25 Jahre Blender: Neues Release der freien 3D-Grafiksoftware in den Startlöchern

04. Febr. 2019 12:00 Uhr - Redaktion

Blender ist eines der ältesten und zugleich bekanntesten Projekte der Open-Source-Community. Nun feiert die 3D-Grafiksoftware ihr 25jähriges Bestehen: Im Januar 1994 erstellte der Erfinder Ton Roosendaal die erste lauffähige Version des Programms. Das Konzept für Blender erarbeitete er bereits im Jahre 1993. Seitdem hat sich Blender zu einer äußerst leistungsstarken, Mac-kompatiblen Anwendung für Modelling, Animation und Rendering entwickelt.

 

 

Zum 25jährigen Jubiläum steht das nächste große Release in den Startlöchern. Das seit Ende November im Betatest befindliche Blender 2.8 erscheint in den kommenden Wochen in der Finalversion. Zu den Neuerungen gehören eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche, die das Entdecken und die Nutzung der vielen Funktionen vereinfachen soll. Mit EEVEE hält ein neuer, physikalisch basierter Echtzeit-Renderer Einzug, außerdem gibt es einen neuen, modernen 3D-Viewport. Die Werkzeuge für die 2D-Animation wurden deutlich verbessert und erweitert, außerdem wurde die Beschränkung auf 20 Ebenen pro Szene aufgehoben.

Ebenfalls neu in Blender 2.8 sind umfangreiche Leistungsverbesserungen (darunter ein neu geschriebenes Core-System mit Optimierung für moderne Mehrkernprozessoren), Im- und Export von glTF-Dateien, gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Objekte, erweiterte Unterstützung bestehender Im- und Exportformate sowie viele Verbesserungen für Cycles-Renderer, Animation, Stoffsimulator und andere Bereiche der Anwendung. Eine aktuelle Betaversion für den Mac kann auf dieser Web-Seite heruntergeladen werden (erster Programmstart per Finder-Kontextmenübefehl "Öffnen").

 

 

Wie es mittel- und langfristig mit der Mac-Version weitergeht, wird seit einigen Monaten von der Blender-Community intensiv diskutiert. Hintergrund ist Apples geplante Abkehr von OpenGL/OpenCL zugunsten der selbst entwickelten, sehr effizienten Grafikschnittstelle Metal. Im Gespräch für Blender sind entweder eine Umstellung auf Metal oder die Nutzung eines im letzten Jahr angekündigten Entwicklerkits, mit dem sich die Grafikengine Vulkan auf dem Mac nutzen lässt.