Großes Update für Open-Source-Verschlüsselungssoftware Cryptomator

06. Nov. 2018 12:00 Uhr - Redaktion

Die kostenfreie Verschlüsselungssoftware Cryptomator liegt seit heute in der Version 1.4 vor. Es handelt sich nach Angaben des Herstellers, der in Sankt Augustin ansässigen Firma Skymatic, um ein bedeutendes Update, das sich mehr als ein Jahr in der Entwicklung befand.

"Ab sofort werden FUSE (macOS, Linux) und Dokany (Windows) zur Einbindung der virtuellen Laufwerke unterstützt. Die Unterstützung dieser neuen Dateisystemtreiber verbessert die Integration und Performance der verschlüsselten Laufwerke deutlich. Nutzern, die auf ihren Systemen keine Kernelmodule installieren wollen, steht auch weiterhin die Einbindung der Laufwerke per WebDAV (alle Systeme) zur Verfügung", teilte das Unternehmen mit.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Optimierungen und Fehlerkorrekturen vorgenommen, auch einige Mac-spezifische Probleme (beispielsweise das Verschwinden von Laufwerken unter macOS High Sierra) sind behoben worden. Die Unterstützung für OS X Mountain Lion und OS X Mavericks wurde eingestellt, das Programm setzt nun mindestens OS X Yosemite voraus.

 
Cryptomator
 
Cryptomator: Verschlüsselungssoftware für lokalen Einsatz und Cloud-Dienste.
Bild: Skymatic.

 

Cryptomator ist eine für die Verwendung mit Online-Speicherdiensten konzipierte Verschlüsselungssoftware. Die Verschlüsselung erfolgt dabei auf dem Mac - und zwar vor der Übertragung zu iCloud Drive, Dropbox, Google Drive, OneDrive oder anderen Diensten. Die Tresore, die die verschlüsselten Dateien und Ordner enthalten, können aber auch nur lokal genutzt werden – als Ergänzung oder Alternative zu Apples Verschlüsselungsfunktion FileVault. Die Tresore werden über Cryptomator durch die Eingabe des vorher festgelegten Passworts entsperrt und über ein virtuelles Laufwerk zugänglich gemacht.

Cryptomator verschlüsselt jede Datei einzeln - ideal zur Verringerung des Datenaufkommens bei Nutzung von Cloud-Diensten. Ein weiterer Vorteil von Cryptomator ist der plattformübergreifende Ansatz (Clients gibt es auch für iOS, Linux, Android und Windows). Cryptomator kann kostenlos genutzt werden, wobei der Hersteller Spenden entgegennimmt, um die weitere Entwicklung zu finanzieren.