LuLu: Neue Firewall-Software für den Mac auf Open-Source-Basis

11. Apr. 2019 15:30 Uhr - Redaktion

Wenn es um Firewall-Software für den Mac geht, dürfte vielen Usern die Software Little Snitch des österreichischen Entwicklers Objektive Development ein Begriff sein. Die "kleine Petze" informiert über den ein- und ausgehenden Traffic und kann einzelne Verbindungen auf Wunsch blockieren, beispielsweise um unerwünschte Datenübertragungen an unbekannte Server zu verhindern.

Seit einiger Zeit bietet auch der renommierte Sicherheitsforscher Patrick Wardle ein ähnliches Programm an. Es heißt LuLu und blockiert ausgehende Internetverbindungen, sofern diese nicht ausdrücklich vom Anwender genehmigt wurden. Eingehende Verbindungen lassen sich mit dem Programm aber nicht kontrollieren oder blockieren.

 
LuLu
 
LuLu: Neue Firewall-Software für den Mac auf Open-Source-Basis.
Bild: Patrick Wardle.

 

LuLu liegt in der Version 1.2 vor, ist in englischer Sprache gehalten und setzt macOS Sierra oder neuer voraus. Zum Betrieb der Anwendung wird eine Kernel-Erweiterung benötigt, die Installation erfordert einen Neustart. Das Programm steht unter einer Open-Source-Lizenz und bietet einen stillen Modus, bei dem es keine Notifikationen gibt, und lässt sich über ein systemweites Menü temporär deaktivieren. Auf Wunsch können Apple-Programme sowie alle bereits vorhandenen Anwendungen bei der Installation für die Firewall freigeschaltet werden.

Als Konkurrenz zu Little Snitch ist LuLu nicht zu sehen, es fehlen beispielsweise ein ausführlicher Netzwerkmonitor mit Weltkarte, eine deutschsprachige Oberfläche, Code-Signatur-Prüfungen, abonnierbare Netzwerkregeln, viele Einstellungsoptionen und die Möglichkeit, eingehende Verbindungen zu blocken. Die Dokumentation zu LuLu ist auf dieser Web-Seite zu finden.

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LittleSnitch informiert ausschliesslich über ausgehenden Datenverkehr, d.h. wenn Programm nach Hause telefonieren möchten. Eingehender Datenverkehr wird nicht protokolliert oder beeinflusst.