Gerücht: 13-Zoll-MacBook-Pro bald mit Vierkern-Prozessor?

04. Juli 2018 13:15 Uhr - Redaktion

Die Spekulationen über neue Macs nehmen wieder an Fahrt auf: In der Datenbank der Benchmark-Software Geekbench sind Spezifikationen und Testwerte eines bislang unbekannten MacBook-Pro-Modells (Kennung MacBookPro15,2) aufgetaucht. Es wird von einem Vierkern-Prozessor (Core i7) auf Grundlage von Intels aktueller Coffee-Lake-Architektur angetrieben.

Mit der Coffee-Lake-Plattform stockt Intel die Anzahl der Prozessorkerne auf. In der 28-Watt-TDP-Klasse gibt es nun bis zu vier anstatt zwei Cores, in der 45-Watt-TDP-Klasse sind es bis zu sechs Kerne. Zum Vergleich: Die aktuelle (2017er) MacBook-Pro-Generation auf Basis der Kaby-Lake-Architektur bietet maximal zwei Kerne (13,3-Zoll-Modelle) bzw. vier Kerne (15,4-Zoll-Modelle). Mehr Kerne erhöhen die Performance bei leistungshungriger Software enorm.

Laut des Eintrags in der Geekbench-Datenbank kommt in dem bislang unbekannten Mobilmac der Core i7-8559U (28 Watt TDP) zum Einsatz. Er bietet vier Kerne mit acht Threads, ist mit acht MB L3-Cache ausgestattet und arbeitet mit einer Basistaktung von 2,7 GHz, die per Turbo-Boost-Technik auf bis zu 4,5 GHz erhöht werden kann. Der Chip ist noch ganz neu, er wird erst seit dem zweiten Quartal von Intel ausgeliefert.

 
MacBook Pro
 
MacBook Pro: Steht eine neue Generation in den Startlöchern?
Bild: Apple.

 

In Geekbench erreicht der Core i7-8559U eine Single-Core-Punktzahl von knapp 4500 und eine Multi-Core-Punktzahl von über 16.500. Das Gerät – offenbar ein 13,3-Zoll-Modell – ist mit 16 GB Arbeitsspeicher (LPDDR3-RAM mit 2,13 GHz) ausgestattet und läuft mit macOS 10.13.6.

Der Core i7-8559U ist mit dem Grafikchip Iris Plus Graphics 655 ausgerüstet, der zwischen 300 MHz und 1,2 GHz taktet und über 128 MB VRAM verfügt (und darüber hinaus den Hauptspeicher des Systems nutzt). Zum Vergleich: Der im aktuellen 13,3-Zoll-MacBook-Pro verwendete Iris Plus Graphics 650 bietet lediglich 64 MB VRAM und taktet zwischen 300 MHZ und 1,05 GHz.

Bereits kurz vor der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2018 in San Jose ist ein bislang unbekanntes MacBook Pro mit sechs Kernen (Core i7 8750H; 45 Watt TDP) in der Geekbench-Datenbank entdeckt worden. Bemerkenswert: Der Geekbench-Eintrag führt es mit 32 GB Arbeitsspeicher (DDR4) – derzeit unterstützen Apples Mobilmacs lediglich maximal 16 GB RAM. Da DDR4-RAM jedoch mehr Strom verbraucht als die LP-Variante, würde dies einen leistungsstärkeren Akku nach sich ziehen.

Die große Frage ist: Wann wird Apple neue MacBook-Pro-Modelle vorstellen? Der Umstand, dass das jüngst in der Geekbench-Datenbank aufgespürte Gerät mit macOS 10.13.6 läuft, könnte auf eine Markteinführung in den kommenden Wochen hindeuten. Ebenfalls von Bedeutung: Wird die neue Generation die Tastatur-Probleme, die jüngst zu einem groß angelegten Reparaturprogramm geführt haben, lösen?

Wie plausibel sind die Geekbench-Einträge? Bei näherer Prüfung fallen jedenfalls keine Ungereimtheiten bezüglich der Spezifikationen auf. Ähnliche Fälle gab es in den letzten Jahren mehrfach, sie wurden kurze Zeit später durch entsprechende Apple-Ankündigungen bestätigt. Zudem gilt eine baldige Auffrischung der MacBook-Pro-Produktreihe als sehr wahrscheinlich - und die Implementierung von Intels neuen Coffee-Lake-Prozessoren wäre ein absolut logischer und nachvollziehbarer Schritt. Es bleibt spannend.

Kommentare

Gegenüber dem 2017er 13" MBP wäre das ein Performance-Zuwachs von mehr als 60% bei Multi-Core! Bei gleicher Akkulaufzeit (da identische TDP).

Los, Apple, her mit der neuen Hardware! :-)

Jo, so eins würde ich auch kaufen - mir reichen ja eigentlich 13 Zoll (schön kompakt), aber ich hätte schon gerne die Kraft der 4 Kerne. Wenn sie den Preis jetzt nicht noch weiter nach oben schrauben und das Tastatur Problem gelöst haben, wäre das vielleicht mein nächster Laptop.

mit Zwangsbeglückung einer TouchBar (heißt: Ohne F-Keys), zu großem TouchPad (unergonomisch) und ob sie die Tastatur bis dahin überarbeitet haben, bezweifle ich bei dem Schneckentempo der Apple-Hardware-Entwickler, die noch dazu die verrücktesten Vorgaben seitens Jony Ive bekommen: "Noch dünner soll es sein!"

Ach ja: Und gleich KURZER Akku-Betriebszeit- Un-Pro ;-)

von-Windows über 15 Jahre ermüdet... ;-) seit 2010: 5xAir-13"-4xiMac 27"-altesMBP 15"-alterMacPro-5xiMac 21"-iPhones+iPads

Viel interessanter wird ein 15 " mit 6-Kern Prozessor und 32 GB Speicher werden. Da lassen sich dann virtuelle Maschinen gut neben Mac-Programmen laufen - geht jetzt auch schon, aber schneller ist besser und Zeit ist Geld.

Als "kleinen" Rechner nehme ich mittlerweile mit ein Lenovo Thinkpad X1 Yoga i7 3. Generation und bin sehr zufrieden. Geekbench leider nur 15.300 und nur 16GB Speicher, aber mit Touchscreen, Pen-Input, Funktionstasten - Ubuntu und Windows 10Pro laufen super, die SSD kann ich selbst ausstauschen.

"Wenn sie den Preis jetzt nicht noch weiter nach oben schrauben"

Das Teil würde wohl mindestens bei 2400-2500 Euro starten für eine 16/256-Version.

mit der neuen Gen. kommen bestimmt 6-Kern in 15" und 4-Kern in 13". Und nein, der 13" wird nicht über 2000 sein, zumindest nicht in der Standardausstattung