Freie Online-Banking-Software Pecunia erhält neuen Unterbau: Swift statt Java

08. Apr. 2019 11:00 Uhr - Redaktion

Zuletzt war es sehr ruhig im die Open-Source-basierte Online-Banking-Sofware Pecunia. Doch die Entwickler waren in den letzten eineinhalb Jahren nicht untätig: Sie werkelten an einem komplett neuen Unterbau, der jetzt erstmals in Form einer Betaversion von Pecunia 2.0 getestet werden kann. Das neue Banking-Framework wurde mit Apples moderner Programmiersprache Swift geschrieben, Java kommt nicht mehr zum Einsatz.

"Damit werden verschiedene Probleme (z. B. mit abgelaufenen Zertifikaten) der Vergangenheit angehören. Außerdem wird es jetzt auch möglich sein eine iOS-App zu entwickeln oder Pecunia wieder im AppStore zu veröffentlichen. Daneben gibt es natürlich auch andere Aspekte, z. B. wird es jetzt einfacher neue Geschäftsvorfälle zu unterstützen oder Fehler zu debuggen", teilte der Chefentwickler Frank Emminghaus mit. Ebenfalls neu in Pecunia 2.0 ist die Unterstützung des Photo-TAN-Verfahrens.

 
Pecunia

Screenshot von Pecunia.
Bild: pecuniabanking.de.

 

Pecunia-Nutzer, die die neue Version ausprobieren möchten, sollten vorher ein Backup anlegen. Beim ersten Start von Pecunia 2.0 wird eine Datenmigration durchgeführt. Der alte Versionszweig 1.x wird nicht mehr weiterentwickelt. Details zum Betatest erläutern die Macher auf dieser Web-Seite.

Das ab OS X Yosemite lauffähige Pecunia ist für die Nutzung mit deutschen Banken ausgelegt, basiert im alten Versionszweig 1.x auf der HBCI-Bibliothek hbci4java und unterstützt gängige Verfahren wie iTAN, mobileTAN, chipTAN und HBCI-Chipkarte. Mit Pecunia lassen sich Überweisungen durchführen, Daueraufträge anlegen, Kontostände abfragen und Buchungen kategorisieren, zudem gibt es verschiedene grafische Auswertungen.

Mit der im Herbst 2017 veröffentlichten Version 1.3.3 ist eine Budgetverwaltung hinzugekommen - für jede Kategorie lässt sich ein Monatsbudget zur Ausgabenkontrolle definieren.