Kartendienst: Apple schickt Kamera-Autos erstmals nach Deutschland

24. Juli 2019 11:30 Uhr - Redaktion

Seit fast fünf Jahren unterhält Apple eine Fahrzeugflotte, die gezielt Straßen abfährt, um das Datenmaterial des hauseigenen Kartendienstes zu verbessern. Diese Kamera-Autos kommen nun erstmalig nach Deutschland. Rund 80 Fahrzeuge sollen bis Mitte September Aufnahmen erstellen. Dabei werden alle Bundesländer berücksichtigt.

Die Apple-Fahrzeuge prüfen nicht nur den Straßenverlauf und die Verkehrszeichen, sondern erstellen außerdem 360-Grad-Straßenansichten für die neue Apple-Maps-Funktion "Look Around", die mit iOS 13 eingeführt wird. Gesichter und Autokennzeichen werden dabei automatisch verpixelt. "Look Around" wird anfangs nur in den USA verfügbar sein, die weltweite Einführung soll schrittweise ab nächstem Jahr erfolgen.

 
Apple Maps
 
Apple-Kartendienst: Kamera-Autos erstmals in Deutschland im Einsatz.
Bild: Apple.

 

"Die Daten aus den Fahrzeugen werden allesamt auf Apples Server in den USA geladen. Vor dem Start in Deutschland war Apple mit dem bayerischen Datenschutzbeauftragten in Kontakt. [...] Nutzer können - ähnlich bei Google Street View - aber auch die Löschung von Rohdaten mit der Abbildung von Personen oder Häusern beantragen", schreibt die Süddeutsche Zeitung. Apple Deutschland hat seinen Sitz in München.

Welche Städte und Landkreise in Deutschland von den Apple-Autos abgefahren werden, kann auf dieser Web-Seite nachgelesen werden. Der Mac- und iPhone-Hersteller setzt bei seinem Kartendienst seit einiger Zeit auf eigenes Kartenmaterial und greift nicht mehr auf Daten von Drittanbietern wie TomTom oder OpenStreetMap zurück. Apple verspricht detailreichere, genauere Karten, die schneller an Veränderungen infolge von Baustellen oder neuer Straßenführung angepasst werden sollen, sowie aktuellere Daten zur Verkehrslage.

Nachtrag (29. Juli): Apple-Kartendienst: Look-Around-Ansicht nicht für Deutschland.