Weitere Details zu macOS 10.14.2: Firmware-Updates, Änderungen in vielen Bereichen

07. Dez. 2018 16:00 Uhr - Redaktion

Zur Wochenmitte hat Apple das zweite Update für das neue Betriebssystem macOS Mojave zum Download bereitgestellt. Inzwischen ist klar: macOS 10.14.2 enthält deutlich mehr Änderungen als vom Hersteller angegeben. Damit setzt der Computerpionier leider die Unsitte der letzten Jahre, die schlecht dokumentierten Betriebssystemupdates, fort.

macOS 10.14.2 bringt knapp 2,5 GB auf die Waage und ist damit ein sehr umfangreiches Update – das komplette System bringt es bekanntlich auf rund sechs GB. Trotzdem gibt Apple in den offiziellen Versionsanmerkungen lediglich sechs Änderungen an, plus ein Dutzend behobener Sicherheitslücken. Diese Angaben sind schlichtweg unzureichend, denn es gibt de facto wesentlich mehr Bug-Fixes und Verbesserungen.

Es bleibt ein großes Rätsel, weshalb Apple das Mac-Betriebssystem seit längerer Zeit nur noch spärlich dokumentiert. Dieses Vorgehen ist mit Blick auf Final Cut Pro X und Logic Pro X. unverständlich – Aktualisierungen für die beiden Profi-Programme werden exzellent beschrieben, mit langen Auflistungen der vorgenommenen Änderungen. Warum also gibt es für macOS nur mickrige Release-Notes?

 
macOS Mojave
 
macOS 10.14.2 ist fast 2,5 GB schwer, die Änderungen sind aber kaum dokumentiert.
Bild: Apple.

 

Bei näherer Begutachtung des Installers von macOS 10.14.2 (mit Tools wie Pacifist oder SystHist) fallen viele geänderte Komponenten auf, die in der Dokumentation überhaupt nicht erwähnt werden. Beispielsweise gibt es für bestimmte Mac-Modelle eine aktualisierte EFI-Firmware. Ebenso eine neue T2-Firmware für Rechner mit T2-Chip.

Beim T2 besteht bei einer kleinen Zahl an Geräten das Problem plötzlich auftretender Kernel-Panics. Die Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt und es ist offen, ob es sich dabei um ein Hardware- oder um ein Softwareproblem handelt. Das jüngste Firmware-Update zeigt jedoch, dass Apple aktiv am T2 arbeitet. Anzumerken ist, dass die BridgeOS-Kernel-Panics nur auf einer sehr geringen Zahl von Systemen auftreten.

Außerdem wurden in macOS 10.14.2 Programme wie Automator, Kalender, Kontakte, FaceTime, Mail, Karten, Nachrichten, Fotos, Vorschau, Time Machine, Mac-App-Store, Festplattendienstprogramm, Terminal und Finder (neue Versionen) sowie das APFS-Dateisystem und viele Frameworks, Systemdienste und Kernel-Erweiterungen aktualisiert. Was sich in all diesen Komponenten geändert hat, bleibt Apples Geheimnis – das Unternehmen verliert darüber kein Wort in der offiziellen Dokumentation.

Einige sichtbare Änderungen in macOS 10.14.2: In TextEdit gibt es nun die Option, für Textdateien einen dunklen Hintergrund zu verwenden. Die Unterstützung für Lösungen wie DisplayLink und Duet Display wurde stark verbessert. Beispielsweise lässt sich DisplayLink nun mit der 2018er Mac-Hardware problemlos nutzen, während Duet Display jetzt volle Hardwarebeschleunigung für die Bilddarstellung bietet. Aktualisierungen gab es auch für die Grafikengine Metal und AMD- und Intel-Treiber (Verbesserungen für die Grafikdarstellung).

Das nächste Update für macOS Mojave erscheint voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar. Der Betatest von macOS 10.14.3 dürfte in der kommenden Woche anlaufen.

Kommentare

Es braucht nicht nur System-UpDates, es braucht

wohl für Apple generell ein UpDate.. ist doch zu hoffen

das ein Zerfall der Apple-Aktien auf unter 10€ erfolgt,

zugleich ein Innovatios-UpDate bedeutet.

Es gab in meiner 25-jährigen Laufban mit diesem Produkt „Apple“

kaum eine vergleichbare Firma die so egomanisch ihre Händler

untergraben hat..  Jobs hat sich sicher schon einige 

male im Grabe gedreht...

Echt der passende Bereich dafür...

Wozu noch Händler - ich bestelle online, informieren und beraten kann ich mich per Web. Hab genug von Händlern mit arroganten Verkäufern, die sich mit schickem Apple Shirt für was besseres halten und die mir mit gefährlichen Halbwissen versuchen, die Welt zu erklären und dafür gepfefferte Preise verlangen.

Ausdrücklich ausnehmen möchte ich die vielen kleinen Dienstleister, die mit ihrem Expertenwissen im Notfall da sind und auch wissen was sie tun und dafür zu recht gutes Geld verlangen können.

Warren Buffett dürfte ja inzwischen mit seinem Apple-Investment auch in den Miesen sein. Mal schauen, wann er die Reißleine ziehen wird. Und der Stern der "Prima Ballerina" Apple wird genauso schnell sinken wie er gestiegen ist, nur diesmal gibt's aber keinen Bill Gates, der Apple finanziell den Arsch rettet. Super auch in dieser Situation, dass Apple so gut gewirtschaftet hat und keine Schulden gemacht hat. Das wird das ganze beschleunigen, falls der Smartphone-Markt abkackt. Denn mit den paar Macverkäufen werden die nicht einmal mehr den Schuldendienst bedienen können. Kurzum, es wird spannend die nächsten Jahre!

wurde Apple nicht von Gates, sondern von einem Mitarbeiter, der Microsofts Patentklau herausfand und damit hatten sie Gates in der Hand. Ich denke auch nicht, dass Buffett in Macs investiert, eher in Topimobilien in allen großen Städten der Welt, die ihm bleiben würden selbst wenn Apple bankrott ginge. Apple ist sicher eine fette Beute, die vielleicht manche gerne erlegen würden. Logisch wäre für mich auch, dass einige Investoren ihre Aktien verkaufen, evtl. auch nur um sie dann wieder günstiger einkaufen zu können. Die Händler haben Apple noch nie geliebt und abgesehen von ein paar Nischenfirmen auch keine Mac-Kompetenz. 

Genau meine Meinung. Mit Apple gehts schon lange bergab. Allerdings auch schon unter Jobs. Aber jetzt ist es wirklich schlimm. Man braucht jetzt schon ein Handbuch damit man noch vernünftig arbeiten kann. Bin gerade von 10.6.8 umgestiegen auf 10.14 .Da merkt man den Unterschied. Noch nie gab es so viele Inkonsistenzen im GUI. Und schneller oder zuverlässiger ist es auch nicht geworden, im Gegenteil.

z. B. Das Festplattendienstprogramm funktioniert gar nicht mehr.

Hat jemand einenTip? (schreibe Tip nur mit einem p - ist eine Wortmarke)

Gruß Stefan

funktioniert nicht auf meinem Mac mini Mid 2010. Ist zwar ein altes Gerät, doch man merkt wie willkürlich Apple mit dem Hardware-Support umgeht. Entweder ein Gerät wird unterstützt oder nicht. Dann sollte dies auch umfänglich geschehen. In diesem Fall wird das Update vom App Store zwar nicht angeboten, doch hatte ich es bereits auf USB-Stick. Der Update mündete darin, dass ein EFI-Update nicht möglich ist und ein Restart angeboten wurde. Danach Endlosschleife: Boot - Restart. (-> Time Machine)

Vorher wurde in High Sierra der Fehler des nicht unterstützten, eingebauten SD-Card Readers nicht behoben. Unter Sierra funktioniert dieser einwandfrei.

Diese Sparpolitik von Tim Cook geht mir bei den andererseits aufgerufenen Preisen auf den Senkel.

Mfg