Umfrage unter Studenten: Große Mehrheit nutzt lieber Macs statt Windows

02. Okt. 2019 12:00 Uhr - Redaktion

Jamf dürfte allen Mac-Admins ein Begriff sein. Es handelt sich dabei um eine leistungsstarke Lösung zur Verwaltung von Apple-Geräten in Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Behörden und anderen Organisationen. Nun hat der US-Hersteller das Ergebnis einer Studie zum Computer-Nutzungsverhalten von Studenten bekannt gegeben - mit einem positiven Ergebnis für Apple.

Demnach gaben 71 Prozent aller befragten Studenten an, lieber einen Mac als einen Windows-Rechner zu nutzen. 40 Prozent verwenden aktuell einen Mac, während 31 Prozent nach eigenem Bekunden derzeit unter Windows unterwegs sind, aber lieber mit macOS arbeiten würden. 29 Prozent der Befragten erklärten, Windows zu bevorzugen und einzusetzen. 51 Prozent der befragten Windows-User würden einen Mac kaufen, wenn er günstiger wäre.

 

Mehrheit der Studenten arbeitet lieber mit macOS statt mit Windows
 
Mehrheit der Studenten arbeitet lieber mit macOS statt mit Windows.
Bild: Jamf.

 

Die am häufigsten genannten Gründen für die Nutzung eines Macs sind demnach Bindung zur Marke Apple (64 Prozent), das Design (60 Prozent), die einfache Bedienung (59 Prozent), die Zuverlässigkeit (57 Prozent), die Synchronisation mit anderen Geräten (49 Prozent) und die Langlebigkeit (48 Prozent). Hauptgrund für die Nutzung von Windows ist mit 51 Prozent der Preis.

43 Prozent der Studenten, die einen Windows-Rechner verwenden, sind der Meinung, dass der Mac trotz des höheren Kaufpreises in puncto Preis-/Leistung das bessere Gesamtpaket bietet. Zudem sind viele Mac-Nutzer loyal: 83 Prozent der befragten Mac-User erklärten, dem Apple-System nach dem Eintritt ins Berufsleben treu bleiben zu wollen.

Die Studie wurde im Auftrag von Jamf von der Marktforschungsfirma Vanson Bourne unter mehr als 2200 Studenten in fünf Ländern durchgeführt.

Kommentare

Der Leistungsvorteil ist ziemlich eindeutig. Dass doch so viele den Preisvorteil erkennen, wundert mich etwas. Vielleicht können sie doch rechnen - ich kenne große  Geschäfte, die rechnen, und nur Macs, allerdings als Windows-Rechner, anschaffen. 

ich kenne große  Geschäfte, die rechnen, und nur Macs, allerdings als Windows-Rechner, anschaffen. 

Dann rechnen sie nicht richtig. Das bessere Preis/Leistungsverhältnis von Macs im Firmenumfeld kommt größtenteils (!) durch den deutlich geringeren Support-Aufwand von macOS im Vergleich zu Windows zustande. Wer Macs kauft und ausschließlich mit Windows betreibt, hat etwas nicht ganz verstanden.

Woher ich das weiß: Tätigkeit als Admin.

verwenden damit das benötigte Programm drauf läuft. Mein Sohn studiert Meteorologie in FFM und muss eine Software verwenden die nicht für Macs geschrieben wurde.

Vorteil ist, dass ein benötigtes Windows-Marken-Notebook für knappe 500€ nur etwa 35-40% eines Apple Notebooks kostet weils ja Papa bezahlen muss. 

Es sind also ganz pragmatische Gründe, Lauffähigkeit und Preis, die in diesem Fall leider gegen Apple sprechen. Und das Teil das wir gekauft haben, ich glaube von Lenovo, sieht gar nicht schlecht aus, lange Akkulaufzeit und einen Lüfter glaub ich hat es gar nicht bzw. war noch nie zu hören.

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

Klar, dafür kannst Du es nach 2 Jahren wegwerfen. Wer billig kauft, kauft 2 mal, hab auch viel gesehen als Admin (was ist zum Glück nicht mehr mache).

Jamf ist ja auch so ein Tool mit dem die Admins den Mac sinnlos verschlechtern. Ich bin froh Trend Micro noch drauf zu haben, da ich es leicht deaktivieren kann - aber das ist eine andere Diskussion :-)

Klar, dafür kannst Du es nach 2 Jahren wegwerfen. Wer billig kauft, kauft 2 mal

So isses.

Es wird von Win-Usern häufig der Fehler gemacht, beim Mac nur die Preise der einzelnen Komponenten zu betrachten und den Mac dann als "zu teuer" abzustempeln. Aber das System ist eben mehr als die Summe seiner Einzelteile. Da spielen Faktoren wie perfekte Abstimmung von Software auf Hardware und umgekehrt, hohe Wertigkeit/Langlebigkeit von Design/Gehäuse, spezialisierte Funktionen (hochoptimiertes Akku-Management, von Apple entwickelte Hardware-Controller und Beschleuniger, ideal abgestimmt), niedriger Energieverbrauch etc. mit rein, vom überlegenen Betriebssystem ganz zu schweigen.

Macs, die 10+ Jahre im Einsatz sind, sind keine Seltenheit, sondern sehr häufig anzutreffen. Selbst wenn man 2000 € hinlegt, geteilt durch 10 wären das dann nur 200 € pro Jahr.

@ brainray2 & Mac@Night: So richtig gelesen habt ihr die beiden ersten Sätze von iNyx aber nicht, oder?

Es geht in seinem Fall eben genau nicht um MS vs. Apple, weil der Sohn schlicht keine Wahl hat. In ein Windows-only-Umfeld würde ich mein Kind auch nicht mit einem Mac hineinschicken. Wozu der damit verbundene Aufwand und Stress?

Im Uni-Alltag geht's auch schon mal etwas ruppiger zu. Daher dürfen Geräte dort günstig und austauschbar sein. Wenn man dann alle zwei Jahre ein neues kaufen muss, eventuell auch deshalb, weil inzwischen die Anforderungen an die Hardware gestiegen sind, dann kann sich das trotzdem immer noch deutlich rechnen gegenüber Apple-Geräten. Die sind zwar solide, aber doch nicht ruggedized. An der Uni halten sie der Belastung wegen womöglich spürbar geringer als 10+ Jahre durch.

Im späteren Berufsleben darf es dann gerne ein Mac sein.

Die Vorteile von macOS und Macs sind iNyx sicher alle bekannt. Nützt bloß nichts, wenn eine 10-Jahres-Investition verpufft, weil der Rucksack, in dem sie steckt, an der Bushaltestelle oder in der Mensa schlicht geklaut wird. Da muss man auch mal die Risiken und Verhältnismäßigkeiten betrachten, das jeweilige Einsatzszenario und den angepeilten Verwendungszweck.

(Nebenbei bemerkt ist es wenig überraschend, dass eine Umfrage eines Apple-Verwaltungstool-Herstellers zugunsten Apple ausfällt. Accenture-Gutachten fallen auch regelmäßig zugunsten Microsoft aus. Accenture ist ein MS-Partner. Solche Ergebnisse sind also stets mit großer Vorsicht und einem Körnchen Salz zu genießen.)

Auf modernen Macs steht genügend Leistung für die Virtualisierung von Windows zur Verfügung. Selbst die kleinen MPB haben inzwischen Quad-Core. Da weist man eben 2 Kerne Windows zu und nutzt damit die benötigte Anwendung.

Die Ergebnisse der Jamf-Studie kann ich aus meinem Umfeld heraus bestätigen.

Wir haben nicht billig gekauft sondern preiswert. Selbst ein Aldi-Notebook hält locker einige Jahre. Lenovo dürfte bestimmt nicht schlechter sein. Und in der heutigen Zeit wo das einzig drehende Teil ein Lüfter ist (wenn überhaupt) und alles andere Elektronik und die Tastatur nicht wie bei manchen Apple Books Probleme macht !!! kann man mit einem preiswerten Notebook mit Kunststoffgehäuse durchaus leben. Ich weiß ja nicht wie Ihr mit euren Geräten umgeht, aber ich prophezeie, dass unser „einziges“ Windows Notebook in der Familie locker so lange durchhält wie bei euch eure MacBooks. Irgendwann kommt eben ein Linux drauf.

Und wie die vermeintliche Qualität der Apple Rechner aussieht kann ich durchaus berichten. Mein iMac 20“ von 2006 hatte nach einem dreivierteljahr ein defektes DVD-Laufwerk (Garantiefall). Unsere Mac Minis von 2011 und 2012 hatten nach drei bis vier Jahren defekte Festplatten !!! Jetzt sind SSDs drin. Das MacBook Pro von 2012 nach 5,5 Jahren ebenso eine defekte Festplatte. Das MacBook (von 2017) hat Probleme mit der Tastatur und der Akkuanzeige. Beim neuesten MacBook kann man nichts mehr tauschen, eigentlich ein Ausschlusskriterium. Die älteren Rechner sind User freundlicher.

Und dass bei modernen Macs durch Virtualisierung durchaus Windows laufen lassen kann ist mir durchaus bewusst. Das setzt allerdings voraus, dass man genügend Kohle aufbringen kann um ein entsprechendes mit 16GB RAM ausgestattetes MacBook zu kaufen. Und das für die Uni?

Und @Moranaga stimme ich voll zu.

 

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

Auf modernen Macs steht genügend Leistung für die Virtualisierung von Windows zur Verfügung.

Aus der Praxis eines hyperkonvergenten Rechenzentrums und 15+ Jahren Erfahrung mit Virtualisierung darf ich berichten, dass sie in der Mehrheit der Fälle ebensoviele Probleme verursacht, wie sie löst. Sie verlagert die Arbeitsebene bloß.

Im beschriebenen Umfeld will man nicht zusätzlich mit Virtualisierung herumfummeln, sondern das OS nativ betreiben - und sich voll auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren, das Studieren. Das wiederum gewinnt nichts durch Abstraktion.