Open-Source-Videobearbeitungssoftware Shotcut: Update verbessert Qualität und Stabilität

14. Sep 2018 12:00 Uhr - Redaktion

Für das kostenlose Videobearbeitungsprogramm Shotcut ist ein Update erschienen. Wie die Macher des quelloffenen Projekts mitteilten, stehen bei diesem Release Qualität und Stabilität im Vordergrund. Demnach wurden etliche Absturzursachen sowie zahlreiche weitere Fehler, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Benutzeroberfläche, dem Export, der Bild- und Textdarstellung sowie der Schnittfunktion, behoben.

Außerdem unterstützt Shotcut nun die sogenannte Ripple-Bearbeitung. Dadurch lassen sich Clips auf der Zeitleiste einfügen oder entfernen, ohne dass sich die Anordnung der anderen Objekte ändert. Außerdem haben die Entwickler den Videofilter "Timer" sowie zusätzliche Tastaturkürzel ergänzt und verschiedene Leistungsoptimierungen vorgenommen.

Shotcut 18.09 setzt OS X Mountain Lion oder neuer voraus, steht unter einer Open-Source-Lizenz und liegt auf Deutsch, Englisch und weiteren Sprachen vor. Das Programm bietet dank Bibliotheken wie FFmpeg und x264/x265 Unterstützung für eine Vielzahl an Audio- und Videoformaten. Tutorials zu Shotcut sind auf dieser Web-Seite zu finden.

 

 

Zum Funktionsumfang von Shotcut gehören unter anderem Schnittfunktionen, eine Zeitleiste, zahlreiche Audio- und Video-Filter (wie zum Beispiel Farbkorrektur, Fading, Weißabgleich, Sepia, Scharfzeichnen, Vignettierung, Normalisieren, Balance), ein Pegelmesser, Unterstützung für Audio- und Videoaufnahme, verschiedene Encodingoptionen, Chroma-Keying, EDL-Export, Unterstützung für hohe Auflösungen (bis zu 8k), Drei-Punkt-Bearbeitung, Erzeugung von Keyframe-Animationen und ein Deinterlacer.

Wichtiger Hinweis zur Installation: Shotcut unterstützt die Mac-Sicherheitsfunktion Gatekeeper nicht und muss daher erstmalig über den Finder-Kontextmenübefehl "Öffnen" (Rechtsklick aufs Icon) gestartet werden.

Kommentare

Inzwischen kann man mit Shotcut auch auf dem Mac gut arbeiten, letztes Jahr war das noch anders: Viele Abstürze und sonstige Probleme unter macOS. Die letzten Versionen waren ein klarer Schritt nach vorn.

Dennoch wäre eine tiefere Integration mit mac OS wünschenswert. Andere OpenSource Projekte können es schließlich auch.