macOS um systemweiten Equalizer zur Klangoptimierung ergänzen

29. Jun 2018 14:00 Uhr - Redaktion

Für Musikliebhaber ist ein Equalizer unverzichtbar. Er ermöglicht das genaue Abstimmen einzelner Frequenzen, um beispielsweise den Klang für unterschiedliche Genres zu optimieren oder an die verwendeten Lautsprecher anzupassen. Zwar verfügt die iTunes-Software über eine derartige Funktion, einen systemweiten Equalizer sucht man im Mac-Betriebssystem hingegen vergeblich. Die Lösung für das Problem hört auf den Namen eqMac.

eqMac ist ein kostenfreies Tool, das macOS um einen systemweiten Equalizer ergänzt. Die in eqMac vorgenommenen Änderungen der Frequenzbereiche haben Auswirkungen auf die Audioausgabe von allen Anwendungen. Über Presets (Vorgaben) lassen sich verschiedene Einstellungen für unterschiedliche Einsatzzwecke bzw. Programme und Spiele speichern und bei Bedarf laden.

 
eqMac
 
eqMac 2 bietet einen systemweiten Equalizer.
Bild: Romans Kisils.

 

Das ab OS X Yosemite lauffähige, mit macOS High Sierra kompatible Open-Source-Programm unterstützt über Klinkenstecker, Bluetooth, USB, HDMI oder AirPlay angebundene Lautsprecher und Kopfhörer. Bedient wird eqMac über die Menüleiste. Es steht ein Zehn-Band- und ein 31-Band-Equalizer zur Auswahl.

Die von Romans Kisils entwickelte Anwendung unterstützt den dunklen Oberflächenmodus des Mac-Betriebssystems, zur Nutzung ist die Installation eines Treibers erforderlich. Über das Menü kann eqMac mitsamt Treiber vollständig entfernt werden. Der Autor freut sich über Spenden, Fehlerberichte und Verbesserungsvorschläge. Der Quellcode ist bei GitHub zu finden.

Kommentare

Die Angabe ab Yosemite schließt nach meinem Verständnis sowohl OS X El Capitan als auch macOS (High) Sierra mit ein!

Ja klar, logo, Asche auf mein Haupt – vor lauter Freude über den heissen Tipp der Redaktion ist mir der Zoo von Apples OS-Namen etwas durcheinandergeraten ;-)

Für Musikliebhaber ist ein Equalizer unverzichtbar.

Für Musikliebhaber ist eine ordentliche Aufstellung vernünftiger Klangquellen und eine Raumeinmessung unverzichtbar. Gefolgt von einem Paar brauchbarer, diffusfeldentzerrter Kopfhörer. Bei Reflexionsschall hilft ein Equalizer nicht.

Trotzdem schön, dass es solch ein kostenloses Werkzeug für alle gibt, die es brauchen!

Für Musikliebhaber ist eine ordentliche Aufstellung vernünftiger Klangquellen und eine Raumeinmessung unverzichtbar. Gefolgt von einem Paar brauchbarer, diffusfeldentzerrter Kopfhörer. Bei Reflexionsschall hilft ein Equalizer nicht

 Aber beim Balancing verschiedener Musik-Genres schon! Bass, Höhen, Tiefen etc.

Dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn man das so handhaben möchte, ist das vollkommen ok.

Der Eingangssatz der Meldung kann bloß in seiner Pauschalität nicht unwidersprochen bleiben. In den meisten Fällen ist ein Equalizer unnötig. Er behandelt Symptome, nicht deren Ursachen.

Grob verallgemeinert und sehr überspitzt ausgedrückt:
Die Kopfhörer klingen schlecht? => vernünftige benutzen, brauchbare kosten weniger als ein Paar Apple Airpods
Die Boxen klingen schlecht? => richtig positionieren, Raumakustik verbessern, ggfs. bessere anschaffen
Der Bluetooth-Brüllwürfel klingt schlecht? => ordentliche Schallwandler anschließen
Die Musik klingt immer noch schlecht? => der Mix ist sch****, aussondern

Gute Schallwandler kommen mit jedem Genre zurecht. Ihr Frequenzgang braucht nicht per Equalizer verbogen zu werden.

Was mich betrifft, will ich eine analytische und keine geschönte Wiedergabe. Wenn ein Mix grottig ist, will ich das hören. Das Leben ist zu kurz, um es von schlecht abgemischter Musik begleiten zu lassen. Die kann gerne dorthin, wo es ohnehin blechern klingt: in die Tonne.