Nach Rückkehr auf den Mac: Umfangreiches Update für CorelDraw erschienen

18. Juni 2019 13:30 Uhr - Redaktion

Im Frühjahr feierte CorelDraw ein Comeback auf dem Mac. Das Vektorzeichenprogramm gibt es bereits seit drei Jahrzehnten, war den Großteil dieser Zeit jedoch nur für Windows verfügbar – mit Ausnahme eines kurzen, wenig erfolgreichen Mac-Gastspiels um die Jahrtausendwende. Nun will der kanadische Hersteller die Software dauerhaft für macOS anbieten.

Die CorelDraw Graphics Suite 2019 kostet 699 Euro und setzt mindestens macOS Sierra voraus. Eine auf 15 Tage befristete Demoversion steht zum Download bereit. Enthalten sind neben CorelDraw 2019 die Programme Photo-Paint 2019 (Bildbearbeitung), Font Manager 2019 (Schriftenverwaltung), PowerTrace 2019 (Vektorisierung von Bitmaps; in CorelDraw integriert), AfterShot 3 HDR (Erzeugung von HDR-Bildern) und PhotoZoom Pro 4 (Vergrößerung von Fotos).

 

CorelDraw 2019
 
Seit März wieder für den Mac verfügbar: Vektorzeichensoftware CorelDraw.
Bild: Corel.

 

Außerdem werden über 7000 lizenzfreie Cliparts, mehr als 1000 TrueType- und OpenType-Schriften, über 150 Vorlagen und mehr als 1000 Fotos mitgeliefert. CorelDraw 2019 wird als Einzelanwendung auch im Mac-App-Store angeboten, dort jedoch nur zur Miete als Monatsabo (20,99 Euro) oder Jahresabo (209,99 Euro). Eine Testversion ist dort ebenfalls verfügbar.

Zu Wochenbeginn veröffentlichte Corel die Version 2019.2 der Anwendung. Das kostenfreie Update behebt eine Handvoll Absturzursachen, verbessert die Performance in mehreren Bereichen und optimiert den Import von DXF- und DWG-Dateien. Darüber hinaus wurden viele Fehlerkorrekturen vorgenommen, aber auch einige Neuerungen gibt es. Dazu Corel:

"Verschiedene Verbesserungen bei den Farbauswahlen, Farbpaletten und Farbstilen helfen Ihnen, Farben zuverlässig anzuwenden und zu bearbeiten. Das Informationsfenster 'Objekte' bietet verbesserte Vorschauen, eine einfachere Objektauswahl sowie voll funktionsfähige 'Objekt auswählen, um Ebene zu aktivieren'- und 'Masterebenen auf Seiten anzeigen'-Optionen. Die Verbesserungen beinhalten ein besseres Scrollen im Schriftlistenfeld, vorhersehbares Deselektieren von Mengentext, einfachere Textbearbeitung und das Beibehalten der Standardschrift, wenn das Dialogfeld 'Standardeinstellungen ändern' geschlossen wird."

Kommentare

Der Preisunterschied zu Affinity Photo / Designer/ Publisher ist enorm. Auch wenn die CorelDraw Graphics Suite 2019 einen größeren Funktionsumfang aufweist, dürfte es für Corel schwer werden, sich gegen die Produkte aus dem Hause Serif Labs durchzusetzen. Ich jedenfalls werde keine 700 Euro ausgeben. 

Das wird auf lange Sicht nichts werden, corel hat generell nichts im Programm was mich ansprechen könnte 

Natürlich ist CorelDraw vom Funktionsumfang her und unter Einbeziehung der Zusatzsoftware dem Affinity Designer (noch) einige Schritte voraus.

Allerdings sind 700 € trotzdem zu viel. Für Privatanwender sowieso, aber auch für Designer, Grafiker oder Firmen ist das ein enormer Kostenblock.

Ob sich Corel damit einen Gefallen tut... Ich glaube nicht. Abo-only im Mac App Store ist ein weiterer Hemmschuh.

Warum nicht das Teil einfach für 399 € im Mac App Store anbieten?

Quark macht das ebenso - Vollversion von QuarkXPress für die Hälfte des normalen Preises im Mac App Store.

Wir reden beim Vektorzeichnen nicht von einer exotischen Software - das Angebot für Mac ist riesig. Da muss Corel mehr tun, wenn sie Anwender für sich gewinnen wollen.