Gefahren im Internet: Nutzer fürchten sich vor Cyberkriegen und -kriminalität

20. März 2019 09:00 Uhr - Redaktion

Das Internet ist allgegenwärtig, den Zugang zum globalen Datennetzwerk hat die UN längst zum Menschenrecht erklärt. Aus gutem Grund: Das Wissen unserer Zivilisation ist dort für alle Nutzer fast uneingeschränkt verfügbar, Hürden der Kommunikation und Zusammenarbeit werden überwunden, ebenso wie Vorurteile. Allerdings sorgen sich die Nutzer inzwischen verstärkt um die Gefahren.

Der Strom fällt aus, der öffentliche Verkehr steht still und Regierungsnetzwerke sind infiltriert – das sind mögliche Szenarien eines sogenannten Cyberkriegs. Sechs von zehn Internetnutzern (58 Prozent) in Deutschland haben davor Angst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1000 Internetnutzern in Deutschland. Danach glaubt die Mehrheit der Nutzer (56 Prozent), dass staatliche Konflikte künftig zunehmend in Form von Cyberattacken ausgetragen werden. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) meint, dies werde auf jeden Fall so eintreffen.

Aber nicht nur Cyberkriege zwischen Ländern geben Grund zur Sorge, sondern auch die Cyberkriminalität. Dazu hat der Bitkom ebenfalls eine Umfrage durchgeführt. Demnach war im vergangenen Jahr jeder zweiter Internetnutzer ein Opfer von Cyberkrimininalität. Am häufigsten klagen Onliner über die illegale Verwendung ihrer persönlichen Daten oder die Weitergabe ihrer Daten an Dritte. Fast jeder Vierte (23 Prozent) war davon betroffen. Zwölf Prozent wurden beim privaten Einkauf oder Verkaufsgeschäften betrogen. Jeder Neunte (elf Prozent) gibt an, dass seine Kontodaten missbraucht wurden. Aber auch Beleidigungen (zehn Prozent) und sexuelle Belästigungen (acht Prozent) sind ein Problem. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich.

 
macOS Mojave
 
Das Apple-Betriebssystem macOS bietet ausgeklügelte Sicherheitsfunktionen.
Bild: Apple.

 

Dabei sorgt der Gesetzgeber schrittweise für immer mehr Sicherheit im Netz. Beispielsweise sorgt die Regulierung von Glücksspielen im Internet dafür, dass Betrug mittlerweile nahezu ausgeschlossen ist. Theoretisch existieren allerdings einige Bereiche, die zumindest das Potenzial bieten, User zu benachteiligen. So könnten online – wie beispielsweise beim Offline-Hütchenspiel – ganz klassisch die Spielergebnisse manipuliert werden.

Nicht nur denkbar, sondern auch in der Vergangenheit in Online-Casinos oder bei Sportwetten Realität, sind intransparente beziehungsweise unfaire Bonusbedingungen. Da Online-Casinos aus ihrer Sicht verständlicherweise ungern Auszahlungen an Zocker vornehmen, könnten jene zum einen verzögert und zum anderen komplett verhindert werden. Letzteres lässt sich unter anderem durch eine zu Unrecht vorgenommene Sperrung des Kundenkontos realisieren.

Nutzer können sich aber schützen, indem sie sich nicht ohne Vorbereitung blauäugig beim ersten Anbieter anmelden. User können nämlich bewusst auf einige Dinge achten, bevor sie ihr Geld im Internet-Casino verspielen oder möglicherweise den ganz großen Gewinn landen. Hier finden Sie eine Übersicht getesteter Anbieter, die diese Anforderung erfüllen und seriös sind. Diese Online-Casinos werden von wichtigen Institutionen reguliert und können von Ihnen guten Gewissens besucht werden.

Im Bereich der Online-Sicherheit gelten ansonsten die üblichen Tipps für Mac-Nutzer: Halten Sie Ihr Betriebssystem stets auf aktuellem Stand. Mit jeder Systemaktualisierung schließt Apple Dutzende Sicherheitslücken, die Angreifer dazu ausnutzen können, um sich in den Rechner bzw. das Mobilgerät eines Nutzers hacken zu können.

Ebenso ist es wichtig, einen E-Mail-Client zu benutzen, der sogenannte Phishing-Attacken schon im Vorfeld erkennt. Mit solchen Phishing-Attacken sollen Nutzer dazu animiert werden, auf manipulierte Links zu klicken, die auf Web-Sites führen, wo die Nutzer vertrauliche Nutzerdaten preisgeben sollen. Und: Sichern Sie alle Accounts mit der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifikation ab. Ansonsten gilt: macOS ist standardmäßig sehr gut abgesichert.

Aber der beste Schutzmechanismus ist und bleibt der gesunde Menschenverstand. Klicken Sie nie auf Links auf dubios erscheinenden E-Mails. Keine Bank, kein Online-Anbieter fragt Sie per E-Mail nach Ihren Zugangsdaten. Laden Sie Software nur und ausschließlich von der Hersteller-Web-Site herunter und nicht von Seiten, die von anderen Anbietern betrieben werden.