Gerücht: Mobilmacs ab nächstem Jahr mit 5G-Unterstützung?

02. Aug. 2019 20:00 Uhr - Redaktion

Apple könnte im nächsten Jahr einen häufig geäußerten Anwenderwunsch endlich erfüllen: Mobilfunkunterstützung in den mobilen Macs. Neuesten Gerüchten zufolge sollen die Kalifornier an einem MacBook Pro mit 5G-Mobilfunkmodem arbeiten.

Die Markteinführung des Notebooks sei für die zweite Jahreshälfte 2020 zu erwarten, schreibt DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der asiatischen Zuliefererindustrie. Die Publikation lässt seit Jahren mit Gerüchten zu kommenden Apple-Produkten aufhorchen, allerdings stellten sich etliche Prognosen im Nachhinein als falsch heraus. Insofern ist bei dem aktuellen Bericht erst einmal Vorsicht geboten.

Nichtsdestotrotz wäre die Mobilfunkunterstützung beim MacBook Pro eine willkommene Neuerung, um eigenständig eine Internetverbindung herstellen zu können – unabhängig von der Verfügbarkeit öffentlicher WLANs und ohne iPhone-Hotspot. Ein Slot für eine physische SIM-Karte wäre nicht zwingend erforderlich, dank der von Apple bereits genutzten eSIM-Technik geht es auch ohne.

 
MacBook Pro

 

MacBook Pro: 4G- und 5G-Unterstützung wäre eine willkommene Ergänzung.
Bild: Apple.

 

Dass sich Apple bereits seit längerer Zeit mit der Thematik beschäftigt, zeigen zwei Patentanmeldungen aus dem Jahr 2016, die Mobilmacs mit Mobilfunkunterstützung beschreiben. Und: Apple hat erst vor einer Woche bekannt gegeben, Intels Smartphone-Modemgeschäft zu übernehmen, um künftig in Eigenregie Mobilfunkmodems zu entwickeln, die sich neben iPhone und iPad natürlich auch für MacBook Pro/Air eignen würden. Moderne Modems werden neben 5G natürlich auch den älteren 4G-Standard (LTE) unterstützen, da es Jahre dauern wird, bis das bestehende 4G-Netz mit 5G-Technik ausgerüstet sein wird.

Generell scheint sich beim MacBook Pro in Zukunft viel zu tun. Aus immer mehr Quellen wird inzwischen verlautet, dass ein komplett neu entwickeltes MacBook Pro möglicherweise bereits im vierten Quartal 2019 auf den Markt kommt – mit einem 16-Zoll-Flaggschiff, das dank stark geschrumpften Displayrand kaum größer ist als das aktuelle 15,4-Zoll-Modem. Bei der Tastatur werde sich Apple von dem problembehafteten Schmetterlingsmechanismus verabschieden und wieder auf einen Scherenmechanismus setzen, heißt es.

Zum Thema:

Apple kauft Großteil von Intels Smartphone-Modemgeschäft.

Insider erwartet für Jahresende komplett neu entwickeltes MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm.

Kommentare

Schon immer habe ich mich gefragt, warum es im MBP kein UMTS/LTE Modem gibt.

Spätestens jetzt mit der elektronischen SIM ist das doch kein Problem mehr.

Ich würde mich über eine 4G/5G Option im MBP sehr freuen. Sicherlich bin ich da nicht der einzige.

Also, Apple, auf gehts: Neues MBP mit 16,5" und schmalem Rand, 4/5G Option, Custom ARM/AMD-CPU mit x86-Support und neuer, langlebiger Tastatur. Der Verkaufserfolg wäre gewiss. 😊

4G und 5G Unterstützung im MBP wäre eine tolle Sache. Dann wäre man auch mit dem MBP immer erreichbar für VoIP und Messenger. Günstige Datentarife gibts heutzutage bei so ziemlich jedem Mobilfunkanbieter.

Also mit der bisherigen Apple-'Logik' ist es aber nicht nötig, dass das MBP LTE/5G hat, weil der Kunde ja ein iPhone kaufen soll. Im Übrigen denke ich kaum einer schleppt ernsthaft ein MBP mit rum.

Heutzutage geht doch das meiste direkt am Phone oder eben mit nem iPad.

Dass man mit dem echten MacOS etwas anders arbeiten kann, als mit den MobilOS bleibt dabei unbestritten. Dennoch: Hätte man bei Apple den bezahlbaren Markt gesehen, wäre es doch längst verfügbar. Und auch so ein SIM Schacht wäre doch technisch machbar.

Im Moment sitze ich gerade vor meinem MBP in einem abgelegenen Haus in den Alpen und habe perfekte Internet-Verbindung via mein iPhone und seinen Hotspot – alles mit Solarstrom versorgt. Warum soll ich noch ein zweites Mobilabo bezahlen? Aus meiner Sicht eine völlig unnötige Ergänzung. 

Nicht jeder Apple User nennt ein iPhone sein Eigen. Es macht durchaus Sinn wenn ein MacBook so etwas hat. Wird im Grunde auch Zeit. Andere Hersteller haben das schon jahrelang.

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.