Apple erhält grünes Licht für Direktvertrieb in Indien

30. Aug. 2019 14:30 Uhr - Redaktion

In Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern gibt es für Apple gewaltige Absatzchancen. Schätzungen zufolge besitzt nur rund die Hälfte der Inder ein Smartphone. Davon entfällt lediglich ein ganz geringer Teil auf iPhones - Apples Marktanteil liegt im unteren einstelligen Bereich. Auch Macs, iPads und andere Apple-Produkte sind in Indien kaum verbreitet.

Dies liegt einerseits an hohen Importzöllen, andererseits an der fehlenden Präsenz Apples in dem Land. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass die Kalifornier ihr dortiges Engagement ausweiten wollen. Für diese Aktivitäten hat Apple nun grünes Licht von der indischen Regierung erhalten: Der Computerpionier darf in Indien in den Direktvertrieb seiner Produkte einsteigen, online und in Ladengeschäften.

 
iPhone XS und iPhone XS Max
 
Apple darf iPhone & Co. künftig direkt in Indien verkaufen.
Bild: Apple.

 

Dafür hat Indiens Regierung eine Regelung, wonach mindestens 30 Prozent der angebotenen Waren innerhalb des Landes produziert werden müssen, gelockert. Da ab sofort auch Exporte von in Indien gefertigten Produkten bei dieser Quote berücksichtigt werden, kann Apple die eigene Hardware jetzt selbst anbieten, ohne den bisherigen Umweg über lokale Vertriebspartner. Dies erhöht Apples Präsenz und ermöglicht niedrigere Preise für Apple-Hardware. Apple lässt seit einigen Jahren auch in Indien produzieren.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will Apple in den kommenden Monaten einen Online-Shop für Indien eröffnen, gefolgt von einem ersten Ladengeschäft in der Millionenmetropole Mumbai. Mittelfristig sollen Apple-Stores in Großstädten wie Neu-Delhi und Bengaluru hinzukommen.