Apple Pay: Auch Volks- und Raiffeisenbanken kündigen Unterstützung an

13. März 2019 11:30 Uhr - Redaktion

Apples Bezahldienst erhält in Deutschland immer mehr Unterstützer. Nachdem erst vor kurzem der Deutsche Sparkassen- und Giroverband erklärte, Apple Pay im Laufe dieses Jahres für seine Kunden zugänglich machen zu wollen, gibt es nun auch von den Volks- und Raiffeisenbanken positive Signale.

"Zum Angebot von Apple Pay befinden wir uns in laufenden Gesprächen mit Apple und sind zuversichtlich, unseren Kunden noch in diesem Jahr eine Lösung anbieten zu können", wird Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), vom Handelsblatt zitiert.

Ob dann auch die in Deutschland weitverbreiteten Girocards mit an Bord sein werden, bleibt abzuwarten. Fast jeder Bankkunde verfügt hierzulande über eine Girocard, während nur ein Drittel eine Kreditkarte besitzt. Die Sparkassen haben erklärt, dass sie eine Girocards-Unterstützung in Apple Pay für eine Selbstverständlichkeit halten.

 
Apple Pay
 
Apple Pay: Startschuss in den Niederlanden.
Bild: Apple.

 

In Deutschland wird Apple Pay unter anderem von American Express, Maestro, Mastercard, Visa, Boon, Bunq, Comdirect, Deutscher Bank, Fidor Bank, HypoVereinsbank, N26 und Hanseatic Bank unterstützt. Im Laufe dieses Jahres werden DKB, Consors Bank, ING, Viabuy und andere Banken hinzukommen. Die Postbank hat sich hingegen noch nicht zu Apple Pay bekannt.

Mit Apple Pay lässt sich via iPhone oder Apple Watch kontaktlos in Supermärkten, im Einzelhandel, im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie bezahlen, sofern ein kompatibles Terminal verfügbar ist. Außerdem kann mit Apple Pay im Internet eingekauft werden – sowohl über Apps als auch via Web mit Safari. Dies funktioniert auch mit iPads und Macs. Die Beträge werden vom Kreditkartenkonto des Anwenders abgebucht. Die Authentifizierung und Freigabe einer Transaktion erfolgt via Face-ID oder Touch-ID. Bei Macs ohne Touch-ID lassen sich Apple-Pay-Einkäufe via Apple Watch oder iPhone abschließen.

Kommentare

IMHO in Deutschland ein absolutes MUSS, sonst wird/kann Apple Pay hier nie richtig Fuß fassen.

Das gilt aber auch für andere Bezahlservices.

die Giro Card zu unterstützen. Soweit mir bekannt ist (kann auch nicht stimmen), bekommt Apple ?% von den Gebühren die die Händler bei Bezahlen mit Giro Card an die Banken zahlen. Und das ist bei Giro Card weniger als bei Kreditkarten. 

 

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

Warum muss ich denn noch Apple Pay dazwischen schalten, wenn ich mit der Ciro-Card direkt an den Leistungserbringenden bezahlen kann?

Nicht ganz nachvollziehbar.

So, wie ich das jetzt verstehe, ist das ein Service, der Geld zieht aber nicht zwingend zum bargeldlosen Bezahlen erforderlich ist.

 

Hoffe, dass die ING und Landesbank Berlin (ADAC Kreditkarten) auch mal in die Pötte kommen. Alle möchten so gerne modern und dynamisch wirken, verhalten sich aber extrem unaufgeschlossen für Neues.

Die Landesbanken gehören zur Sparkassenorganisation. Deshalb müsste dann auch die LBB dabei sein, wenn die Berliner Sparkasse ApplePay einführt. Allerdings ist nicht zwangsläufig, dass sofort alle Sparkassen mitmachen, wenn der DSGV nickt. Bei den Sparkassen mischen immer auch Politiker mit – und die ticken ja nicht immer logisch.

Ich denke, der Vorteil von ApplePay ist, dass die Sparkasse bzw. Volksbank nicht mehr nachvollziehen kann, wann ich in welchem Geschäft eingekauft habe. Mit den eigenen Karten könnte die Bank letztendlich nachvollziehen, wann ich eine Kaffee getrunken habe (sofern er mit der Karte bezahlt wird). Natürlich ist denkbar, dass ApplePay (und natürlich auch die anderen Systeme) über kurz oder lang auch ohne Banken auskommen.

Die Landesbanken gehören zur Sparkassenorganisation. Deshalb müsste dann auch die LBB dabei sein, wenn die Berliner Sparkasse ApplePay einführt. Allerdings ist nicht zwangsläufig, dass sofort alle Sparkassen mitmachen, wenn der DSGV nickt. Bei den Sparkassen mischen immer auch Politiker mit – und die ticken ja nicht immer logisch.

Ich denke, der Vorteil von ApplePay ist, dass die Sparkasse bzw. Volksbank nicht mehr nachvollziehen kann, wann ich in welchem Geschäft eingekauft habe. Mit den eigenen Karten könnte die Bank letztendlich nachvollziehen, wann ich eine Kaffee getrunken habe (sofern er mit der Karte bezahlt wird). Natürlich ist denkbar, dass ApplePay (und natürlich auch die anderen Systeme) über kurz oder lang auch ohne Banken auskommen.

Banken sind ja nun auch etwas neugierig und wollen wissen, wo ihre Kunden einkaufen. Und die Verkäufer sind noch viel neugieriger und würden gerne wissen, wie oft der Kunde X einkauft und wieviel. Zur Identifikation bietet jeder Feld-, Wald- und Wiesenladen eine Kundenkarte. Wenn das nicht geht, dann eben eine Girokarten-Nummer als Kennzeichen. Bargeld soll ja sowieso abgeschafft werden.

Da ist ApplePay allerdings Sand im Getriebe: Der Händler erfährt nicht, an wen er verkauft hat und die Bank erfährt nicht, an wen das Geld überwiesen ist. Beide erhalten nur eine Transaktion-ID und die gilt nur für genau eine Transaktion. Die Nummer wird jedesmal neu generiert und vernichtet, wenn das Geld geflossen ist. Die Nummer wird noch nicht einmal auf dem iPhone gespeichert. Damit lassen sich also auch keine Kreditkarten-Nummern im Internet mehr abfischen.

Ob das bei den Systemen von Google oder Amazon auch so läuft? Da bin ich skeptisch.