Support-Ende für macOS Sierra: Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen

03. Sep 2019 14:00 Uhr - Redaktion

Nutzer von macOS Sierra (Versionsreihe 10.12.x) aufgepasst: Apple beendet mit der bevorstehenden Markteinführung von macOS Catalina den Support für das im Jahr 2016 veröffentlichte Betriebssystem. Konkret bedeutet dies, dass es für macOS Sierra keine Sicherheitsaktualisierungen mehr gibt und neu entdeckte Schwachstellen offen bleiben. Damit wird die bestehende Updatepolitik fortgesetzt: Apple versorgt neben dem jeweils aktuellen Mac-Betriebssystem den Vor- und den Vorvorgänger mit Updates, die sich bei den älteren Versionen auf die Behebung von Schwachstellen und kritischen Fehlern beschränken.

Beginnend mit der für Mitte oder Ende September erwarteten Markteinführung von macOS Catalina werden künftig macOS High Sierra aus dem Jahr 2017 und das im letzten Jahr veröffentlichte macOS Mojave mit Sicherheitsupdates bedacht, während macOS Sierra nicht mehr versorgt wird. Nutzer von macOS Sierra sollten aus Sicherheitsgründen einen Umstieg auf eine neuere Systemversion in Erwägung ziehen. Dies ist - und das ist die gute Nachricht - problemlos möglich.

Denn: Der Nachfolger macOS High Sierra hat identische Systemanforderungen wie macOS Sierra. Auf allen Macs, die mit macOS Sierra kompatibel sind, lässt sich macOS High Sierra aufspielen. Wer vorerst bei macOS Sierra verbleiben muss, weil genutzte Programme oder Treiber nicht mit macOS High Sierra kompatibel sind, sollte folgende Grundregeln beachten:

macOS Sierra

macOS Sierra: Neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen.
Bild: Apple.

 

1) Da keine neu entdeckten Sicherheitslücken in macOS Sierra mehr geschlossen werden, ist das System anfälliger für Attacken. Daher: Vorsicht vor Downloads auf dubiosen Web-Seiten und Vorsicht beim Öffnen von E-Mail-Anhängen unbekannter/dubioser Absender. Entsprechend manipulierte Dateien oder Installer könnten offene Sicherheitslücken gezielt ausnutzen.

2) Da auch Safari unter macOS Sierra nicht mehr aktualisiert wird, ist der Umstieg auf einen anderen Web-Browser dringend zu empfehlen. Firefox, Chrome und Vivaldi laufen in den aktuellen Versionen unter macOS Sierra, sind in puncto Sicherheit auf dem neuesten Stand und werden für ältere Systemversionen weiter gepflegt.

3) Ähnlich die Situation bei Apple Mail - das Programm erhält unter macOS Sierra ebenfalls keine Sicherheitsaktualisierungen mehr. Als Alternative empfehlen wir Thunderbird, ein leistungsstarker, robuster und flexibel zu konfigurierender E-Mail-Client, der ab OS X Mavericks läuft.

Noch eine abschließende Anmerkung zu macOS Sierra: Die Verteilung von stillen Updates (Definitionen für die Schadsoftware-Erkennung XProtect, das Malware Removal Tool und die Sicherheitsfunktion Gatekeeper) geht an macOS Sierra noch weiter, gleiches gilt für OS X El Capitan, OS X Yosemite, OS X Mavericks und OS X Mountain Lion - ein bisschen Software-Support seitens Apple gibt es also noch.

macOS High Sierra erhält bis zum Sommer 2020 Sicherheitsupdates, macOS Mojave bis Sommer 2021.

Kommentare

macOS Sierra und High Sierra laufen auf exakt der gleichen Hardware und Softwareseitig sollten die meisten Programme die Sierra verkraften auch mit High Sierra laufen.

Also einfach updaten!

Die größte Änderung ist vermutlich die automatische Umstellung von SSDs von HFS+ auf APFS - aber auch das sollte inzwischen keine Probleme mehr bereiten...

Xyzzy

Das ist ein No-Brainer. Außer man nutzt noch Uralt-Software, die ab High Sierra nicht läuft, und man möchte kein Geld für Upgrades ausgeben. Aber selbst da würde ich dazu tendieren, High Sierra zu installieren und ggf. Sierra zu virtualisieren.