich verstärkende Gerüchte über einen Wechsel der Prozessorarchitektur, weg von Intel-CPUs hin zu Apples selbst entwickelten ARM-Chips. Unabhängig davon, ob eine derartige Umstellung sinnvoll wäre (wir haben die Hintergründe in einem längeren Artikel beleuchtet), halten diese Spekulationen so manchen Nutzer vom Kauf eines Macs ab.

 

 

 

iMac, MacBook Pro und MacBook wurden zuletzt im Juni 2017 aktualisiert. Inzwischen gibt es für diese drei Modellreihen neuere, schnellere Haupt- und Grafikprozessoren von Intel und AMD – sofern Apple diese überhaupt noch einsetzen will. Gut möglich, dass die Kalifornier zum wiederholten Male in der über 30jährigen Geschichte des Systems alle alten Zöpfe abschneiden und Nutzern einen Architekturwechsel verordnen – ob sie wollen oder nicht. Macs mit Intel-CPU würden dann relativ schnell zum Hardwareschrott mutieren, vgl. Mitte des letzten Jahrzehnts beim Aus für die PowerPC-Plattform, als bereits nach zwei Systemversionen die PPC-Unterstützung eingestellt wurde.

 

 

Was Mac-Nutzer schnellstmöglich benötigen, ist Klarheit. Kommt der Wechsel hin zu ARM-Prozessoren? Falls ja, wie wird er ablaufen? Haben Produkte wie Mac Pro und Mac mini tatsächlich eine Zukunft oder sind die Ankündigungen lediglich heiße Luft? Warum verkauft Apple Uralt-Hardware zu unveränderten Preisen? Weshalb gibt es nicht häufiger Upgrades für bestehende Produktlinien? Und: Wie sieht Apples Gesamt-Strategie für den Mac überhaupt aus?

Immerhin besteht in einem Punkt Gewissheit: Zum wiederholten Male hat Apple auf und vor der WWDC 2018 erklärt, dass eine Verschmelzung von macOS und iOS nicht geplant ist und Apple aus – überzeugenden Gründen – an der separaten Fortführung beider Produktlinien festhalten wird.

Dennoch bleiben viele Fragen offen. Investitionssicherheit ist derzeit kaum gegeben, die Neuerungen von macOS Mojave reißen nicht wirklich vom Hocker, Kritikpunkte zum Beispiel am Design des aktuellen MacBook Pro bestehen unverändert fort. Rogue Amoeba Software hat dazu eine eindeutige Meinung:

 

 

"Rather than attempting to wow the world with 'innovative' new designs like the failed Mac Pro, Apple could and should simply provide updates and speed bumps to the entire lineup on a much more frequent basis. The much smaller Apple of the mid-2000s managed this with ease. Their current failure to keep the Mac lineup fresh, even as they approach a trillion dollar market cap, is both baffling and frightening to anyone who depends on the platform for their livelihood."

Dieser Einschätzung schließt sich MacGadget voll und ganz an.

Nachtrag (27. Juni): Apple: Neue Mac-Werbekampagne in Deutschland angelaufen.

Kommentare

die sollns besser lassen
das tut ja schon weh!

aber damit schafft man sich
leidige fragesteller vom hals die nach
neuen macs fragen

klare antwort:
das kann dauern, das alte zeuchs tuts ja auch

die hoffnung stirbt halt zuletzt

 

Besonders helle wirkt auf mich keiner der Protagonisten in diesen Filmen. Der alte Apple-Spruch "Computer for the rest of us" bleibt dadurch weiterhin gültig ....

Ich tippe mal auf September oder Oktober für die neue Macs, die dann standardmäßig mit macOS Mojave ausgeliefert werden. Die WWDC dieses Jahr war 100% auf Software fokussiert.

Ein MacBook Pro mit sechs Kernen und ein Mac mini mit vier Kernen und dedizierter Grafikkarte - das wär doch mal was. Die passenden Chips gibts von Intel und AMD. Apple braucht sie nur einzubauen.

ARM(e) CPUs im Mac braucht nun wirklich niemand. Aber was schert Apple, was wir wollen...

  • Als Privatanwender oder Einzelunternehmer entscheide ich nach Geldbeutel, persönlichen Wertmaßstäben und Geschmack.
  • Als KMU oder Großunternehmen kaufe ich, was den Bedarf erfüllt, zum Investitionszeitpunkt jeweils am wirtschaftlichsten ist und - je nach Größe des Unternehmens - langfristige Support- und Rahmenverträge mit sich bringt. Da legt man sich nicht auf einen Hersteller, einen Typ Hardware oder ein bestimmtes Betriebssystem fest. Das wäre nicht wirtschaftlich.

(Beides grob vereinfacht.)

Apple erfüllt in allen Belangen nicht die Grundvoraussetzungen.

Apple-Hardware kauft man, weil man sie sich leisten kann und wenn es nicht schmerzt, falls sie über Nacht obsoletiert wird. Ich investiere 5 k€ in ein MacBook Pro, weil ich sie schlicht erübrigen kann, nicht, weil ich mir davon eine sinnvolle Investition verspreche, und ich schreibe Geld und Hardware im selben Moment ab, in dem ich das eine ausgebe und das andere erhalte. Wenn ich den Euro dafür umdrehen müsste, würde ich niemals Geld in auch nur einen einzigen Adapter stecken.

Wenn man zuverlässige Arbeitsgeräte sucht, ist man bei Firmen besser aufgehoben, die mit D, F, H oder L beginnen. Da stimmt dann auch die langfristige Unterstützung. Andererseits ist es üblich, Hardware nach vier bis fünf Jahren Betriebszeit auszusondern und sich an der dann aktuellen Marktsituation neu zu orientieren. Von daher verstehe ich das Problem immer noch nicht.

Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer besagt: "Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab."
roland-schaefer.de/totespferd.htm

Von meinem MacBook gesendet

Das muss natürlich jeder für sich beantworten und nach seinen Bedürfnissen ausrichten. Ich persönlich kaufe, da zuverlässig langlebig und super günstig auf 5 Jahre Lebensdauer plus Abschreibung, Wiederverkauf und Zusatzkosten bezogen. IBM und andere Großkunden haben 2o% Ersparnis bei Mac-Nutzung im direkten Vergleich zur PC-Nutzung im Einsatz festgestellt. Die genanten D und Co haben bei mir zumindest keine 5 Jahre überlebt, keiner, und wurden alle entsorgt, nicht verkauft. Mann muss sich selbst ein Bild machen, ob die theoretische Leitung sich jeweils in der konkreten Anwendung im realen Zusammenleben von Software und Hardware widerspiegelt. Manche Anwendungen sind Speicherfresser oder nicht Mac-optimiert. Manche Firmen beschäftigen bekanntermaßen eine Horte von Bloggern, Forumskommentatoren, etc, auch Influencer gennant, und zeigen sich sehr großzügig gegenüber Autoren mit Ihrer Unterstützung. Wenn die Autoren sich ihre Geräte selber kaufen oder Geschenke und Beziehungen angeben müssten, wie in anderen Branchen üblich, würde es vielleicht anders aussehen. Das ist alles nicht mehr so einfach wie vor 10 Jahren.

doppelt

Das was sich Apple da leistet ist katastrophal. Ein CEO, der das Kerngeschäft derart schlecht im Griff hat, gehört gefeuert.

Den Cook rettet nur der Aktienkurs (und der geht bald bergab, denn andere gute Telefone gibt es wie Sand am Meer). Im Mac-Geschäft ist Herr Cook eine derart miserable Niete, die ich in solcher Form eigentlich nur bei Siemens unter von Pierer und jüngst bei deutschen Automobilherstellern in vergleichbarer Form gesehen habe. Er sollte sich etwas schämen. Ich kaufe für meine Abteilung keine Macs mehr, bis er welche bringt, die a) aktuell und b) aufrüstbar und zukunftssicher sind. Den alten Schrott zum aktuellen Preis soll er behalten. Am besten wäre es, die Aktionäre würden Herrn Cook durch eine kompetente Person ersetzen. Cook weiss definitiv nicht, was seine Mac-Anwender wollen. Er versucht nur auf relativ dümmlichen Weg, auch den professionellen Anwendern durch schlecht erweiterbare und limitierte Produkte (verlötetes RAM bzw. SSD, keine PCI-Slots, kein 17 Zoll Notebook, nur noch spiegelnde Displays, schlechte Notebooktastaturen, spezielle Akkus in Maus usw.) mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Erbärmlich.

...werden jedes Quartal 4-5 Millionen Macs verkauft.

Man überlege sich, was mit einer klügeren Produktpolitik gehen würde.

Aber solange der Aktienkurs steigt, die Gewinne sprudeln und genügend Leute über 1000 € für ein Telefon ausgeben, ist doch alles super.

Das Neue Apple produziert jetzt TV-Shows zusammen mit Oprah Winfrey.

Wie werden die dann geschnitten? Ach halt - da war ja was: mit FCPX auf dem Mac.

bei aller häme oder enttäuschung angesichts des gammel-lineups von apple hardware bin ich überrascht das sich niemand fragt wieso man sich eigentlich so darüber aufregt. 

es scheint ja fast so das man keine alternative hat. ist das so?!? moranga hat das doch recht treffend beschrieben, im grunde gibt es kein problem. 

und etwas anderes zum thema: wir haben schon immer macpro‘s gekauft für unsere entwicklungsabteilung. das argument von wegen erweiterbarkeit oder zukunfstsicherheit sehe ich dadurch inzwischen anders. der käsereibe-mac zb. erfüllte ja diese forderungen, aber wir hatten keinen einzigen fall wo das eine rolle spielte. nie wurde eine cpu getauscht, eine andere graka nachgerüstet oder eine grössere festplatte verbaut. die geräte laufen bis heute und erfüllen ihren zweck. die macpro 1,1 mussten nur entsorgt werden da apple den 32bit support eingestellt hat. 

und genau hier möchte ich einen denkanstoss setzen: apple macht eigentlich funktionierende hardware durch software obsolet. aktueller fall die macbook pros 2011 die mit dem kommenden macos 10.14 obsolet werden. geräte die tadellos laufen, 64bit cpus haben und auch sonst total ausreichend für die meisten aufgaben wären müssen ausgemustert werden. 

ich denke hier liegt das eigentliche problem wenn es um investitionen geht. wir kaufen jetzt keine hardware mehr von apple aus dem pro segment. das lohnt sich nicht. max 3k euro pro gerät, mehr ist unwirtschaftlich. 

 

aktueller fall die macbook pros 2011 die mit dem kommenden macos 10.14 obsolet werden.

Das ist so nicht richtig. Für diese Geräte gibt es noch 2 Jahre Sicherheitsupdates (für High Sierra). Von obsolet kann keine Rede sein. Selbst nach Ablauf dieser 2 Jahre nimmt man halt einfach einen anderen Browser (z. B. Firefox), der noch für ältere Systeme gepflegt wird, dito bei E-Mail und Messengern. Somit kann auch diese Hardware noch sinnvoll genutzt werden.

@MacRobin: natürlich hast du recht, aber letztlich ändert das nichts an der tatsache das apple seine geräte durch software irgendwann obsolet macht. denn mit dem erscheinen von mojave fällt z.b. der immer wieder angeführte höhere wiederverkaufswert von gebrauchter apple hardware ins bodenlose. wer kauft schon ein gerät auf dem man nicht das aktuelle betriebssystem installieren kann?

ich bleibe dabei, teure hardware alà imacpro oder kommenden macpro lohnt sich für unternehmen in den meisten fällen nicht. dann wohl schon eher ein günstigeres macbook und dann halt eine egpu extern die man bei bedarf upgraden könnte. die investion in so ein egpu gehäuse ist aber auch nicht über jeden zweifel erhaben da apple ja auch schon gezeigt hat das sie einfach den thunderbold2 support kappen um die leute dazu zu zwingen neue hardware kaufen zu müssen.

da muss jeder selbst entscheiden wie er das beim kaufentscheid gewichtet.

10 Jahre Software-Support für einen Rechner sind doch eine gute Sache.

Ich habe hier u. a. noch ein MBP von 2010. Das wird dann 2020 aus dem Software-Support von Apple rausfallen. Das war dann ein ganzes Jahrzehnt Versorgung mit Systemaktualisierungen. Da beschwere ich mich überhaupt nicht.

Das MBP kann ich auch danach noch nutzen, indem ich z. B. von Apple Mail und Safari auf Firefox und Thunderbird umstelle, die auch für ältere Systeme noch gepflegt werden.

Bei aller, zum Teil berechtigter Kritik an Apple: Man bekommt die Software immer umsonst. Und das ganze 10 Jahre lang. Wer da einen Fehler findet, kann ihn gerne behalten.

… da täuscht auch der Werbespot mit dem "alternden" Fotografen nicht drüber hinweg.
Think different ging anders - ganz anders!

Nein, ich bin kein ewig gestriger, der an alten Status Quo hängt, aber ich mag keine stereotype Selbstbeweihräucherung und genau auf dem Trip ist Apple derzeit aber wohl leider.

Auch das Store-Konzept mit den angeblich verschiedenen "Räumen" ist einzig darauf ausgelegt sich selbst zu feiern und Apple als "Event" darzustellen. Das ist weder cool, noch authentisch, noch revolutionär, sondern ziemlich aufgesetzt!

Und genau hier verschenkt Apple aus meiner Sicht viele wertvolle (Sympathie-)Punkte ihrer eigenen Marke! Wenn man sich nur auf Lifestyle und Künstler fokussiert, als Eigen-Event inszeniert oder den Punkt der Diversity auch nur darauf reduziert, dass es andere Hautfarben, bunte Haare oder Tätowierte gibt, dann geht das vollkommen an vielen Kunden vorbei – erst recht an denen die sich hier beruflich damit auseinandersetzen und mitten im Leben stehen.

Apple reduziert das "Leben und Arbeiten" in Strand-Session oder als Cafe-Worker, doch in der Mehrzahl findet dieses ganz "dröge" in Großraum-Büros oder klassischen Meetings, etc. – auch in großen Agenturen sieht das nicht viel anders aus, nur eben mit bunten Wänden!

Apple verkauft seine Rechner in der geschäftlichen Ebene nicht über die Apple-Stores, sondern über einige wenige gut sortierte Systemhäuser und kann sich darüber freuen, dass Firmen wie z.B. Jamf dafür sorgen, dass Apple-Geräte sich so im professionell Unternehmensumfeld administrieren lassen.

Apple agiert hier derzeit auf dünnem Eis und schießt sich aus meiner Sicht selber gerade mittelfristig derbe ins Knie. 
Man ruft "Profi", aber unterfüttert dieses sowohl aus kommunikationstechnischer Sicht wie auch aus produkttechnisch Sicht kein bisschen:

  • keine aktuelle Hardware als Desktop-Variante (mac mini, etc.)
  • keine Strategie bzgl. Server-Einsatz
  • keine Erkennbar Strategie um KMU oder die Industrie als Kunden anzusprechen
  • Admin-Software wie Apple Remote Desktop fristen ein Schattenleben

 

Es wird gerne das Beispiel von IBM bzgl. der TCO von Apple zitiert. Es sind auch im Grunde meine Erfahrungen, die ich als selbstständiger Apple Dienstleister bestätigen kann. Die Kisten laufen üblicherweise still vor sich hin… wie schon jemand vorher sagte, die Kisten können gut und gerne 10 Jahre mit ruhigen Gewissens eingesetzt werden. Dennoch überlegen die wenigsten KMU ernsthaft die Anschaffung von Apple als Arbeitsrechner. Warum, weil Apple über diese Kunden gar nicht spricht, bzw. sie nicht adressiert. Die sind nicht Existent im Apple-Univesum – und um es sarkastisch zu unterfüttern, erst recht nicht wenn sie über 45 Jahre "alt" sind! 

Man mag das nur als eine Nebensächlichkeit abtun, aber eine iWork Software ohne Serreinbrieffunktion ist nur das Tümpfelchen auf dem i oder eben der Beweis, dass Apple keine Vorstellung von dem hat, wo und wie ihre Rechner tatsächlich jeden Tag eingesetzt werden wollen (könnten) – oder sie sind wirklich einfach nur ignorant ggü. den Anwender?!

Und genau das ist auch der Grund, weil wenn man sich irgendwo als Unternehmen an mehr oder weniger lokale IT-Häuser wendet, dann wird dort in erster Linie nach wie vor Windows angeboten, weil man das seit 20 Jahren macht und dem Kunden hier halt funktionierende System-Lösungen bieten kann! 

Und hier kommt das Kernproblem zum tragen. Apple verkauft und denkt nur in Einzelgeräte, aber keine System-Lösungen. Geht doch mal in den Apple-Store und fragt, ob ihr dort "schlüsselfertige" Systeme für ein mittelständisches Unternehmen in der Branche X geplant bekommt, bzw. überhaupt komplett kaufen könnt? Von Server bis Client-Rechner inkl. Office Bildschirme die auch Hochkant zu stellen sind!?! Pustekuchen.

Viele schimpfen über Tim Cook, der scheinbar an der Stelle überhaupt kein Händchen für den professionellen Einsatz von Macs hat – und ich muss sagen, das glaube ich mittlerweile auch! Und wenn es nicht so viele loyale, jahrelange und damit auch "altgediente" Mac-Nutzer geben würde, die den Druck auf Apple an der Stelle im höher werden lassen, dann hätte ich auch Angst, dass man den Mac weiter kaputt-über-designed! 

Als letztes Beispiel sei noch der schlechte Zustand von High-Sierra angemerkt. So viele eklatante und offensichtliche Bugs habe ich noch in keinem anderen macOS / OS X erlebt, dass mir in den letzten 25 Jahren unter die Finger gekommen ist. Das ist peinlich Apple! Mach endlich deine Hausaufgaben, damit Macs als ernsthafte Systeme in der realen Arbeitswelt wahrgenommen werden können. Der Hype im iPhone und Co wird nicht ewig halten und auch der Mythos Steve Jobs ist max. für weitere drei Jahre existent!

Als letztes Beispiel sei noch der schlechte Zustand von High-Sierra angemerkt. So viele eklatante und offensichtliche Bugs habe ich noch in keinem anderen macOS / OS X erlebt, dass mir in den letzten 25 Jahren unter die Finger gekommen ist.

Hier muss ich widersprechen. Das mit Abstand schlechteste MacOS bisher war OS X 10.7. ;-)

ERNIE

@Jaab_Wood: genau so sehe ich das eben auch. apple hat vergessen woher sie kommen. aber letztlich muss man eben zur kenntnis nehmen das einem amerikanischen unternehmen der europäische markt ein klotz am bein ist. zuviel sprachen, zuviel standards und zuviel professionalität. 

ich denke mittlerweile sollte auch dem hinterletzten klar sein das apple rein auf die consumer-schiene abzielt und produkte verkauft die lifestyle und status symbolisieren sollen. von daher kann man froh sein das macos überhaupt noch einen vpn client besitzt und man mehr als einen benutzer anlegen kann. 

ich wiederhole mich wenn ich sage das praktisch alles was apple seit steves tod auf den markt brachte bananaware war. apple wirkt kopflos. schnellschüsse und fehlerhafte produkte säumen ex-dell buchhalter tim cooks weg. 

tragisch ist das es kein europäisches unternehmen geschafft hat in den letzten 25 jahren die gunst der stunde zu ergreifen und all das was die amis falsch machen besser zu lösen. ist auch ein zeichen wie ich finde. 

das übrigens firmen wie ibm oder die axel springer gruppe auf macos umstellen und 20% kosten einsparen ist einfach erklärt, die nutzen das thin-client - host prinzip. der mac ist nur ein optisch schöner browser der schick aufs pult passt. mehr muss der nicht können. 

und das apple vor seinen aktionären mit so einem gammel line-up bestehen kann ist eigentlich auch ein zeichen. hauptsache ist die zahlen stimmen. die kröhnung der ignoranz ist doch apples umgang mit entwicklern. man richte mal den blick auf den mac app store. 

apple zeigt das es reicht perfektes marketing zu haben, die leute reissen ihnen ja die produkte aus den regalen. wieso also was ändern?