macOS Catalina: Mac-App-Store ermöglicht Download von inkompatibler 32-Bit-Software

16. Okt. 2019 15:15 Uhr - Redaktion

Auf der WWDC 2017, also vor über zwei Jahren, kündigte Apple das Aus für 32-Bit-Software auf dem Mac an – mit dem letzte Woche erschienenen Betriebssystem macOS Catalina wurde diese Maßnahme umgesetzt: 64 Bit ist Pflicht. Im Mac-App-Store gilt die 64-Bit-Regel bereits länger: Seit Januar 2018 für neu eingereichte Programme und seit Juni 2018 für Updates für bestehende Anwendungen.

Es gibt jedoch noch immer eine stattliche Anzahl von Programmen im Mac-App-Store, die seit vielen Jahren nicht aktualisiert wurden und den 64-Bit-Betrieb nicht unterstützen. Das Problem dabei: Diese veraltete 32-Bit-Software – darunter kostenpflichtige Titel - lässt sich auch unter macOS Catalina aus dem Mac-App-Store herunterladen, obwohl sie mit dem neuen Betriebssystem nicht kompatibel ist.

Apple hat es schlichtweg vergessen oder es nicht für notwendig erachtet, im Mac-App-Store unter macOS Catalina einen Mechanismus einzubauen, der den Kauf und Download von inkompatiblen 32-Bit-Programmen verhindert. Wer mit Catalina versehentlich eine veraltete 32-Bit-Software erworben hat, bei der unklar ist, ob sie vom Entwickler auf den 64-Bit-Betrieb umgestellt wird, kann bei Apple eine Rückerstattung des Kaufpreises beantragen.

 
macOS Catalina
 
macOS Catalina: Probleme, Merkwürdigkeiten, Datenverluste.
Bild: Apple.

 

Auch dieser Umstand bestärkt uns in unserer Upgrade-Warnung für Catalina und verstärkt die Zweifel daran, ob sich Apple mit dem selbst auferlegten Einjahresrhythmus bei macOS-Releases wirklich einen Gefallen tut. Vieles ist unfertig, nicht zu Ende gedacht oder fehlerbehaftet. Allein der schwerwiegende Fehler in Apple Mail, der zu massiven Datenverlusten führen kann, rechtfertigt bereits die Upgrade-Warnung.

Entwickler beschweren sich völlig zu recht über die fehlende Dokumentation sowohl für die Notarisierung als auch für Projekt Catalyst (die Entwickler müssen sich gegenseitig helfen, von Apple gibt es wenig bis keine Hilfe), während es beim aktuellen Mac mini HDMI-Verbindungsprobleme gibt und externe Grafikkarten unter macOS Catalina nicht einwandfrei funktionieren. Dazu kommen weitere Merkwürdigkeiten und Einschränkungen, beispielsweise eine hohe Arbeitsspeicherauslastung in der neuen Musik-App oder der Umstand, dass Programme den Spotlight-Index für Apple Mail nicht mehr durchsuchen können. Das System Image Utility gibt es übrigens nicht mehr - der endgültige Abschied von NetBoot und NetInstall.

Kommentare

Ich finde, dass Apple wieder ein bisschen mehr Qualität bzw. Sorgsamkeit an den Tag legen sollte. Mir kommt es so vor, dass es unter Steve Jobs weniger Fehler gab. Er achtete sehr auf Qualität und Fehlerfreiheit, auch wenn es natürlich auch Fehler gab.

Allerdings muss man sagen, wenn man Windows 10 nimmt auch leider nicht weniger Fehler gibt eher noch viel mehr und das trifft auch auf Microsoft Surfaces zu.

Man muss Apple und übrigens auch Microsoft allerdings auch zu gute galten, dass es schwer ist bei Millionen verschiedennen Konfigurationen jeden Fehler im Vorhinein auszuschließen bei der MAC OS Entwicklung. Bei E-Mail Sachen kommen nochmals verschiedene E-Mail Serverkonfigurationen hinzu.

Im Prinzip, finde ich ein jährliches großes MAC OS Update im Herbst garnicht so schlecht.

Was mir hier für ein Apple News Portal allerdings schon auffällt, ist der Negative Grundton zu MAC OS Catalina, auch wenn die MacGadget in vielen Recht hat, was im Moment Catalina 15.0.0 und deren Probleme und Fehler angeht. Ich finde, dass Catalina auch gute neue Feature hat z.B. die Sidecar. Im prinzip finde ich die nicht mehr Unterstützung von 32bit Anwendungen Zeitgemäß. Es macht das Betriebsystwm schlanker und somit schneller und stabiler. Es wurde von Apple ja auch vor langem schon Angekündigt. Mir gefallten auch die iTunes Ersatz Apps gut. Ich finde die iTunes Auflösung gut. Allerdings hätte Apple wegen Audio Drittanbietersoftware mit deren Entwicklern noch besser zusammenarbeiten können um nicht die aktuelle iTunes Fehlerproblematiken zu haben bezüglich der Audio Schnittstellen von den Ersatzapps.

Ich kann den Leuten nur raten sowohl bei MAC OS als auch bei Windows 10 regelmäßig ein Backup anzulegen, wo die E-Mails mit drin sind. Ich habe z.B. vor dem Catalina Update über MAC Outlook alles E-Mails in eine externe Datei per Outlook Export/Sicherung gesichert und auch den Dokumente Ordner etc. auf eine externe Festplatte gesichert per Copy und Paste.

Wir haben in unserer Upgrade-Warnung ganz klar geschrieben, dass wir etliche Neuerungen von macOS Catalina grundsätzlich sehr begrüßen, darunter Projekt Catalyst (sorgt für mehr Software auf dem Mac) und die neuen Sicherheitsmechanismen (erschweren das Einnisten von Schadsoftware), ebenso Sidecar und Autorisieren mit Apple Watch (hebt die Verzahnung von Apple-Hardware auf das nächste Level), die neue Sprachsteuerung, technologische Verbesserungen (u. a. für die Grafik-Engine Metal und die eGPU-Unterstützung) und zusätzliche Frameworks für Entwickler, um noch bessere Mac-Software zu erstellen. Auch ist es absolut verständlich, dass der 32-Bit-Support eines Tages beendet wird.

Allerdings müssen Missstände und Probleme in diesem frühen Stadium von Catalina ganz klar benannt werden. Hier gibt es nichts schönzureden. Wir raten weiterhin dringend davon ab, Produktivsysteme auf Catalina umzustellen. Es gibt erhebliche Risiken für den täglichen Betrieb bis hin zu Datenverlusten. Diese Kinderkrankheiten muss Apple dringend beheben. Und gleichzeitig müssen die Hard- und Softwarehersteller dafür sorgen, dass ihre Programme, Treiber, Plug-ins und Erweiterungen sauber laufen. Dabei sollte Apple die Entwickler mit Dokumentation und Beispiel-Code unterstützen. Hier hakt es ebenfalls noch.

Solange die Lage so ist, wie sie sich aktuell darstellt, können wir ein Upgrade auf Catalina nicht guten Gewissens empfehlen und raten allen Usern, vorerst bei Mojave oder High Sierra zu verbleiben. Aus Catalina kann noch immer ein tolles, stabiles und zuverlässiges macOS-Release werden - allerdings mit entsprechenden Nachbesserungen, zu denen nicht nur Bug-Fixes sondern auch die von Apple versprochene iCloud-Ordnerfreigabe gehören.

@StefanD...Ich dachte immer, das es dies nur im Märchen gibt , das eine "böse Hexe " einen vergifteten Apfel schön redet.... die " Volkswagenmentalität" ist wohl weltweit und spartenübergreifend.

Es gibt auch lizensierte Apple Vertragswerkstätten die auf System Fehler hinweisen. Das Netz ist momentan voll von Berichten über Fehler bei Catalina, nicht nur in Deutschland, und nicht nur auf dieser Seite. Was nützen die schönsten Erneuerungen, wenn der Rechner wegen eklatanter Fehler schon bei der Installation zusammen bricht. 

https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/macOS-10-15-Zusatzupdate-fuer-Ca…

Auch Macgadget hat mir schon bei vielen Problemen mit dem Mac geholfen!

In Anbetracht der Ewigkeit spielt es keine "Rolle"

Ein Problem, welches ich schon länger in MAC OS sehe ist, dass ein Clean Install von MAC OS, wo der Apple iCloud Schlüsselbund dann auch wie neu erstellt ist d.h. ohne allemöglichen alten Einträge nicht (so einfach) möglich ist. Wenn jemand weis, wie dieses geht wäre ich sehr froh.

Liebe Gemeinde,

dieser Diskussion möchte ich mit folgendem Vergleich beitragen und zum nachdenken anregen: kauft Euch ein lang ersehntes neues Auto, stellt es in die Garage und wartet auf das 3.-4. Facelift! Dann wist Ihr, was die Ingenieure bei Eurem Fahrzeug falsch gemacht haben! Ihr fahrt zwar noch mit der alten Möhre, doch das Wissen über die Fehler beruhigt doch ungemein-oder? Helft lieber durch fleissiges Fehlermelden Apple und den Entwicklern diese auszuräumen und nutzt die neue Software bitte. Ein Notfall-Backup setze ich bei vernünftigen Usern sowieso voraus.

Ich erinnere an den katastrophalen Start von Lion, welcher in einem astreinen Snow Leopard geendet hat!  Vom verweigern wird nichts besser. Nutze seit Jaguar die Software aus Cupertino.  Das wird schon!

Josef Apfel

Natürlich finde ich es gut immer mit tollen, sinnvollen Features von Apple versorgt zu werden. Sogar ohne Kosten (zumindest nicht für Software von Apple). 
 

Ich nutze z.B. seit einigen Jahren Pro Tools und Cubase. Diese Programme sind Branchen Standartsoftware und unterstützen derzeit noch kein Catalina. Also welchen Benefit sollte es mir bringen auf 10.15 zu migrieren und dann meine Arbeit nicht mehr ausführen zu können. Es geht nicht ums Schlechtreden sondern, und dafür danke an das MacGadget Team, darum darauf hinzuweisen Produktivsysteme derzeit noch nicht auf Catalina zu migrieren.

Ich danke dem Team von MacGadget für dieses eindeutige Statement und werde ebenfalls aus genannten Gründen abwarten (müssen).

Gruß an alle

.....wofür war das denn noch mal?......Bin diesmal ausgestiegen. Warum wohl? Was war mit Sierra? Hab ich übersprungenen. Und wenn ich Langeweile habe, kommt Catalina vielleicht  noch mal auf eine externe SSD.

Dann läuft eine Software gut z.B. Mojave, dann soll ich schon die nächste installieren, und das noch mit einer roten 1 ! Und noch 3 neue Peripheriegeräte kaufen! Hauptsache noch mehr Emojis...

Wer zahlt die Rechnung? Appel? Die zahlen hier nicht mal Steuern! 

Oh heiliger Appel, lass diesmal den Krug der Bugs an mir vorüber gehen!

Das wird schon!

In Anbetracht der Ewigkeit spielt es keine "Rolle"

....alles Fake News... auch das es schon ein Update für Catalina gibt....weil.....und alles so super läuft....alles Fake News....und eine rein emotionale Berichterstattung...wissenschaftlich experimentell belegt.

die für Apple Verhältnisse vielen Updates bei OS X und IOS in den letzten Wochen sind alles Fake News....Ja dann...kauf ich mir einen Rottweiler, allein schon wegen dem Einbrecher....mach ich mit dem Geld was die Mitbewerber mir zahlen......hahaha! 

https://forums.macrumors.com/forums/macos-catalina-10-15.208/

alles Fake News!

 

In Anbetracht der Ewigkeit spielt es keine "Rolle"

Wir haben keine Erdbeer - Zeit, sondern Catalina - Zeit, und das läuft nicht überall gescheit.

Eher ein paar Monate warten......Werde ich machen. In Mail gibt es je nach dem noch andere Fehler, BCC/ BC und so weiter......deshalb ja auch die ständigen Updates in den letzten Wochen. (OSX/IOS).

Vielleicht hatte Apple ja diesmal zu wenig Beta Tester.

Apple OS Sierra und die anfänglichen Schwierigkeiten mit HTSF......und Fusion Drive....u.s.w. u.s.w.

Vor unreifen Obst ist zu warnen.....vermeidet Bauchschmerzen...und CCC hab ich mir damals nicht umsonst gekauft. Und ich habe Catalina nicht aus Langeweile erst mal wieder vom Rechner geschmissen.

Muß jeder selber entscheiden. Dafür braucht keiner in England anzurufen. Können Sie gerne machen.

 

 

In Anbetracht der Ewigkeit spielt es keine "Rolle"

Offtopic und irreführende Beiträge gelöscht [mitsamt Antworten auf Offtopic und irreführende Beiträge]. Der Vorwurf "unsachgemäßer Berichterstattung" wird von uns entschieden zurückgewiesen. Wir behandeln Catalina neutral. Wir kritisieren und weisen auf Probleme hin, wenn nötig - im Dienste unser Leserinnen und Leser -  loben Apple aber auch, wenn Dinge gut gemacht wurden.

Catalina ist aus meiner Sicht nicht vergleichbar mit früheren Updates. Die Umstellung auf 64Bit only, hat weitreichendere Einschnitte zur Folge, da damit auch im System Komponenten entfallen sind die nie auf 64Bit portiert wurden. Quicktime wurde z.B. stark eingeschränkt. Auf der anderen Seite wird das System immer mehr gekapselt, was ebenfalls zu Einschränkungen führt. Ich habe seit längerem den Eindruck, dass der Funktionsumfang von macOS jedes Jahr etwas abnimmt.

Hallo zusammen

Seit mehr als 6-7 Jahre vermische ich ein klare Phylosofie bei Apple. Das Konzern wird nicht mehr geleitet durch ein Visionär sonder durch ein "s...er" Buchhalter. Das merkt mann. Jobs wurde sich in Grab umdrehen und Herr Cook herausschmeissen!!!

Wie schon mal erwähnt. Apple interessiert nur noch die Consumer Products. Ich ziehe immer ein Vergleich zu Mercedes (Daimler). Die verkaufen auch Consumer Products die etwas teuer sind, aber Sie leisten es sich euch die Nische der Profis zu bedienen (Formel1, AMG). Das fehlt mir bei Apple, leider

Nicht nur die hier erwähnte 32 Bit Prüfung fehlt. Es hat noch immer viel zu viele Bugs und Locher die nicht geflickt werden, wieder um leider.

Weil die Strategie oben in Konzern nicht klar ist, kehren immer mehr Profis Apple den Rucken. Solange noch immer mehr Consumers nachziehen ist dies für Apple nicht direkt problematisch, aber irgenwann kehrt es sich bei Apple.

Hier in die Schweiz hatte Apple ein Markanteil von 18%, dies wird immer weniger. Alle öffentliche Schulen werfen Apple aus ihr Schullokalen. Auf Dauern sind die Zukünftige Keykaufer nicht mehr die Schuler und Studenten die auf Apple schwören. Sie kaufen sich Microsoft Produkten. Sehen die Marketing Profis in Cupertino dies nicht!

... von wegen Steve würde sich im Grad umdrehen etc. Ist doch totaler Quatsch. Ich bin seit knapp 30 Jahren auf dem Mac und unter Steve war die Softwarequalität definitiv nicht besser. Ich sage nur MacOS 7.5 auf einem PCI Mac. Aber das haben viele die sich jetzt beschweren nicht erlebt, oder verklären die Vergangenheit.

Eine x.o Version eines OS ist meisten nicht so doll, und jetzt bitte das nächste Thema....

MacGadget macht es komplett richtig, darauf hin zu weisen, dass ein komplett neues Betriebssystem nicht auf Produktivrechnern vom ersten Moment an eingesetzt werden soll. Das ist kein negativer Grundton und auch nicht unsachgemäßt, dass ist gelebte Praxis von Anfang an. Wer noch  OS 7.5 (die alten Hasen werden sich mit Graus dran erinnern) kennt, weiß wovon ich spreche. Gleiches gilt logischerweise auch für WIN und selbst für Linux-Systeme. Das Apple aktuell nicht wirklich performant veröffentlicht, tut sein Übriges. Wer den Entwicklern helfen möchte, installiert das neue System auf einem Zweitrechner, der dann testweise im Produktionsumfeld eingesetzt wird. Mit den Erkenntnissen weiß man dann sehr genau, ob und wann man upgraden kann.

Gerade im Audio-/Videobereich nutze ich immer noch Rechner, die noch nicht einmal eine Internetverbindung haben und extrem schlank aufgesetzt sind. Zum Teil laufen die Rechner schon seit 5 Jahren ohne große Systemumstellung, aber extrem stabil. Ein jährliches Upgrade halte ich ebenfalls nicht für sinnvoll, da wär man mit 2 Jahren besser bedient, weil man eh mit den ganzen Anpassungen einen langen Zeitrahmen hat.