Umfrage: Wünschen Sie sich von Apple ein faltbares iPhone?

11. Apr. 2019 13:00 Uhr - Redaktion

Smartphones im Jahr 2019: Die Verkaufszahlen in dem völlig übersättigten Markt gehen zurück, bestenfalls stagnieren sie. Die Geräte sind technisch sehr ausgereift, echte Innovationen gab es zuletzt kaum noch, dadurch haben sich die Nutzungszyklen deutlich verlängert. Doch nun schickt sich eine neue Technologie an, die Branche komplett aufzurollen. Viele Experten sind sich sicher: Faltbare Displays sind die Zukunft im Bereich der mobilen Geräte, werden die Smartphones nachhaltig verändern und zudem Auswirkungen auf das Tablet-Segment haben.

 

 

Erste Geräte wurden bereits angekündigt, darunter das Galaxy Fold von Samsung oder das Mate X von Huawei. Die Idee dahinter: Smartphones bei Bedarf einfach aufklappen, um die Displayfläche eines kleinen Tablets zu erhalten – ein verlockendes Konzept. Beispielsweise bietet das bald verfügbare Galaxy Fold außen ein 4,6-Zoll-Display, innen gibt es nach dem Aufklappen einen 7,3-Zoll-Bildschirm (siehe eingebettetes Video).

Alternativ können Smartphones schrumpfen, ungefähr auf die Hälfte der Grundfläche, wodurch sie wieder einfacher in Hosentaschen Platz finden würden. Ebenfalls machbar: Smartphones (oder Smartwatches) die sich dank der flexiblen Displays um das Handgelenk schmiegen. Sowohl Geräte mit Innen- und Außendisplay als auch Geräte nur mit außenliegendem Display (siehe Video zum Konzept von Xiaomi) sind denkbar.

 

 

Die Technologie der flexiblen Displays hat zwar inzwischen Marktreife erlangt, dennoch steht sie noch ganz am Anfang und muss sich erst einmal bewähren. Die Hersteller müssen beweisen, dass die Scharniere auch nach Jahren noch einwandfrei funktionieren und dass die ständige Faltung des Displays keine negativen Auswirkungen auf die Darstellungsqualität hat. Auch wirken die ersten klappbaren Smartphones etwas klobig, die Preise (rund 2000 US-Dollar) sind noch gesalzen. Es gibt also viel Spielraum bei der Verfeinerung der neuen Technologie.

Dass sich die Technik durchsetzen wird, daran gibt es unter Experten jedoch kaum Zweifel. In vier bis fünf Jahren, so eine gängige Prognose, werden faltbare Smartphones zum Alltag gehören. Heutige Smartphones unterscheiden sich optisch nur in Nuancen, durch faltbare Displays können die Hersteller wieder Geräte entwickeln, die sich deutlich von der Konkurrenz abheben. Es ist letztlich nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie vollständig ausgereift und günstig genug ist, bis sie den Massenmarkt erreicht. Auf das ohnehin kriselnde Tablet-Segment dürfte die neue Technologie gravierende Auswirkungen haben: Wer kauft sich noch ein klein- oder mittelformatige Tablet, wenn er sein Smartphone einfach auf Tablet-Größe aufklappen kann?

 

 

Aus Sicht von iPhone-Nutzern ist nun die große Frage: Wann stellt Apple das erste faltbare iPhone vor, das durch Aufklappen auf iPad-Größe wächst? Dass die Kalifornier daran forschen und entwickeln, ist offenes Geheimnis. Es gibt sowohl Patentanmeldungen von Apple als auch Leaks aus der asiatischen Zuliefererindustrie, die eindeutig auf ein faltbares iPhone hindeuten.

Doch wie sieht es mit den Wünschen von iPhone-Usern aus? Sind sie mit dem aktuellen Design zufrieden und wollen gar keine Änderung? Oder können Sie es kaum erwarten, ein faltbares iPhone in ihren Händen zu halten? Dazu unsere neue Umfrage: Wünschen Sie sich von Apple ein faltbares iPhone?

Kommentare

dass Apple sowas baut - vorausgesetzt, es gibt wieder ein kleines, taschenkompatibles iPhone in der Größe des SE. Meinetwegen mit ˋveralteter´ Technik, ohne die tollen neuesten Funktionen, aber aktuellem iOS.

Und zu einem verträglichen Preis, wenn es geht (ohne Vintage-Aufschlag ...)

Interessantes Konzept, ich sehe aber 2 Nachteile faltbarer Displays:

1. Man muss sie falten. Ein starres Fon ziehe ich aus der Tasche und benutze es. Ein Faltgerät muss ich entfalten. Die ganzen Schiebe- und Klappdisplaygeräte haben sich nie durchgesetzt, ich glaube, die Menschen wollen es einfach einfach!

2. Die Rubustheit: Das ständige Falten und Entfalten ist das eine, das Herunterfallen, in der Hostentasche biegen, mit Staub und Sandkörnchen schleifen das andere. An meinem LG G2 und den Motorola Defy und Motorola Razr i habe ich vor allem die Unzerstörbarkeit geschätzt. Da kommt kein einziges iPhone auch nur ansatzweise ran. Am allerwenigsten mein 8er. Ich möchte nicht wissen, wie das bei Geräten aussieht, die rundherum quasi nur aus Display bestehen.

Ein starres Fon ziehe ich aus der Tasche und benutze es. Ein Faltgerät muss ich entfalten.

Nein, nicht unbedingt. Siehe Galaxy Fold: Außenseitiges- UND Innenseitiges Display. Aus der Tasche ziehen, benutzen. Aufklappen, wenn mehr Fläche benötigt wird. 

Ich finde das genial und hoffe sehr, dass Apple spätestens nächstes Jahr die neue Technik anbietet.

Den alten Formfaktor kann es ja weiterhin geben, aber faltbare Displays sind klar der Pfad der Zukunft.

Foldable Displays, 5G Unterstützung, Triple oder gar Quad Kameras usw.

Die Konkurrenz hat es.

Apple nicht. Die iPhones wirken altbacken, der Hersteller einfallslos.

Und laut den News heute könnte der lokale Sync mit macOS 10.15 entfallen. Na Bravo.

… ein iPhone von der Größe des SE mit einem Bildschirm in der Größe eines iPad (oder iPad mini). Mit der Falttechnik wäre das nun möglich.

„lieber ein reines SE II mit gleichem Formfaktor und eben dieser Handlichkeit“

+1

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

Angesichts der ausgedehnten Nutzungsdauer meiner Geräte ist kaum vorstellbar, dass faltbare Displays diesen Zeitraum unbeeinträchtigt überstünden. Die Biegung wäre eine Stelle ständiger mechanischer Belastung, und dass ein solches Display aufgeklappt völlig plan läge und damit die Qualität eines Phablets aufwiese, wäre in der Realität erst zu beweisen. Definitiv würden die ersten Generationen meinen persönlichen Qualitätsansprüchen nicht genügen.

Zwar ist mit schlechter werdenden Augen Bildschirmfläche durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Bildschirmfläche. Doch wenn ich die brauche, greife ich zum Tablet oder gleich einem externen 5K-Monitor. Unterwegs möchte ich gern ein kompaktes Gerät haben, das einhändig sofort einsatzbereit ist, sobald ich es aus der Tasche ziehe.

Für mich sind faltbare Displays Lösungen auf der Suche nach einem Problem (das Nutzer kaum haben). Wie 3D bei Filmen sind sie ein fancy Marketing-Gag. Nett, um einen gesättigten Markt anzukurbeln. Aber ich prophezeie, dass sie nach dem ersten Hype und ein bis drei Generationen Hardware still und leise wieder in der Versenkung verschwinden werden. Wie 3D bei Filmen. Weil sie nicht praktikabel und praxisgerecht sind.

Ich mag neue Gadgets. Wirklich. Bei neuen Entwicklungen bin ich gern vorn mit dabei. Das hier aber ist Marketing-Bullshit.

Smartphones sind ausentwickelt. So what? Das sind Hammer und Schere auch. Alle drei sind Werkzeuge. Soll heißen, es ist nichts schlimmes. Sondern eher ein gutes Zeichen: Man hat sich weltweit auf einen gemeinsamen Standard geeinigt und die optimalen Verhältnisse von Optik, Haptik, Bildschirmfläche zu Gerätegröße und Nutzbarkeit gefunden. Das spricht für modernes Engineering und rasche Rückkopplung aus der alltäglichen Praxis. Visionäre, Designer und Vermarkter dürfen sich jetzt gern neuen Spielplätzen zuwenden. Da bin ich dann auch wieder interessiert und vorne dabei.

Ansonsten das, was Oliver schrieb.

Fazit: Nein, wünsche ich mir nicht. Weder von Apple noch sonst wem. Andere dürfen natürlich gerne damit glücklich werden.

Ich brauche keine faltbare Persönlichkeitsprothese. Mir reicht ein Phone in der Größe und mit der Leistung des SE. Apple soll lieber einen Nachfolger für das SE auf den Markt bringen (starker Prozessor, so wie das mini 5). Faltphones und anderen Quatsch kann sich TC hinten reinschieben, was gefaltet auch leichter geht.

Faltphones und anderen Quatsch kann sich TC hinten reinschieben, was gefaltet auch leichter geht.

Unfassbar, was manche Leute von sich geben. Da fehlt offenbar jegliche Kinderstube. Aber in der Anonymität des Internets kann man eben gut hetzen und beleidigen - kannst stolz auf dich sein!

Ontopic: Faszinierend finde ich, wie schon jetzt trotz der sehr frühen Phase der neuen Technik bei einigen Usern bereits die Rollos runtergehen. Wartets doch erstmal ab! Grundsätzlich finde ich die Idee, ein Smartphone auf Tablet-Größe aufklappen zu können, nicht verkehrt. Das traditionelle Smartphone-Design wird es nicht ersetzen, aber es könnte eben eine neue Gerätekategorie entstehen. Und wenn das ausgereift & sauber umgesetzt wird, warum denn nicht? Wer weiß denn schon, was Apple so alles im Köcher hat.

> Faszinierend finde ich, wie schon jetzt trotz der sehr frühen Phase der neuen Technik bei einigen Usern bereits die Rollos
> runtergehen. Wartets doch erstmal ab!

Nun, die Leser wurden direkt und unmittelbar nach ihren Wünschen befragt. Es ist logisch, dass sich dann auch fehlender Bedarf und sogar Ablehnung darunter befinden.

Ich z. B. muss nicht erst abwarten. Ich weiß, dass ich diese Gerätekategorie nicht brauchen werde. Sie kann am Ende noch so ausgereift sein, ich möchte, brauche und will sie nicht. Eine gute Umsetzung wird daran nichts ändern. Ich habe schlicht keinen Bedarf daran.

Was nicht heißt, dass sie nicht auf dem Markt kommen und ihre Käuferschicht finden soll. Das ist vollkommen okay. Mich aber wird man nicht darunter finden.

Kann mich einigen hier im Forum  nur anschliessen. SE ist für mich zwar noch Top aber Nachfolger mit Face ID und größerem Display auf den gleichen Maßen würde ich kaufen.

Ist genauso wie die curved Diaplays bei TVs.  Klar, sie dienen dazu ein Alleinstellungsmerkmal in einem übersättigtem Markt zu generieren, aber von der UX her ist das eine schlimme Missgeburt. Ich hoffe, dass Apple sich nicht auf diesen Irrweg begibt. Nur weil man es kann, mass man es ja nicht machen.

Ein neues SE fänd ich auch spannend: mittlerer Preis, FaceID, KEIN induktives Laden (macht das Ding zu dick und schwer). Aber die überwiegende Zahl der Käufer mag große Phones...

Apple muss eine Datenbrille produzieren, bzw ein anderes Device, was einen ähnlichen Fortschritt bietet. Die Uhr geht ja schon in die richtige Richtung.

 

Ich habe lieber ein Smartphone und ein zusätzliches Tablet. Für mich ist so ein faltbares Smartphone eher Spielzeug für Nerds. Mein iPhone und mein iPad sind die Dinge, die ich täglich benutze und damit zufrieden bin.

A

Beide Formfaktoren könnten nebeneinander existieren, ich sehe da kein Problem.

Die jetzigen Falt-Phones sind noch nicht wirklich ausgereift. Wie üblich wird es Jahre dauern, bis das richtig ausgereift ist und dann wird man sehen, ob es einen echten Mehrwert gibt und wie stark das Interesse ist.

Bis dahin funktioniert das iPhone doch prima, so wie es jetzt ist.

ich habe noch mein gutes altes 4s in Betrieb. Ohne Kondom! Und das hat schon viele Abstürze überstanden, auch auf Beton.

Unsere Firma hat seit Ende des SE iPhones aus der Liste der Firmentelefone gestrichen. Alles was technisch deutlich drüber ist (iPhone 8) kommt zu teuer. Ein SE mit 128GB Speicher und schnellem Prozessor wäre die Option.