Apple-Online-Dienste: Probleme reißen nicht ab

13. Mai 2019 11:00 Uhr - Redaktion

Die Probleme mit den verschiedenen Online-Services von Apple häufen sich. In den letzten Wochen kam es verstärkt zu Ausfällen oder anderen Problemen sowohl mit iCloud-Funktionen als auch mit den App-Stores, dem Kartendienst oder iMessages. In den vergangenen Tagen waren Nutzer gleich mehrfach betroffen.

Am Mittwoch konnten Anwender über viele Stunden hinweg keine Einkäufe im iTunes-Store, den App-Stores und dem Book-Store tätigen, während die Entwickler-Funktionen App-Store-Connect und TestFlight nicht zur Verfügung standen (MacGadget berichtete). Am Freitag und am Sonntag traten erneut Probleme mit einigen iCloud-Diensten auf. E-Mails ließen sich mitunter nicht versenden oder empfangen, es gab Verzögerungen bei der Synchronisation und es ließen sich vereinzelt keine Dateien aus der iCloud-Fotomediathek laden.

 
iCloud
 
iCloud: Die Probleme mit den diversen Funktionen häuften sich zuletzt.
Bild: apple.com.

 

Zwar ist auch mit größten Anstrengungen eine 100prozentige Verfügbarkeit von Online-Services nicht zu gewährleisten und das Auftreten von Problemen kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, deren Häufung bei Apple im Verlauf des Frühjahrs ist jedoch schon bemerkenswert. Der kalifornische Computerpionier informiert zwar auf seiner Systemstatus-Webseite über die Erreichbarkeit der verschiedenen Cloud-Dienste, doch diese Seite dürfte nur den wenigsten Anwendern bekannt sein.

Warum sich die Probleme mit iCloud, App-Stores & Co. zuletzt gehäuft haben, bleiben unklar. Fakt ist, dass Apple einen Großteil der Kapazitäten bei Cloud-Anbietern einkauft und nur über wenige eigene Rechenzentren verfügt. Ob es Kapazitätsprobleme gibt, ob vielleicht die Kombination aus externen und eigenen Kapazitäten nicht immer reibungslos klappt oder ob es softwareseitig bei Apple Fehler gibt, darüber lässt sich nur spekulieren.

Fakt ist jedoch, dass Apples Online-Dienste im Winter deutlich problemfreier liefen als zuletzt. Und mit jedem Ausfall binnen kurzer Zeit erhöht sich der Frustfaktor bei den Anwendern.

Kommentare

Stell dir vor, du willst Musik hören, und kann nicht auf die Cloud zugreifen. Stell dir vor, du willst arbeiten, kannst die Dokumente nicht abrufen. Stell dir vor ...

Eine Zeitung zu abonnieren, bedeutet, dass ich für mein Geld jeden Tag etwas Neues bekomme, so lange ich weiter zahle. Aber wenn meine eigene Arbeit auf Grund eines Ausfalls nicht erreichbar ist, ist das ganz was Anderes. Das Abo-Modell sollte m.E. nur dort benutzt werden, wo es passt. Ich bin gewiss selbst stärker von der digitalen Infrastruktur abhängig als ich es sein möchte, aber wenn mein Aufgabemmanager nicht mehr synchronisieren kann, habe ich immer noch Zettel und Stift. Aber der Cloud-gespeicherte Buch-Beitrag (z.B.) könnte ich nicht so ersetzen.

My two cents... (beziehen sich natürlich auf das Thema grundsätzlich, nicht nur auf Apple)

RoKe