Neue Intel-Prozessoren für MacBook und MacBook-Pro-Modelle ohne Touch-Bar

29. Aug. 2018 15:00 Uhr - Redaktion

Nachdem Apple im Juli eine verbesserte MacBook-Pro-Generation auf den Markt gebracht hat, dürfte der Hersteller in den kommenden Wochen beim MacBook nachziehen. Passende, schnellere Prozessoren sind laut Intel ab sofort verfügbar.

Es handelt sich dabei um CPUs der Fünf-Watt-TDP-Klasse, die unter der Bezeichnung "Amber Lake" laufen und zur achten CPU-Generation von Intel gehören. Drei Modell gibt es: Core m3 mit 1,1 GHz Basistakt (via Turbo-Boost bis zu 3,4 GHz), Core i5 mit 1,3 GHz Basistakt (bis zu 3,9 GHz) und Core i7 mit 1,5 GHz Basistakt (bis zu 4,2 GHz).

Die Prozessoren verfügen über zwei Kerne mit vier Threads sowie vier MB Cache. Bei der Rechenleistung wird gegenüber den Prozessoren der Vorgängerserie "Kaby Lake" (siebte Generation; zu finden im 2017er MacBook) ein Zuwachs im Bereich von 15 bis 25 Prozent erwartet. Bei der Grafikperformance tut sich hingegen nichts - es kommt unverändert die Intel-GPU HD Graphics 615 zum Einsatz.

 
MacBook
 
MacBook: Schnellere Modelle für Herbst erwartet.
Foto: Apple.

 

Gut möglich, dass das verbesserte Tastaturdesign des 2018er MacBook Pro auch beim MacBook Einzug halten wird. Es ist leiser und weniger anfällig für eindringenden Staub und Schmutz. Eine weitere Änderung könnte sich beim USB-C-Anschluss ergeben: Bisher arbeitet dieser beim MacBook nur mit fünf Gbit pro Sekunde – die USB-C-Spezifikationen sehen aber bis zu zehn Gbit pro Sekunde vor.

Ebenfalls neu von Intel sind drei Prozessoren der 15-Watt-TDP-Klasse mit der Bezeichnung "Whiskey Lake" - auch sie gehören zur achten Generation. Sie bieten sich sowohl für MacBook-Pro-Modelle ohne Touch-Bar-Funktionsleiste (die im letzten Monat nicht aktualisiert wurden) als auch für das neue MacBook Air bzw. den MacBook-Air-Nachfolger an (die Gerüchteküche ist sich sicher, dass ein derartiges Gerät in den Startlöchern steht).

Drei "Whiskey Lake"-Modelle gibt es: Core i3 mit 2,1 bis 3,9 GHz (zwei Kerne, vier Threads, vier MB Cache), Core i5 mit 1,6 bis 3,9 GHz (vier Kerne, acht Threads, sechs MB Cache) und Core i7 mit 1,8 bis 4,6 GHz (vier Kerne, acht Threads, acht MB Cache). Die Aufstockung der Prozessorkerne würde auch beim MacBook-Pro ohne Touch-Bar zu signifikanten Leistungszuwächsen führen.

Die Ankündigung neuer Mobilmacs wird für September oder Oktober erwartet. Allerdings lässt die Gerüchteküche momentan viele Fragen offen. Wird das MacBook Air generalüberholt oder bleibt es beim bestehenden Design, das lediglich mit schnelleren Prozessoren, einem Retina-Display und aktuellen Schnittstellen ausgerüstet wird? Oder wird das neue Gerät in die bestehende MacBook-Baureihe eingefügt (bei gleichzeitiger Abkündigung des MacBook Air), was wiederum Fragen hinsichtlich der Zukunft der Zwölf-Zoll-Modelle aufwirft?

Ein weiteres denkbares Szenario: Die MacBook-Pro-Modelle ohne Touch-Bar-Funktionsleiste werden aus der MacBook-Pro-Produktreihe ausgegliedert und künftig als "normale" MacBooks vermarktet. Dies würde genügend Raum für ein aufgefrischtes MacBook Air lassen. Wie es auch kommt - es steht ein spannender Herbst bevor, auch im Hinblick auf Mac mini und iMac.

Kommentare

...bestehendes 12" MacBook auf 1099 € reduzieren (derzeitiger MBA Preis)...

und ein 13" Modell dazu nehmen ab 1399 €.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Uraltdesign des MBA weiter angeboten wird.

für die Kundschaft würde ich mir das schon wünschen ;-) :)

Warum ein aufgerüstetes Mac Book Air (MBA) "alter Bauart"?

Vergleich zum aufgerüsteten Mac Book: MBA mit langfristig zuverlässiger Tastatur (ich erwarte dieselben Probleme wie mit den Butterfly-Vorversionen - bestenfalls zeitlich verzögert), mit Schnittstellen für den Standard-Bedarf (frage mich, warum nicht auch die iMacs nur noch mit USB-C/Thunderbolt3 ausgeliefert werden und warum sollte ein Laptop weniger anbieten müssen?!), mit längerer Akkulaufzeit (aus den 12 Stunden könnten mit besseren Chips 13 oder mehr werden), mit MagSafe

Vergleich zum Mac Book Pro (mit/ohne Touch Bar): MBA mit langfristig zuverlässiger Tastatur (siehe oben), mit Schnittstellen (siehe oben) und mit einer vernünftigen Größenrelation von TrackPad und Tastatur, mit Funktionstasten, mit längerer Akkulaufzeit (siehe oben), mit MagSafe

Und für die, welche mehr CPU-Power benötigen: Noch gibt es die Mac Pro 13" und 15" "alter Bauart" da und dort - Empfehlung: Zugreifen! :))

Sollte Apple tatsächlich das MBA "aufmotzen" (was ich nicht glaube), dann würden sie zu erkennen geben, dass sie den Laptop-Irrweg verlassen wollen - die MB und MBP ab 2015/2016 sind "verhuntzt" und das wird bis zur Neukonzeption so bleiben oder sie werden von der Konkurrenz (allerdings leider mit anderem Betriebssystem oder dann halt LINUX) überrollt, was sich bereits jetzt abzeichnet (HP! & Co). Zur Überbrückung haben wir deshalb ein weiteres MBA in Bestausstattung angeschafft ;-)

von-Windows über 15 Jahre ermüdet... ;-) seit 2010: 5xAir-13"-4xiMac 27"-altesMBP 15"-alterMacPro-5xiMac 21"-iPhones+iPads

Ich war mit meinem 13" MBP von 2016 (TouchBar/ID) sehr zufrieden und hatte keinerlei Probleme mit der Tastatur (Ich behandle meine Geräte immer sehr pfleglich und beachte die Reinigungshinweise, besonders für Display & Tastatur.)

Jetzt habe ich - wegen QuadCore - das neue Modell 2018 und bin begeistert von der Leistung.

Bei den Schnittstellen gibt es offenkundig ein Missverständnis: Das alte USB mit Steckertyp A ist Vergangenheit und wird nicht weiterentwickelt. Dass alte Zöpfe abgeschnitten werden, sollte gerade Mac-Nutzer nicht überraschen.

Die TouchBar bereichert meinen persönlichen Workflow, da ich per BetterTouchTool gezielt solche Funktionen einbinde, die ich nur umständlich per Trackpad/Tastatur erreiche. Da steht für mich unter dem Strich eine Zeitersparnis.

So gehen nun die Meinungen ziemlich stark auseinander. Bei den Akkus stimme ich aber zu, da wären ein paar Stunden extra sehr schön.

Das MBA wird wohl kaum so bleiben wie es ist, sondern all das bekommen bzw. genommen bekommen, was in allen anderen Geräten Standard ist: kein USB, dafür USB-C, kein Magsafe mehr, die neue Tastatur, Retina Display.

Ich persönlich sehe technologisch aber keine Nische zwischen dem MB, das für mich allein aufgrund der passiven Kühlung niemals in Frage käme und dem 13" MB Pro. Das Einsteiger-MB Pro entspricht von Größe und Gewicht exakt dem aktuellen Air. Der Preis des neuen Air soll angeblich fast so hoch liegen wie beim Pro.

Wozu also ein neues Air? Wird das ein MB mit 13 statt 12"? Mit genauso schwachbrüstiger Leistung wie das 12"-Gerät aber dem Preis eines MB Pro? Sowas würde doch keiner kaufen.