Steinberg gibt grünes Licht für Einsatz von Cubase & Co. unter macOS Mojave

03. Dez. 2018 12:15 Uhr - Redaktion

Der auf Musikproduktionslösungen spezialisierte Hersteller Steinberg hat seine umfangreichen Kompatibilitätstests mit macOS Mojave größtenteils abgeschlossen. Wie das in Hamburg ansässige Unternehmen mitteilte, lassen sich die Programme Cubase, Dorico, Nuendo und WaveLab in den aktuellen Versionen problemlos unter dem neuen Betriebssystem einsetzen.

Dies trifft auch auf die meisten VST-Erweiterungen zu. Vereinzelt laufen hier die Tests noch, für bestimmte Plug-ins sollen in Kürze Updates bereitgestellt werden. Steinberg weist darauf hin, dass aufgrund des verbesserten Sicherheitskonzepts von macOS Mojave den einzelnen Anwendungen einmalig Zugriffsberechtigungen erteilt werden müssen.

"Die Applikation benötigt entsprechende Rechte, um vernünftig zu laufen. Es muss dem 'access to control Synsopos' und 'access to the microphone' zugestimmt werden", schreibt der Hersteller in einem Support-Dokument. Details zur Erteilung der Zugriffsrechte werden auf dieser Web-Seite erläutert.

 
macOS Mojave
 
macOS Mojave: Fast alle Steinberg-Produkte sind bereit.
Bild: Apple.

 

Auch zur Kompatibilität der eigenen Hardwareprodukte mit macOS Mojave hat sich Steinberg geäußert. Demnach unterstützt die Hälfte der aktuellen Audio-Interfaces das neue Betriebssystem bereits, bei anderen Produkten laufen noch Tests bzw. es werden in Kürze Updates erscheinen.

Die Steinberg-Lösungen werden im Rahmen professioneller Produktionsumgebungen eingesetzt, bei denen es auf höchste Stabilität und Zuverlässigkeit ankommt. Der Hersteller warnt daher regelmäßig vor einem zu frühen Wechsel auf neue Betriebssystemversionen. Erst wenn das einwandfreie Zusammenspiel zwischen Steinberg-Produkten und einem neuen macOS-Release sichergestellt ist, ist ein Umstieg zu vertreten.

Auch MacGadget empfiehlt grundsätzlich, Produktivsysteme erst nach einer gewissen Wartezeit, d. h. dem Erscheinen von mindestens zwei oder drei großen Updates (.2 oder .3), auf eine neue macOS-Version umzustellen - Stichwort: Behebung von Kinderkrankheiten.

macOS Mojave überraschte bereits zu Beginn mit einer soliden Qualität (ganz im Gegensatz zu den letzten macOS-Releases, die zu Beginn stark problembehaftet waren). Sofern die genutzte Hard- und Software für Mojave freigegeben bzw. angepasst wurde, steht einer Umstellung von Produktivsystemen beginnend mit dem nächsten Update (Version 10.14.2, erscheint in Kürze) oder übernächsten Update (Version 10.14.3, für Ende Januar oder Anfang Februar erwartet) nichts mehr im Weg.