CorelDraw erhält Unterstützung für macOS Catalina und iPad-Anbindung

18. Okt. 2019 11:30 Uhr - Redaktion

Beginnend mit macOS Catalina lassen sich iPads als nützliches Arbeitswerkzeug für den Mac einsetzen: Als zusätzlicher Bildschirm mit optionaler Touch-Bar-Einblendung und in Verbund mit dem Apple-Pencil als Grafiktablet zum Zeichnen und Malen. Nun macht auch CorelDraw von dieser Sidecar genannten Funktionalität Gebrauch.

Für die Vektorzeichensoftware, die im Frühjahr auf den Mac zurückgekehrt ist, steht ab sofort ein größeres Update (Version 2019.3) zum Download bereit. Es ergänzt volle Kompatibilität mit macOS Catalina inklusive Sidecar-Unterstützung, um CorelDraw-Fenster und Paletten auf das iPad-Display auszulagern oder um damit via Apple-Pencil zu malen und zu zeichnen. Darüber hinaus hat Corel Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen, verschiedene Detailverbesserungen und Fehlerkorrekturen vorgenommen.

 

CorelDraw 2019
 
Seit März wieder für den Mac verfügbar: Vektorzeichensoftware CorelDraw.
Bild: Corel.

 

Die CorelDraw Graphics Suite 2019 kostet 699 Euro und setzt mindestens macOS Sierra voraus. Eine auf 15 Tage befristete Demoversion steht zum Download bereit. Enthalten sind neben CorelDraw 2019 die Programme Photo-Paint 2019 (Bildbearbeitung), Font Manager 2019 (Schriftenverwaltung), PowerTrace 2019 (Vektorisierung von Bitmaps; in CorelDraw integriert), AfterShot 3 HDR (Erzeugung von HDR-Bildern) und PhotoZoom Pro 4 (Vergrößerung von Fotos).

Außerdem werden über 7000 lizenzfreie Cliparts, mehr als 1000 TrueType- und OpenType-Schriften, über 150 Vorlagen und mehr als 1000 Fotos mitgeliefert. CorelDraw 2019 wird als Einzelanwendung auch im Mac-App-Store angeboten, dort jedoch nur zur Miete als Monatsabo (20,99 Euro) oder Jahresabo (209,99 Euro). Eine Testversion ist dort ebenfalls verfügbar.

Das Vektorzeichenprogramm gibt es bereits seit drei Jahrzehnten, war den Großteil dieser Zeit jedoch nur für Windows verfügbar – mit Ausnahme eines kurzen, wenig erfolgreichen Mac-Gastspiels um die Jahrtausendwende. Nun will Corel die Software dauerhaft für den Mac anbieten und weiterentwickeln.

Kommentare

Im Vergleich zum Affinity Designer ist der Preis einfach viel zu hoch. Die Zeiten sind halt vorbei, wo man für ein Grafiksoftware Paket fast 700 Euro ausgeben muss. Wenn Corel in dem Markt mitmischen will, dann nicht mit diesen horrenden Preisen. Corel Draw ist eine sehr gute Grafiksoftware, aber wir haben 2019. Für knapp 60 Euro liefert Affinity Designer einfach mehr für sein Geld. Auch diese Mietpreise von 20,99 Euro pro Monat oder 209,99 Euro pro Jahr für Corel Draw allein ist kein wirklich tolles Angebot.

Hier ein einfaches Rechenbeispiel für Alternativen: Affinity Photo (Photo-Paint) + Affinity Designer (Corel Draw) + ON1 Photo RAW (im Meilen besser als Aftershot 3) macht zusammen rund 210 Euro anstatt rund 700 Euro. Diese Clipart- und Font-Sammlungen braucht kein Profi wirklich, wenn doch, dann gibt es sehr viele Angebote im Internet zu weit besseren Preisen.

Fazit: Corel sollte mal seine Preispolitik überdenken. Wir Mac Nutzer sind keine Kühe, die gemolken werden können. Wir wollen keine Gratis Versionen, aber gute Software zu fairen Preisen.