Gerücht: Kommt mit macOS 10.15 das Aus für iTunes?

08. Apr. 2019 13:30 Uhr - Redaktion

Knapp zwei Monate vor der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2019 in San Jose kommt die Gerüchteküche langsam in Schwung. Das neueste Gerücht betrifft den Mac: Demnach könnte mit der nächsten Betriebssystemversion die iTunes-Software in Einzel-Programme aufgesplittet werden. Hinweise darauf will ein Entwickler entdeckt haben.

Nach Informationen von Steve Troughton-Smith plant Apple für macOS 10.15 nicht nur (die bereits angekündigte) TV-App sondern auch separate Programme für Musik und Podcasts. iTunes, das Musik, TV-Sendungen, Filme und Hörbücher vereint, würde dadurch obsolet werden. Die Hörbuch-Abteilung könnte im Zuge der Umstrukturierung in der Bücher-App Einzug halten. Offen bliebe die Frage, ob bzw. wie eine lokale Synchronisation mit iOS-Geräten (inklusive lokaler Backups) auch in Zukunft möglich wäre.

 

 

Laut Troughton-Smith, der in der Vergangenheit mehrfach mit korrekten Informationen über künftige Apple-Produkte aufwartete, setzt der kalifornische Computerpionier bei diesem Vorhaben, wie schon bei den Programmen für Aktien, Home und Sprachmemos, auf eine Portierung der iOS-Apps. Dies ist seit macOS Mojave wesentlich einfacher möglich, da Apple das iOS-Oberflächen-Framework UIKit an den Mac angepasst hat (was intern bei Apple unter dem Codenamen "Marzipan" laufen soll). Entwickler können dadurch mit deutlich geringerem Aufwand als bisher iOS-Apps mit einer macOS-Oberfläche ausstatten. Dritthersteller werden ab Jahresende UIKit unter macOS nutzen können, wodurch sich das Softwareangebot für den Mac mittelfristig spürbar vergrößern dürfte.

 

 

Die Abschaffung von iTunes zugunsten von schlanken Einzelanwendungen ist seit Jahren ein häufig zu lesender Anwenderwunsch. Sollte Apple dies wirklich umsetzen, dabei jedoch Abgleich und Datensicherung von iOS-Geräten auf der Strecke bleiben, so ist ein Aufschrei der Nutzer bereits jetzt gewiss. Zudem stünde dann auch hinter der Windows-Version von iTunes ein großes Fragezeichen.

Die WWDC 2019 findet vom 03. bis zum 07. Juni statt, Apple wird auf der Konferenz neue Versionen der Betriebssysteme macOS, iOS, watchOS und tvOS präsentieren, deren Markteinführung wie gewohnt im Herbst erfolgen wird.

Kommentare

iTunes endlich mal entschlackt. Ich habe gefühlt knapp drei Jahre iTunes wegen dieser Unübersichtlichkeit nicht mehr benutzt. Back to the roots sage ich.

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

mit knapp 100.000 Titeln alleine in der MusikBib, dazu weitere Bibliotheken mit Loops zum Musikmachen. Ich hoffe es bleibt das ehemalige Rumpfprogramm ohne AppleMusic Abo Zwang.

 

@Tom01:

Ich habe mit iTunes auch keine Probleme - ich nutze es einfach nicht, bzw. nur, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt.

 

Ich synchronisiere einen ganzen Schwung an IOS-Geräten immer über iTunes (mit der „alten“ Version, mit der man auch noch die Apps verwalten kann). Weshalb sollte ich das ändern wollen? Funktioniert doch gut. Finde auch nichts „überfrachtet“.

Musik und Hörbücher importiere ich von CDs und organisiere sie in Wiedergabelisten. Die zufällig zeitgleich aufgekommene Berichterstattung über die Abschaltung von Google-Music bestärkt mich darin und in meiner Ablehnung von Download-„Käufen“ (die ja keine sind).

Lege halt gerne selbst fest, was wann wie gemacht und installiert oder aktualisiert oder nicht und lasse mir ungern Vorschriften von hippen Bevormundern und Entmündigern  machen ...

Als Nebeneffekt wird vollkommen überflüssiger Mehrfach-Download/-Traffic vermieden im Gegensatz zur Aktualisierung jedes einzelnen iPads oder iPhones.

Was daran überladen sein soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Schnell ist die Software auch. Ja, es gibt in der Tiefe viele Funktionen, aber die werden auch gebraucht z. B. für die Musikorganisation. Warum man auf Biegen und Brechen dieses Konzept zugunsten von Ports der iOS-Einzelapps aufgeben muss, erschließt sich mir noch nicht so ganz. Aber vermutlich will Apple, dass die Basic-Apps auf macOS und iOS identisch sind. Zu Befürchten ist, dass dabei Features auf der Strecke bleiben.

Und ja, ich würde gerne auch in Zukunft mein iPhone lokal synchronisieren.

Es wird wirklich Zeit, dass dieses grausame Stück Software verschwindet.

Einzelne kleine, übersichtliche, funktionierende Programme für:

1. Musik

2. Filme / Serien / eigene Videos

3. iOS Datensicherung local und / oder über das Netz

4. einfache übersichtliche Datenübergabe an MacOS

5. ev. Podcasts - könnte aber auch in 2. mit hinein

.. daß iTunes  zu viele Funktionen hat?

Wenn man das ganze auf mehrere Apps aufteilt, wird es doch nicht einfacher zu bedienen. Im Gegenteil, es wird  unübersichtlicher und im schlimmsten Fall muß man Arbeitsschritte doppelt ausführen.  Und sorry, iTunes ist  kein Programm, das besondere  Fähigkeiten  erfordert, um es zu benutzen.

 

iTunes ist einfach keine "Äpp", sondern ein wirkliches Stück Software mit absolut genialen Funktionen und bietet dennoch leichten Zugriff auf gewaltige Musikbibliotheken. Wie jedes Programm hat es eine eigene Bedienphilosophie, die mir jedoch nach wie vor entgegen kommt –vllt. weil ich iTunes seit der ersten Version nutze…  

Ich habe nichts gegen ein Face-Liftung, aber es wäre ein Desaster, wenn iTunes in unsägliche "Äpps" zerschlagen würde. Vielleicht erfindet Apple iTunes auch komplett neu, aber der Funktionsumfang und die Möglichkeiten sollten bitte alle erhalten bleiben - und das in einem Programm. Ich befürchte jedoch aus den Erfahrungen mit Apples "Neuerfundener Software"  (FinalCut, Pages, etc.), dass es hier wieder einen steilen Absturz geben könnte…   

Gerne darf Apple natürlich Satelliten-Programme erstellen und mit anbieten. Doch ich möchte auf keinen Fall nur solche "Krüppel-Apps" auf macOS habe, wie es die iOS Apps sind. 

Vielleicht ist vielen Benutzern einfach auch nicht klar, was iTunes wirklich ist – nämlich eine umfangreiche lokalen Datenbankanwendung zur VERWALTUNG, BEARBEITUNG, SICHERUNG und BEREITSTELLUNG von Medien und möglichen Wiedergabegeräten.

Überfrachtet ist iTunes meiner Meinung nur deshalb, weil das Bedienungskonzept in manchen Punkten mies (geworden) ist und manche Features nicht sauber funktionieren.

Ein Dropdown-Menu um zw. Musik/Filme/TV-Sendungen/Podcasts/Hörbücher umzuschalten, WAS SOLL DAS DENN???? Hat doch genug Platz für Buttons.

Playlists für Spielfilme???? Wer braucht sowas?
Hingegen müssten die GB-grossen Film-Dateien extern gespeichert werden können.

Im Suchfeld einen Begriff angeben und NUR zwischen "meine Mediathek" und "AppleMusic" wählen zu können? Hier fehlt eindeutig der Button "iTunes-Store" und vorallem der Button "ALLE".
Ausserdem: Wieso kann ich nicht bestimmen, dass es mir nebst Musik nicht auch gleich Podcasts und Filme usw. … mit dem Suchbegriff findet? Nein! Ich muss vorher umschalten. Mittels Dropdownmenu. Facepalm.

Wenn ich dann einen Titel (zB Song) gefunden habe, will ich direkt wählen können, ob ich es via AppleMusic streamen/downloaden oder kaufen will. Nicht erst das ganze Prozedere nochmals im "separaten" iTunes-Store ausführen.

iTunes Radio ist absolut unbrauchbar. Finde ich. Habe es noch nicht geschafft, einen bestimmten Sender zu finden. Hier wäre der vTuner angebracht. Radiosender suchen und auch schnell finden.

Diese Manie für jede Dateiart eine eigene App finde ich fürchterlich. Und es wird immer chaotischer.
Keine Ahnung, wo ich meine Comedy-Alben (zB Mittermeier&Co) auf meinem iPhone finde. Jedenfalls nicht mehr in der Musik-App. Vielleicht Hörbuch? Hörspiel?Oder Podcasts? Keine Ahnung. Absolut mühsam.

Gäbe noch viele weitere Punkte zu nennen. Lass ich mal.

ICH bin eindeutig ein Fan von integrierter Software. EINE Software für alles. (Wie damals zB ClarisWorks.) 
Diese muss aber gut durchdacht und intuitiv organisiert sein. Was iTunes mal war, aber leider nicht mehr ist. Integriert – soll sie bleiben. Aber definitiv mal auf Bedienungslogik und -intuition überarbeitet werden.

Ich benutze iTunes nur noch für die Musik. Da hält sie sich noch gut. Ansonsten finde ich sie recht unpraktisch und unübersichtlich.